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Die beiden Angeklagten im Gerichtssaal
  • Foto: dpa | Jonas Walzberg

Freund aus Habgier getötet und beraubt – Höchststrafen verhängt

Drei Männer sollen einem 39-Jährigen heimlich Methadon ins Getränk gemischt und ihn dann bestohlen haben. Das Opfer starb an einer Überdosis. Dafür müssen sie nun lebenslang ins Gefängnis.

In einem Prozess wegen gemeinschaftlichen Mordes und Raubes mit Todesfolge hat das Landgericht Hamburg die drei Angeklagten am Dienstag zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Sie sollen gemeinschaftlich und aus Habgier einem 39-jährigen Mann heimlich Methadon verabreicht haben, um ihn zu berauben.

Dem Opfer wurde Methadon ins Getränk gemischt

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die drei Angeklagten im Alter von 41, 38 und 26 Jahren am Abend des 13. April in der Wohnung eines der Angeklagten gemeinsam mit dem 39-Jährigen zunächst Alkohol getrunken und Kokain konsumiert haben. Ohne sein Wissen sollen sie ihm dann Methadon in das Getränk gemischt haben. Er starb an einer Überdosis.

Methadon ist ein künstlich hergestelltes Opioid, das eingesetzt wird, um Heroin zu ersetzen oder auch, um starke Schmerzen zu behandeln.

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Die Angeklagten – ein Serbe, ein Syrer und ein Deutscher – haben nach der Tat seine Armbanduhr und Bargeld in unbestimmter Höhe gestohlen. Außerdem drangen die Männer in die Wohnung des Toten ein und raubten dort Gegenstände.

Die Staatsanwaltschaft hatte für alle drei Angeklagten eine lebenslange Freiheitsstrafe gefordert. Die Verteidiger plädierten auf Freispruch. (dpa/mp)

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