Klaus Barkowsky
  • Die ehemalige Kiez-Legende Klaus Barkowsky muss sich am Dienstag vor Gericht verantworten (Archivbild).
  • Foto: Florian Quandt

Keine Maske, Hitlergruß: Kiez-Legende „Der schöne Klaus“ muss vor Gericht

Nazi-Skandal um eine ehemalige Kiez-Größe: Klaus Barkowsky alias „Der schöne Klaus“ soll Passanten den Hitlergruß gezeigt haben, nachdem er zuvor auf St. Pauli aus einem Lokal geworfen worden war, weil er keine Maske trug. Am Dienstag steht er deshalb vor Gericht.

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Der 68-Jährige sollte ursprünglich 2000 Euro bezahlen, weil er am Abend des 28. Mai 2021 an der Friedrichstraße auf St. Pauli mehreren Passanten den Hitlergruß gezeigt hatte. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vor.

Klaus Barkowsky muss wegen Hitlergruß vor Gericht

Unmittelbar zuvor war er dort aus einem Lokal geflogen, weil er gegen die Maskenpflicht verstoßen hatte. Anschließend soll er zum Hans-Albers-Platz gegangen sein und dort erneut den rechten Arm zum Hitlergruß erhoben haben. Weil er sich weigerte, die Geldstrafe zu bezahlen, wird der Fall jetzt vor dem Hamburger Amtsgericht verhandelt.

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Als junger Mann verdiente Klaus Barkowsky sein Geld als Zuhälter, gehörte damals der GMBH an, einer Zuhältergruppe für die Anfang der 80er Jahre im „Eros-Center“ und im „Palais d’Amour“ hunderte Frauen anschafften. Später wurde er Boss der berüchtigten „Nutella“-Bande, die Ende der 70er bis Anfang der 80er das Rotlichtmilieu in Hamburg beherrschte. „Der schöne Klaus“, wie Barkowsky damals genannt wurde, hatte den Ruf, „seine“ Huren brutal auszubeuten.


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Fast jede Mark lieferten sie ihm ab und verhalfen ihm zu Reichtum. Rund 10.000 Mark soll er pro Tag verdient haben. Doch von dem vielen Geld ist heute nichts mehr übrig. „Ich lebe von der Hand in den Mund, ich bin Künstler“, erzählte er vor einigen Jahren in einem Gespräch mit der MOPO und stellte klar: „Ich habe aber immer einen vollen Kühlschrank“.

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