Dr. Dirk Heinrich im Hamburger Impfzentrum
  • Dr. Dirk Heinrich, ärztlicher Leiter des Hamburger Impfzentrums.
  • Foto: Florian Quandt

Leiter des Hamburger Impfzentrums sauer auf Gesundheitsminister

Aktuelle Inzidenzwerte, Fallzahlen, Corona-Regeln und Lockerungen: In unserem Newsticker halten wir Sie über die aktuelle Corona-Entwicklung in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern.

  • 37 neue Corona-Fälle in Hamburg – Inzidenz 34,4 (Stand Montag)
  • 79 neue Corona-Fälle in Niedersachsen – Inzidenz 17,2 (Stand Montag)
  • Acht neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern – Inzidenz 8,4 (Stand Montag)
  • 115 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein – Inzidenz 24,5 (Stand Montag)
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Schleswig-Holstein meldet 115 Neuinfektionen

21.17 Uhr: Die Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Montag leicht gestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen betrug 24,5. Am Sonntag lag der Wert bei 23,7. Am Montag vergangener Woche hatte die Inzidenz bei 16,5 gelegen. Nach Angaben der Landesmeldestelle wurden landesweit 115 Fälle neu übermittelt. Genau eine Woche zuvor waren es 100.

Es wurde ein neuer Todesfall gemeldet. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2 Gestorbenen liegt damit seit Montag bei 1639. Im Krankenhaus wurden den Angaben zufolge 29 Covid-19-Patienten behandelt, am Sonntag waren es 28. Acht von ihnen lagen auf Intensivstationen (Sonntag: sechs), sechs wurden dort beatmet (Sonntag: vier).

„Ein trauriger Tag“ – Leiter des Hamburger Impfzentrums sauer auf Gesundheitsminister

19.18 Uhr: Der Leiter des Hamburger Impfzentrums in den Messehallen, Dr. Dirk Heinrich, ärgert sich über die Entscheidung der Gesundheitsminister:innen, allen Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren eine Corona-Impfung anzubieten. Heinrich schrieb auf Twitter, dies sei „ein trauriger Tag für die Unabhängigkeit der Wissenschaft“. Die Minister:innen würden damit die Ständige Impfkommission (Stiko) „demontieren“, wodurch die Glaubwürdigkeit der ganzen Impfkampagne leide.

Die Gesundheitsminister:innen der Bundesländer und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatten ihre Entscheidung für ein Impfangebot für Kinder ab 12 getroffen, obwohl die Stiko dies nicht empfohlen hatte. Für Heinrich eine „politische Entscheidung“, schon zuvor hatte er getwittert: „Medizin, Epidemiologie, Virologie und Wissenschaft sind kein ‚Wünsch Dir was’“.

Acht weitere Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

18.41 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Montag acht neue Corona-Fälle gemeldet worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 8,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Am Montag vor einer Woche hatte die Inzidenz bei 5,2 gelegen.

Am höchsten war die Sieben-Tage-Inzidenz demnach im Westen des Landes in Nordwestmecklenburg (14), gefolgt von Ludwigslust-Parchim (11,3) und Schwerin (9,4). Am niedrigsten war der Wert in Vorpommern-Rügen mit 4,5. Für alle Regionen meldete die Landes-Corona-Ampel am Montag weiter Grün für ein kontrolliertes Geschehen. In die Bewertung fließen neben der Inzidenz auch die Krankenhauseinweisungen und die Zahl der Covid-Patienten auf den Intensivstationen ein.

Das Landesamt meldete keinen neuen Todesfall im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Gesamtzahl blieb damit im Nordosten bei 1180. Sieben Menschen werden im Krankenhaus behandelt, einer mehr als am Sonntag. Auf den Intensivstationen liegen den Angaben zufolge aktuell keine Corona-Patienten.

