Klimaaktivistinnen halten Plakate während einer Demonstration des Bündnisses Fridays for Future hoch.
  • Klimaaktivistinnen halten Plakate während einer Demonstration des Bündnisses Fridays for Future hoch.
  • Foto: picture alliance/dpa | Luise Evers

Klimastreik in Hamburg: „Das wird richtig krass!“

Am Freitag wird es laut in Hamburg! Zwei Tage vor der Bundestagswahl fordert Fridays for Future beim globalen Klimastreik deutlich konsequenteren Klimaschutz. Die MOPO hat mit einer der Verantwortlichen in der Hansestadt darüber gesprochen, wie die Vorbereitungen für das riesige Event laufen und was die Stadt genau erwartet.

„In den letzten Zügen ist es wie immer ein bisschen stressig!“ Emma Pfeuffer ist Sprecherin von Fridays For Future Hamburg. Die 17-Jährige ist seit 2018 Teil des Teams. „Trotz des Stresses läuft es aber richtig gut. Wir sind jetzt gerade noch dabei, Fragen zur Sicherheit und dem Aufbau am Freitag final untereinander abzuklären“, erzählt sie im Gespräch mit der MOPO.

Hamburg: Am Freitag ist globaler Klimastreik

Vergangene Woche hatten die Klimaaktivisten die Elbphilharmonie für den Demo-Aufruf geentert und dort ein Banner von der Aussichtsplattform heruntergelassen. Darauf die Aufschrift mit dem Datum des globalen Klimastreiks, dem 24.09.

„Das wird auf jeden Fall richtig krass am Freitag!“, ist sich Pfeuffer sicher. „Es werden ganz viele Leute kommen, die auch alle sehr motiviert sind. Einerseits wollen sie endlich mal ihren Frust und ihren Unmut loswerden, andererseits haben sie aber auch die Hoffnung, dass wir etwas verändern können.“

Emma Pfeuffer (17) ist eine der Mit-Organisatorinnen von Fridays For Future Hamburg.
Emma Pfeuffer (17) ist eine der Mit-Organisatorinnen von Fridays For Future Hamburg.

Großdemos gäben ihr immer auch ein Stückchen Kraft. „Man merkt, dass man nicht alleine mit seiner Unzufriedenheit ist.“

Hamburg: Das fordert Fridays For Future von der Politik

Fridays For Future fordert von der Politik ein deutlich stärkeres Klimaschutzprogramm. „Wir müssen uns allen bewusst sein, dass keine der Parteien einen ausreichenden Plan hat, um das 1,5 Grad-Ziel einzuhalten“, gibt die 17-Jährige zu bedenken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Demnach kommen die Grünen den Zielen am nächsten, dahinter die Linkspartei. Auf dem letzten Platz landet die FDP.

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„Man kann bei der Bundestagswahl also gar nicht den Klimaschutz wählen, den wir eigentlich bräuchten“, so Pfeuffer. Aber auch die Hamburger Politik müsse endlich handeln. „Derzeit soll Hamburg erst 2050 klimaneutral werden und das ist deutlich zu spät“, sagt sie.

Hamburg: Prominente Unterstützung fürs Klima

Für diese Botschaft haben die Klimaaktivisten inzwischen auch prominente Unterstützung bekommen: Der Musiker Jan Delay, Newcomerin Zoe Wees und die Band AnnenMayKantereit werden unter anderem am Freitag in der Hansestadt auf der Bühne stehen. Wees wurde im vergangenen Jahr mit ihrer Debütsingle „Control“ weltweit bekannt.

Zusammen mit einem Bündnis von mehr als 200 verschiedenen Organisationen hat Fridays For Future bundesweit unter dem Motto #AllefürsKlima Menschen jeden Alters zum Streik aufgerufen. In Hamburg sind laut der Polizei derzeit 20.000 Teilnehmer angemeldet, dafür wurde eine Ausnahmegenehmigung beantragt. Das Hygienekonzept sieht unter anderem Abstand und Maskenpflicht vor. In Hamburgs geht’s ab 12 Uhr in der Willy-Brandt-Straße los, von dort aus wird der Demonstrationszug durch die Innenstadt ziehen.

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