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Airport Hamburg
  • Die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden am Airport Hamburg vermutlich noch eine lange Zeit sichtbar sein.
  • Foto: picture alliance/dpa/Marcus Brandt

Hamburger Airport durch Corona-Pandemie weiter auf Sinkflug

Zwar ging es mit dem Luftverkehr in Hamburg 2021 wieder etwas aufwärts, allerdings sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie am Hamburg Airport weiterhin spürbar – was auch wahrscheinlich so bleiben wird, wie jetzt die neue Jahresbilanz zeigt: die Passagierzahlen werden wohl noch auf Jahre hinaus nicht das Niveau vor Corona erreichen.

Wegen der Corona-Pandemie hat der Flughafen Hamburg das zweite Jahr in Folge mit tiefroten Zahlen abgeschlossen. Airport-Chef Michael Eggenschwiler hatte schon im Vorfeld einen Verlust in Millionenhöhe vorhergesagt, die neue Jahresbilanz bestätigt die Prognose: 2021 verzeichnete der Flughafen einen Verlust von 94 Millionen Euro.

Hamburger Airport: Bilanz fürs Geschäftsjahr 2021

„2021 war wieder ein schwieriges Geschäftsjahr“, so Michael Eggenschwiler zu dem Ergebnis. „Doch wir gehen verantwortungsbewusst mit der nie dagewesenen Krise um: Wir haben unsere Ausgaben auf ein Minimum gesenkt und die Effektivität gesteigert. Dafür ziehen alle Beschäftigten am Hamburg Airport an einem Strang.“

Im Herbst hatte Eggenschwiler prognostiziert, dass es frühestens 2023 wieder eine schwarze Null an Deutschlands ältestem Flughafen geben könne. Für das aktuell laufende Geschäftsjahr 2022 werden 41 Millionen Euro Verlust geplant, erst ab 2024 soll das Jahresergebnis wieder positiv ausfallen. Mit einer Normalisierung des Flugverkehrs auf zumindest 85 Prozent des Niveaus des Vor-Corona-Jahres 2019 rechnet der Airport hingegen erst 2025.

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Die Passagierzahlen für das vergangene Jahr hatte der Flughafen schon Anfang Januar veröffentlicht. Demnach haben im vergangenen Jahr rund 5,32 Millionen Fluggäste den Flughafen genutzt – 3,18 Millionen weniger als geplant und 69 Prozent weniger als im Vor-Corona-Jahr 2019. Im Vergleich zum ersten Coronajahr 2020 stiegen die Passagierzahlen immerhin um 17 Prozent. Der Frachtverkehr sei zwischenzeitlich wieder fast auf Vorkrisenniveau, wie aus der Jahresbilanz hervorgeht: Nur 20 Prozent weniger Luftfracht wurde 2021 umgeschlagen als noch im Jahr 2019.


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Die Zahl der Starts und Landungen erhöhte sich derweil um etwa fünf Prozent auf rund 69.500, blieb aber weit hinter den 155.200 Starts und Landungen 2019 zurück. Bei der Vorlage dieser Zahlen ging Eggenschwiler davon aus, dass 2022 bis zu 60 Prozent des Verkehrsaufkommens von 2019 und rund elf Millionen Passagiere erreicht werden können. Die Hoffnung ruhe dabei vor allem auf einer beschleunigten Verkehrserholung ab Ostern: „Wir schauen mit Zuversicht auf die kommenden Monate, denn die lange Durststrecke scheint überwunden“, so Eggenschwiler.

2020 hatte der Airport unter dem Strich ein Minus von etwa 65 Millionen Euro ausgewiesen. Dabei schlugen allerdings rund 47 Millionen Euro Staatshilfe aus einem von Bund und Ländern vereinbarten Corona-Hilfspaket für die wichtigsten deutschen Airports zu Buche – ohne die hätte der Verlust in 2020 etwa 113 Millionen Euro betragen. Für das Jahr 2021 war diese Staatshilfe nicht vorgesehen.

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Die Staatshilfe, die je zur Hälfte von Bund und der Hansestadt Hamburg getragen wurde, sollte sogenannte Vorhaltekosten abdecken, die im Zeitraum März bis Juni 2020 während des ersten Corona-Lockdowns entstanden sind. Damals war der Flugbetrieb an wichtigen Flughäfen trotz heftiger Einbrüche bei den Passagierzahlen auch auf Wunsch der Politik aufrechterhalten worden. (dpa/mp)

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