Immer mehr Reisende mit gefälschten Impfpässen unterwegs

18.06 Uhr: Die Sommerferien neigen sich in Hamburg und den meisten Nord-Ländern dem Ende zu – während sie in einigen Länder wie Bayern erst beginnen. So oder so, der Reiseverkehr am Flughafen ist derzeit relativ hoch. Wie die Bundespolizei Nord am Montag auf Twitter veröffentlichte, finden die Beamten bei den Kontrollen zurzeit vermehrt gefälschte Impfausweise am Flughafen Hannover. „Die Inhaber erwartet ein Verfahren wegen Urkundenfälschung/Fälschung von Gesundheitszeugnissen, beziehungsweise dessen Gebrauch“, heißt es in dem Tweet. Die Bundespolizei warnt, dass es sich hierbei nicht um ein Kavaliersdelikt handele.

Die MOPO hat in Hamburg nachgefragt, ob auch am Airport in der Hansestadt bereits gefälschte Aufkleber in den Impfpässen gefunden wurden. Laut Bundespolizeisprecher Marcus Henschel sei das schon vereinzelt vorgekommen, allerdings nicht im Übermaß.

Ministerin: Impfangebot in Schulen unter einer Bedingung

16.40 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) hat für den Fall einer Impfempfehlung für Kinder ab zwölf Jahren Impfangebote in den Schulen angekündigt. „Wenn es eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission gibt, dass ab zwölf geimpft wird, würde das uns in der Schule sehr helfen”, sagte Martin in einem Interview mit dem Fernsehsender Phoenix.

Mecklenburg-Vorpommern würde im Falle einer entsprechenden Empfehlung mobile Impfteams für Kinder ab zwölf Jahren in die Schulen schicken, kündigte sie an. Schon jetzt würden Jugendliche ab 16 Jahren auf freiwilliger Basis und mit Zustimmung der Eltern in den Schulen geimpft.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) rief ungeimpfte Erwachsene im Nachrichtensender Welt auf, sich für Kinder impfen zu lassen. „Der Druck darf nicht bei den Kindern sein”, sagte Schwesig dem Sender. Die Erwachsenen müssten dafür sorgen, dass es für die Kinder gut laufe. Dafür sei der Impfstoff das Hauptinstrument. Das Ziel sei, Kitas und Schulen offenzuhalten. „Dafür ist entscheidend, wie die Erwachsenen helfen.”

In Mecklenburg-Vorpommern hat am Montag das neue Schuljahr begonnen. Neben Schleswig-Holstein begann im Nordosten als erstem Bundesland die Schule nach den Sommerferien wieder.

Gute Nachricht für alle Sauna-Fans

15.36 Uhr: Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg hat die coronabedingte Schließung von Saunen bei einer Inzidenz über 35 gekippt. Es handele sich um keine notwendige Infektionsschutzmaßnahme, begründete der 13. Senat in einem Eilbeschluss am Freitag. Damit bleiben auch Schwimmbäder und Thermen bei einer anhaltenden Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 35 und 50 geöffnet. Die entsprechende Regelung in der kürzlich geänderten niedersächsischen Corona-Verordnung wurde außer Vollzug gesetzt und ist nicht mehr zu beachten. Der Beschluss ist unanfechtbar.

Ein Antragsteller, der in der Region Hannover eine Saunalandschaft betreibt, hatte sich gegen die geänderte Corona-Verordnung gewandt. Die Lüneburger Richter folgten seiner Argumentation und sehen die grundsätzliche Schließung von Saunen bei einer Inzidenz zwischen 35 und 50 nicht als notwendige Schutzmaßnahme an.

Mit einem weiteren Antrag gegen eine Schließung von Saunen bei einer Inzidenz über 50 war der Geschäftsmann erfolglos, weil eine solch hohe Inzidenz in der Region Hannover im Moment nicht absehbar sei. Am Freitag lag der Wert in der Region bei 29,8. Die Richter wollen über einen solchen Antrag erst entscheiden, wenn eine Überschreitung dieser Schwelle droht.

