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Paul Schwaiger hört als Marabu-Chef auf. Er stand seit der Gründung der Chaos-Airline an deren Spitze.
  • Paul Schwaiger hört als Marabu-Chef auf. Er stand seit der Gründung der Chaos-Airline an deren Spitze. (Archivbild)
  • Foto: IMAGO/Horst Galuschka

Chef von Chaos-Airline geht – neuer Boss schwärmt von „Potenzial“

Die Fluggesellschaft Marabu sorgte in den vergangenen Monaten immer wieder mit Monster-Verspätungen oder Stornierungen für negative Schlagzeilen. Nun verlässt der Chef die Chaos-Airline, die auch ab dem Hamburger Flughafen in Fuhlsbüttel startet. Der neue CEO spricht von „Potenzial“.

Paul Schwaiger war seit der Gründung von „Marabu“ im Dezember 2022 der Chef der Airline – nun ist nach einem guten halben Jahr Schluss. „Aus persönlichen Gründen“ legt er sein Amt vorzeitig nieder, gab das Unternehmen am Mittwoch bekannt.

Neuer Marabu-Chef verspricht Fortschritte

Sein Nachfolger: Axel Schefe – allerdings nur für den Übergang, bis ein neuer CEO gefunden ist. Der Luftfahrtmanager soll „die Fortschritte der Stabilisierung des Flugbetriebs“ vorantreiben, schreibt das Unternehmen.

Dass es bei Marabu nicht immer rund lief – um es mal diplomatisch zu formulieren – gibt das Unternehmen kleinlaut zu, spricht von „anfänglichen Schwierigkeiten, unter anderem durch verspätet bereitgestellte Partner-Flugzeuge und Lieferengpässe bei Ersatzteilen.“ Eine Taskforce habe „wichtige erste Verbesserungen“ erzielt.

Ein Flugzeug der Fluggesellschaft „Marabu“ (Symbolbild) Marabu Airlines
Marabu Airlines Flugzeug in Wolken
Ein Flugzeug der Marabu Airlines

Erst seit dem 2. Mai startet die Airline ab Hamburg. Bis Mitte Juni waren von 344 Flügen ab und nach Hamburg „etwa zehn Prozent stark verspätet“, erklärte ein Unternehmenssprecher der „Bild“. Stark verspätet bedeutet für Marabu eine Verspätung von mehr als drei Stunden. Acht Flüge wurden in der Zeit gestrichen, jeder 43. ab Hamburg fiel aus.

„Marabu ist eine junge Airline mit einer erfahrenen Mannschaft und Potenzial“

„Marabu ist eine junge Airline mit einer erfahrenen Mannschaft und Potenzial. Ich freue mich darauf, in den nächsten Monaten gemeinsam mit dem Team an die von Herrn Schwaiger eingeleiteten Fortschritte anzuknüpfen und die Position von Marabu im Markt weiter zu festigen“, sagt der neue Chef Axel Schefe.

Der Diplom-Ingenieur ist seit 2007 bei Condor tätig – Schwesterkonzern von Marabu – und war dort unter anderem Manager bei der Airline-Gruppe von Thomas Cook, die im Jahr 2019 pleite ging.

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Erst vor Kurzem berichtete die „Bild“ darüber, dass eine Marabu-Maschine knapp drei Stunden lang mit einem defekten Triebwerk flog. Weil die Warnleuchte im Cockpit wieder erlosch, entschied sich der Pilot gegen eine Notlandung. Erst am Boden kam dann heraus, dass sich tatsächlich eine Zündkerze gelockert hatte. „Der Führungswechsel bei Marabu steht nicht im Zusammenhang mit den kürzlich in den Medien zitierten Vorwürfen gegen die Airline“, stellt die Airline klar. Der Fall werde noch untersucht. (elu)

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