Menschen stehen vor Ticketautomaten des HVV. Ab Januar sollen die Fahrkarten im Schnitt um 1,3 Prozent teurer werden.
  • Menschen stehen vor Ticketautomaten des HVV. Ab Januar sollen die Fahrkarten im Schnitt um 1,3 Prozent teurer werden.
  • Foto: imago/Chris Emil Janßen

HVV führt neue Karte ein – und wird wieder teurer!

Erst vor gut einem Jahr erhöhte der HVV die Tarife, jetzt werden Bus und Bahn in Hamburg schon wieder teurer. Schuld seien die Inflationsrate und hohe Energiepreise. Neu ist dafür eine Zehner-Tageskarte.

Die Zehner-Tageskarte veranschlagt der HVV im Bereich Hamburg AB mit 59 Euro. Ein Ticket kostet somit 5,90 Euro und damit 2,10 Euro weniger als am Automaten. Den Zehnerpack gibt es nur in der HVV-App zu kaufen – dort lässt sich auch bei den anderen Angeboten Geld sparen. Der Rabatt von sieben Prozent auf Tages- und Einzelkarten bleibt, teilte der Verkehrsverbund am Donnerstag mit.

HVV erhöht Ticketpreise für Bus und Bahn in Hamburg

An anderer Stelle müssen Kund:innen des HVV dafür bald tiefer in die Tasche greifen. Ein Einzelticket für den Großbereich Hamburg soll ab Januar 3,50 Euro statt 3,40 Euro kosten. Das 9-Uhr-Tagesticket verteuert sich um zwanzig Cent auf 6,90 Euro. Das geht aus einer noch nicht veröffentlichten Drucksache des Senats hervor, über die „Nahverkehr Hamburg“ zuerst berichtet hatte.


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Erst vor einem Jahr hatte der HVV die Ticketpreise um 1,4 Prozent erhöht, nun steigen die Preise um 1,3 Prozent. Das ergebe sich „aus der gemittelten Inflationsrate der Jahre 2019, 2020 und 2021“, hieß es dazu. Auch die „aktuell sehr hohen Energiepreise“ spielten eine Rolle.

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Die Bürgerschaft beschäftigt sich in der kommenden Woche mit dem Antrag des HVV, muss die geplante Erhöhung noch absegnen. „Ein Schritt in die falsche Richtung“, kritisierte Heike Sudmann, verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion. „Statt etwa durch ein 365-Euro-Ticket die Hamburger:innen zu entlasten, gehen die Fahrpreise immer weiter nach oben. So kann der HVV die während der Pandemie verlorenen Abo-Kund:innen nicht zurückgewinnen.“

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