Fünf weitere Corona-Fälle unter Cocktailbar-Besuchern

14.27 Uhr: Im Zusammenhang mit dem Besuch eines coronapositiven Gastes in einer Hamburger Cocktailbar ist das Virus bei fünf weiteren Besuchern festgestellt worden. Allerdings handele es sich dabei um Gäste der „Sands Bar“, die bereits vor dem Reihentest am vergangenen Donnerstag Symptome entwickelt und sich separat hätten testen lassen, sagte eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde am Montag der Deutsche Presse-Agentur. Bei dem Reihentest, an dem am Donnerstag 55 Barbesucher teilgenommen hatten, habe es keinen weiteren positiven Befunde gegeben.

Die Gesundheitsbehörde hatte alle Besucher, die sich am Samstagabend vor einer Woche in der der Bar am Dammtor aufgehalten hatten, zum Test aufgerufen, nachdem ein Gast tags darauf an Covid-19 erkrankt war. Sie war davon ausgegangen, dass am fraglichen Abend bis zu 500 Personen mit dem Infizierten in Kontakt gekommen sein könnten. Zu dem Test, der in der Bar stattfand, hatten sich aber nur 55 Betroffene eingefunden.

Urlauber lassen sich am Strand impfen

13.45 Uhr: Die Impfaktion am Strand von Lubmin hat bereits zu Beginn mehr Andrang gefunden als erwartet. Mehr als 30 Menschen hätte sich allein in den ersten beiden Stunden impfen lassen, sagte der Impfmanager des Landkreises Vorpommern-Greifswald am Montag. Der Lubminer Bürgermeister Axel Vogt sagte am Mittag, die Aktion habe aus seiner Sicht alle Erwartungen übertroffen. „Wir hatten bereis um halb zehn die ersten Impfwilligen, obwohl die Impfungen ja erst um zehn Uhr begonnen haben.” Bei der für Montag und Dienstag geplanten Aktion können sich Menschen in einem Zelt neben der Seebrücke impfen lassen.

„Das Impfpersonal ist noch gar nicht wirklich zu einer Pause gekommen, seit heute früh”, sagte Vogt am Montag. Es seien immer wieder etwa Urlaubsgäste, Einheimische, aber auch Beschäftigte aus der Region gekommen.
Bereits am Freitag hatte der Landkreis beim sogenannten Sommernachtsimpfen Menschen die Möglichkeit gegeben, sich in Greifswald am Abend und in der Nacht mit musikalischer Untermalung impfen zu lassen. Außerdem impft der Landkreis unter anderem diese Woche vor Karls Erlebnis-Dorf in Koserow auf Usedom.

37 Neuinfektionen in Hamburg – Inzidenz sinkt auf 34,4

11.55 Uhr: In Hamburg sind am Montag 37 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 77 weniger als am Sonntag und 62 weniger als am Montag vor einer Woche. Die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen ist dadurch deutlich gesunken und lag bei nun 34,4 (Vortag: 37,6). Vor einer Woche hatte der Wert bei 29,4 gelegen. Das RKI gab die Inzidenz zuletzt mit 32,7 an.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1615 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 31. Juli). Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 79.200 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 76.400 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 30. Juli 44 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 17 Corona-Patienten. 1.176.486 Menschen haben in Hamburg bis Sonntag eine Impfung erhalten, 911.002 auch schon eine Zweitimpfung.

Niedersachsen: Inzidenz steigt auf 17,2 – Salzgitter Spitzenreiter

9.03 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen hat sich im Vergleich zum Vortag von 16,8 auf 17,2 erhöht. Landesweit wurden 79 neue Corona-Infektionen gemeldet, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Montag hervorgeht. Der Inzidenzwert gibt die Zahl der Menschen pro 100.000 Einwohner an, die sich innerhalb einer Woche neu mit dem Coronavirus angesteckt haben. Weitere Todesfälle wurden nicht registriert.

