Hamburgs Crash-Meile: Kurz vor Weihnachten krachte ein 77-Jähriger mit seinem SUV in den Außenbereich eines Café auf der Waitzstraße.
Hamburgs Crash-Meile: Kurz vor Weihnachten krachte ein 77-Jähriger mit seinem SUV in den Außenbereich eines Café auf der Waitzstraße.
  • Hamburgs Crash-Meile: Kurz vor Weihnachten krachte ein 77-Jähriger mit seinem SUV in den Außenbereich eines Café an der Waitzstraße.
  • Foto: Lorian Qorraj/hfr

„Diskriminierend“: Sozialverband lehnt nach Unfallserie Fahrtests für Ältere ab

Kurz vor Weihnachten entfachte ein Unfall eines 77-jährigen Autofahrers auf der Waitzstraße in Groß Flottbek eine altbekannte Debatte: Werden Senior:innen irgendwann zu einem Sicherheitsrisiko am Steuer? Ist ab einem bestimmten Alter eine Überprüfung der Fahrtüchtigkeit notwendig? Der Hamburger Sozialverband hat eine klare Haltung.

Der Verband hat sich gegen pauschale Eignungsprüfungen für ältere Autofahrer ausgesprochen. Ein solcher Test stelle Ältere „unter Generalverdacht der Fahruntüchtigkeit“, sagte der Hamburger Landes-Chef des Sozialverbandes Deutschland, Klaus Wicher, am Mittwoch.

Sozialverband gegen Fahrtests für alte Menschen

Er kritisierte zudem, es sei unethisch, Einzelfälle heranzuziehen, um generelle Sanktionen auszurufen. Die Diskussion um solche Fahrtüchtigkeitstests für Ältere war nach Unfällen mit Senioren in der Hansestadt zuletzt wieder in Gang gekommen.

Das könnte Sie auch interessieren: Unfälle in der Waitzstraße: Bezirkschefin mit drastischer Forderung

Ein Blick in die Statistik für Hamburg zeige, dass der Großteil der Verkehrsunfälle von jüngeren Menschen verursacht werde, so Wicher. „Keiner verlangt von allen Jüngeren einen Test, weil sich einige dieses Alters auf der Wandsbeker Chaussee Autorennen lieferten.“ (dpa/fbo)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp