Die Brücke auf der B5 in Lohbrügge wird ab Montag abgerissen – in beide Richtungen gibt es dann nur noch einen Fahrstreifen.
  • Die Brücke auf der B5 in Lohbrügge wird ab Montag abgerissen – in beide Richtungen gibt es dann nur noch einen Fahrstreifen.
  • Foto: Florian Quandt

Eineinhalb Jahre Sperrung! Diese Brücke muss erneuert werden

Kaum ist die Cremonbrücke in der Altstadt abgerissen, geht es schon der nächsten Brücke in Hamburg an den Kragen: Diesmal handelt es sich um eine Eisenbahnüberführung auf der B5 in Lohbrügge. Diese wird vom Landesbetrieb Straßen, Brücken, Gewässer (LSBG) komplett abgerissen und wieder neu aufgebaut. Dauer der Maßnahme: Eineinhalb Jahre. Das hat ab Montag auch Konsequenzen für Autofahrer.

Wie die Verkehrsbehörde mitteilte, wird es jedoch keine durchgehende Vollsperrung geben, denn ein Fahrstreifen pro Richtung bleibt erhalten. Verschwinden wird die Brücke, die die B5 auf Höhe der Straße Am Langberg über eine Bahnstrecke führt.

Lohbrügge: Alte Brücke unter der B5 wird abgerissen

Das mehr als 60 Jahre alte Bauwerk ist demnach in einem sehr schlechten Zustand. Aufgrund „gravierender Schäden“, zum Beispiel in den Hauptträgern, sei eine Sanierung nicht mehr möglich. „Wenn das noch weiter aufgeschoben wird, kann es sein, dass akut weitere Schäden auftreten und die Brücke ungeplant vollgesperrt werden muss“, sagt Dennis Krämer, Sprecher der Verkehrsbehörde der MOPO.

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Um Stau-Chaos zu vermeiden, habe man laut Krämer den Brückenabriss mit der Sanierung der A25 abgestimmt. Dort musste der „offenporige“ Asphalt auf beiden Richtungen erneuert werden, sodass die beiden Fahrspuren zwischen Hamburg und Geesthacht seit August einspurig waren. „Offenporiger“ Asphalt wird vor allem aus Gründen des Lärmschutzes benötigt.

B5 nach Bergedorf: Einspuriger Verkehr über Brücke

Seit Mitte Oktober sind die Arbeiten dort beendet, sodass die A25 als Ausweichstrecke für die ab Montag einspurige B5 zur Verfügung steht. Auch die K80/A24 ist insbesondere für Autofahrer aus Reinbek, Wentorf und Lohbrügge-Nord als mögliche Umleitung befahrbar.


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Die Brücke wird in einem laut der Verkehrsbehörde „aufwendigem Trennverfahren“ zunächst nur halbseitig abgebrochen. Dazu muss zunächst ein Stahlkorsett unter der Brücke installiert werden, um die Stabilität des verbleibenden Brückenteils zu gewährleisten. Auf diesem Brückenteil wird der Verkehr mit je einer Richtungsspur bis zur Fertigstellung des anderen Brückenteils geführt – dann wird gewechselt.

Zehnmal Vollsperrung für Brückenabriss auf B5

Ganz ohne Vollsperrung geht es aber leider doch nicht: Insgesamt an zehn Wochenenden ist die Brücke überhaupt nicht mehr für den Verkehr passierbar. Die Autos werden dann an der Anschlussstelle Moorfleet von der A1 abgeleitet und auf dem Ring 2 zur Bergedorfer Straße (B5) hingeführt. Die genauen Daten dafür stehen noch nicht fest. Im Frühjahr 2023 sollen die Brückenarbeiten abgeschlossen sein.

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