Die bundesweit höchste Sieben-Tage-Inzidenz hatte am Montag Salzgitter mit 68,1. Auch in Lüneburg war der Wert mit 49,4 und Wolfsburg mit 46,6 vergleichsweise hoch. Wenn die Marke von 50 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten ist, gelten unter anderem strengere Kontaktbeschränkungen. Nach Daten des Divi-Intensivregisters vom Sonntag wurden in Niedersachsen 20 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt und 7 von ihnen invasiv beatmet.

Die Zahl der freien Intensivbetten lag bei 339, davon haben 144 eine spezielle Ausstattung zur Behandlung von Corona-Patienten. Divi steht für Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

Hier kann man sich in Hamburg ohne Termin impfen lassen

8.15 Uhr: Seit rund einer Woche können sich Hamburger im Impfzentrum in den Messehallen auch ohne Termin impfen lassen. Allerdings werden hier nur noch bis zum 10. August Erstimpfungen durchgeführt. Daher bieten jetzt auch andere Einrichtungen Impfungen kostenlos und ohne Termin an. Am Montag ist dies im Bürgerhaus Wilhelmsburg ab 8 Uhr möglich. Am Mittwoch im Stiftung Kultur Palast (Billstedt) ebenfalls ab 8 Uhr. Am Donnerstag bieten die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden St. Markus Hoheluft und Hamburg-Hamm die Impfungen ab 8 bzw. 10 Uhr an. Auch im Kinder- und Jugendzentrum der Apostelkirche Harburg kann man sich am Donnerstag um 9 Uhr impfen lassen ebenso wie im Wandsbeker Turn- und Sportverein Concordia ab 10 Uhr. Am Freitag bietet dann das Jenfeld-Haus ab 8 Uhr Impfungen ohne Termin an. Am Samstag übernimmt dies das Bürgerhaus Barmbek. Zwischen 13 und 18 Uhr am Sonntag kann man sich den Piecks im Einkaufszentrum Harburg Arcaden abholen.

Eine Impfung schützt am sichersten vor einer schweren Erkrankung an Corona. Daher: #ÄrmelHoch, Hamburg! Zusätzlich zum…

Posted by Hamburger Senat on Sunday, August 1, 2021

Tschentscher: „Corona-Pandemie hat positive Aspekte“

7 Uhr: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher kann der Corona-Pandemie trotz des Leids und Unglücks für viele Menschen auch Positives abgewinnen. „Die Pandemie hat gezeigt, dass wir als Gemeinwesen zu außergewöhnlichen Leistungen in der Lage sind. Wir haben der Pandemie Stand gehalten“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

„Anders als in anderen Ländern, die eskalierende und nicht mehr kontrollierte Situationen hatten, haben wir das Gesundheitssystem in Deutschland vor einer Überlastung geschützt.“ Alle hätten weiterhin die medizinische Versorgung erhalten, die sie benötigten. „Und wir haben natürlich auch die Erfahrung gemacht, dass die Digitalisierung hilft, Probleme zu lösen und schwierigen Anforderungen standzuhalten, dass zum Beispiel Konferenzen und Besprechungen in der Pandemie nicht ausfallen müssen, sondern digital stattfinden können“, sagte der Regierungschef.

Das seien Entwicklungen, die über kurz oder lang auch auf andere Weise stattgefunden hätten. Die Krise habe sie nun aber beschleunigt. „Insofern gibt es bei all dem Schaden und den schlimmen Folgen, die mit der Pandemie verbunden sind, auch positive Aspekte.“

Das waren die Corona-News am 1. August:

Inzidenz in Schleswig-Holstein leicht gestiegen

20.06 Uhr: Die Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Sonntag leicht gestiegen – und hat nun wieder den Wert vom Freitag erreicht. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen betrug 23,7. Am Samstag war der Wert auf 23,2 gefallen. Am Sonntag vergangener Woche hatte die Inzidenz bei 14,4 gelegen. Nach Angaben der Landesmeldestelle wurden landesweit 40 Fälle neu übermittelt. Genau eine Woche zuvor waren es 34.

