Ein Haus, davor ein Schild „zu verkaufen“
Ein Haus, davor ein Schild „zu verkaufen“
  • Bei unsanierten Gebäuden von 1950 bis 1999 ist die größte Preissenkung zu verzeichnen – aber auch bei Häusern in Metropolen sinken die Preise. (Symbolfoto)
  • Foto: dpa/dpa-tmn | Markus Scholz

Im Hamburger Umland fallen die Immobilienpreise am stärksten

Der Traum von der eigenen Immobilie scheint derzeit erreichbarer denn je: Das Immobilienportal „Immoscout24“ hat neue Daten veröffentlicht und berichtet von einem „nie dagewesenen Angebot“ auf dem Käufermarkt. Sinkende Preise für Eigentumsimmobilien gibt es auch in Hamburg und im Umland – hier verzeichnete das Portal ein Minus bei der Kaufpreisentwicklung.

Die größten Preisrückgänge verzeichnet das Portal bei unsanierten Gebäuden, vor allem in den Metropolen. Die Gründe: die gestiegenen Baufinanzierungskosten, aber auch der Trend „weg vom Kauf und hin zur Miete“.

Das Hamburger Umland führt diesen Trend an: Die Preise für Eigentumswohnungen- und häuser sanken hier um rund sechs Prozent im Zeitraum Mai bis November 2022. Inmitten des Abwärtstrends gab es aber auch eine Überraschung: Im Düsseldorfer Umland stieg das Preisniveau bei Eigentumsimmobilien um rund sieben Prozent.

Das Portal verzeichnete zudem in diesem Jahr einen Anstieg der Angebote: Wesentlich mehr Exposés seien veröffentlicht worden als im Vorjahr – das bietet natürlich auch mehr Chancen, ein passendes Kaufobjekt zu finden. Trotz des hohen Angebots habe die Nachfrage zunächst abgenommen. Das liegt nicht zuletzt an den gestiegenen Lebenshaltungskosten, die es vielen Menschen unmöglich machen, sich einen Immobilienkauf überhaupt leisten zu können.

Kaufpreise für Häuser in Metropolen gesunken

Nicht nur im Umland zeigt sich die rückläufige Tendenz, auch in den Metropolen selbst: Bei einem weiterhin hohen Preisniveau wurden dennoch sinkende Kaufpreise verzeichnet. Die Preise für Eigentumswohnungen sanken im untersuchten Zeitraum bundesweit durchschnittlich um rund vier Prozent. Den ersten Platz belegte Stuttgart: Hier wurde sogar ein Minus von zehn Prozent festgestellt.

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Auch die Kaufpreise für Häuser in den Metropolen sanken signifikant: Berlin und Düsseldorf führten die Liste mit einem Minus von rund sechs Prozent an, Schlusslicht war München – hier sanken die durchschnittlichen Kaufpreise nur um etwa zwei Prozent. (lk)

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