Neue Todesfälle wurden nicht gemeldet. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2 Gestorbenen liegt seit Freitag bei 1638. Im Krankenhaus wurden den Angaben zufolge weiterhin 28 Covid-19-Patienten behandelt. 6 von ihnen lagen auf Intensivstationen, 4 wurden dort beatmet. Beide Werte haben sich seit Freitag nicht verändert.

Drei weitere Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

17.23 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen ist am Wochenende in Mecklenburg-Vorpommern um 21 gestiegen – am Samstag kamen 18 neue Nachweise hinzu und am Sonntag drei. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Sonntag bei 8,2 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Am Samstag war im Vergleich zum Freitag ein leichter Rückgang um 0,1 gemeldet worden, der am Sonntag durch einen leichten Anstieg von ebenfalls 0,1 wieder ausgeglichen wurde. Am Sonntag vor einer Woche hatte die Inzidenz bei 5,2 gelegen.

Allein sieben der neuen Fälle vom Samstag wurden aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim gemeldet, wo die Inzidenz dadurch auf 11,3 stieg und am Sonntag auch so blieb. Damit war sie in ganz Westmecklenburg zweistellig und blieb das auch am Sonntag: Im Landkreis Nordwestmecklenburg betrug der Wert 14,0 und in der Landeshauptstadt Schwerin 11,5. Im Rest des Landes ist die Sieben-Tage-Inzidenz einstellig.

Kontrolle der Einreise-Testpflicht: Zunächst keine Verstöße im Norden

14.42 Uhr: Die Bundespolizei hat am Sonntag auch im Norden mit Kontrollen der verschärften Testpflicht für Reiserückkehrer begonnen. Bei den stichprobenartigen Überprüfungen wurden an den Landgrenzen von Polen zu Mecklenburg-Vorpommern und von Dänemark zu Schleswig-Holstein bis zum frühen Nachmittag keine Verstöße registriert, wie eine Sprecherin der Bundespolizeidirektion in Bad Bramstedt der Deutschen Presse-Agentur sagte. Auch in den Häfen gibt es demnach Stichproben-Kontrollen.

Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern starten am Montag als erste in das neue Schuljahr. Die Sorge, dass Reiserückkehrer das Coronavirus in die Schulen einschleppen könnten, ist groß. Deshalb gilt im Unterricht zunächst auch Maskenpflicht.

Seit Sonntag müssen alle Menschen ab zwölf Jahren bei ihrer Einreise nach Deutschland nachweisen können, dass bei ihnen das Übertragungsrisiko verringert ist: mit dem Nachweis einer Impfung, einem Nachweis als Genesener oder einem negativen Testergebnis. Eine solche Vorgabe gab es bisher schon für alle Flugpassagiere. Künftig gilt dies für alle Verkehrsmittel, also auch bei Einreisen per Auto oder Bahn.

114 Neuinfektionen in Hamburg – Inzidenz steigt auf 37,6

11.50 Uhr: In Hamburg sind am Sonntag 114 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 27 mehr als am Samstag und 42 mehr als am Sonntag vor einer Woche. Die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen ist dadurch wieder gestiegen und lag bei nun 37,6 (Vortag: 35,4). Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 26,6 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1615 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 31. Juli). Binnen eines Tages wurde kein weiterer Todesfall erfasst. Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 79.163 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 76.300 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 31. Juli 44 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 17 Corona-Patienten. 1.170.400 Menschen haben in Hamburg bis Donnerstag eine Impfung erhalten, 894.888 auch schon eine Zweitimpfung. Aktuellere Daten liegen noch nicht vor.

Inzidenz in Niedersachsen wieder gestiegen

10.15 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen hat sich im Vergleich zum Vortag von 15,8 auf 16,8 erhöht. Landesweit wurden 203 neue Corona-Infektionen gemeldet, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Sonntag hervorgeht. Der Inzidenzwert gibt die Zahl der Menschen pro 100.000 Einwohner an, die sich innerhalb einer Woche neu mit dem Coronavirus angesteckt haben. Weitere Todesfälle wurden nicht registriert. In Bremen stieg die Inzidenz von 21,6 auf 24,2. Im kleinsten Bundesland lag die Zahl der Neuinfektionen bei 32. Todesfälle kamen im Zusammenhang mit dem Virus nicht hinzu. Bundesweit lag die Inzidenz nach RKI-Angaben am Sonntag bei 17,5.

Die höchsten Inzidenzen der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte hatten am Sonntag Salzgitter mit 68,1 und Wolfsburg mit 50,7. Wenn die Marke von 50 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten ist, gelten unter anderem strengere Kontaktbeschränkungen. Nach Daten des Divi-Intensivregisters werden in Niedersachsen derzeit 20 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt und 7 von ihnen invasiv beatmet. Die Zahl der freien Intensivbetten lag bei 339, davon haben 144 eine spezielle Ausstattung zur Behandlung von Corona-Patienten. Divi steht für Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

Scholz: Kostenpflicht für Corona-Tests rechtzeitig ankündigen

8.20 Uhr: Eine mögliche Kostenpflicht für Corona-Tests sollte nach Ansicht von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz frühzeitig angekündigt werden. „Ich bin dafür, dass wir da durchaus großzügig sind, also den Zeitraum rechtzeitig und lange vorher festlegen, aber dass man weiß, das kommt“, sagte der Bundesfinanzminister bei einer Wahlkampfveranstaltung am Samstag in Ueckermünde in Mecklenburg-Vorpommern. Er sprach sich erneut dafür aus, dass der Staat ab einem bestimmten Zeitpunkt die Tests für diejenigen, die sich gegen das Coronavirus impfen lassen können, nicht mehr zahlt. Das gelte nicht etwa für Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können und auch nicht für junge Menschen, für die die Impfung derzeit nicht empfohlen wird. „Aber für alle anderen muss dann irgendwann in ein paar Wochen gelten, dass sie die Tests dann selber bezahlen müssen“, sagte er. Das Bundesgesundheitsministerium hatte am Samstag mitgeteilt, dass es schon länger derartige Überlegungen gebe.

Das waren die Corona-News am 31. Juli:

Schleswig-Holstein meldet 72 neue Fälle

21.37 Uhr: Das Bundesland Schleswig-Holstein hat am Samstag 72 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Am Freitag waren es 148 Fälle. Die Inzidenz fiel von 23,7 auf 23,2. 28 Menschen sind derzeit aufgrund der Erkrankung in einer Klinik, davon sechs auf einer Intensivstation. Die höchste Inzidenz vermeldet der Kreis Pinneberg (39,5), die niedrigste der Kreis Plön (8,5).

Großstadt im Norden hat Inzidenz über 50

20.18 Uhr: Die Stadt Wolfsburg hat bundesweit den zweithöchsten Inzidenzwert. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug am Samstag 52,3. Nur Berchtesgaden zählt mehr Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Dort beträgt der Inzidenzwert 60,4. Wenn die Marke von 50 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten ist, gelten unter anderem strengere Kontaktbeschränkungen. Hauptauslöser für die steigenden Neuinfektionen in der norddeutschen Stadt sollen laut Wolfsburger Gesundheitsdezernentin Monika Müller die Reiserückkehrer sein. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen ist im Vergleich zum Vortag leicht von 16,2 auf 15,8 gesunken. 219 neue Corona-Infektionen wurden gemeldet, wie aus den Daten des Robert Koch-Instituts vom Samstag hervorgeht. Zwei weitere Todesfälle wurden registriert.

18 Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

17.02 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen ist am Samstag in Mecklenburg-Vorpommern um 18 gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz ging leicht um 0,1 auf 8,1 Neuinfektionen je
100.000 Einwohner in sieben Tagen zurück, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Vor einer Woche hatte sie bei 4,9 gelegen.

Allein sieben der neuen Fälle wurden am Samstag aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim gemeldet, wo die Inzidenz dadurch auf 11,3 stieg. Damit ist dieser Wert jetzt in ganz Westmecklenburg zweistellig: Im Landkreis Nordwestmecklenburg betrug er am Samstag 14,0 und in der Landeshauptstadt Schwerin 11,5. Im Rest des Landes ist die Inzidenz einstellig.

Das Landesamt meldete keinen neuen Todesfall im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Gesamtzahl blieb damit im Nordosten bei 1180. Sechs Menschen werden im Krankenhaus behandelt, ebenso viele wie Freitag. Auf den Intensivstationen liegen demnach aktuell keine Corona-Patienten.

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten wuchs auf 44.454, als genesen gelten rund 43.067 Menschen. Vollständig geimpft sind den Angaben zufolge bisher 51,5 Prozent der Bevölkerung. Die erste Impfung haben 59,7 Prozent.

SoVD: Kostenpflichtige Tests für Bedürftige nicht zu stemmen

14.31 Uhr: Der Sozialverband Deutschland (SoVD) kritisiert die vom Hamburger Senat angedachten kostenpflichtigen Corona-Tests scharf. „Wie sollen Menschen mit wenig Einkommen sich das leisten können. Tests, die um die 30 Euro kosten sollen, sind nur was für Leute, die über genügend Einkommen verfügen. So wie bei der Maskenpflicht auch, stehen arme Menschen nicht im Fokus unseres Senats“, meint Klaus Wicher, Hamburger Vorsitzender des Sozialverbands.

Die kostenpflichtigen Tests träfen vor allem Menschen, die ohnehin schon gebeutelt seien. Sollten die Tests in Zukunft bezahlpflichtig seien, müsste die Stadt armen und bedürftigen Menschen unter die Arme greifen, fordert der Sozialverband. Die diskutierten, kostenpflichtigen Corona-Tests seien eine „schwache Leistung“ von Sozialsenatorin Melanie Leonhard.

Statt Druck auf die Menschen auszuüben, sollte man es mit niedrigschwelliger Aufklärung und Impfangeboten in den ärmeren Stadtteilen versuchen. „Impfbusse vor Ort machen meiner Meinung nach dort am meisten Sinn. Dort können mehr Menschen angesprochen und erreicht werden. Dies ist dringend geboten, denn in armen Stadtteilen ist die Ansteckungsgefahr auch besonders groß“, so Wicher.

Hamburgs Inzidenz sinkt leicht – mehr Krankenhaus-Patienten

12.02 Uhr: In Hamburg sind am Samstag 87 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 45 weniger als am Freitag und fünf weniger als am Samstag vor einer Woche. Die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen ist dadurch minimal gesunken und lag nun bei 35,4 (Vortag: 35,7). Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 24,6 gelegen.

Offenbar macht sich der Anstieg der Zahlen auch in den Hamburger Krankenhäusern bemerkbar. Dort sind mit Stand 30. Juli insgesamt 44 Corona-Patienten in Behandlung, drei Tage zuvor waren es nur 36, vor einer Woche 32. Auf den Intensivstationen lagen 17 Corona-Patienten.

Außerdem wurde ein weiterer Todesfall erfasst, insgesamt sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) in Hamburg bislang 1615 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 30. Juli). 1.173.639 Menschen haben in Hamburg bis Samstag eine Impfung erhalten, das entspricht 63,5 Prozent der Bevölkerung. 902.805 Bürger sind doppelt geimpft (48,9 Prozent).

Hamburger Ärztin: „Dritte Impfung schon jetzt vorbereiten”

10.49 Uhr: Das Impfzentrum in den Messehallen schließt am 31. August, dann werden sich Hamburger nur noch bei den Hausärzten impfen lassen können. Auf sie kommt in der Impfkampagne eine noch wichtigere Rolle zu: Denn schon jetzt wird über eine dritte Corona-Impfung eifrig diskutiert. Tausende Menschen in Hamburg wurden Anfang des Jahres geimpft, eine Auffrischung könnte bald anstehen.

„Es wäre wichtig, die Auffrischungsimpfungen schon jetzt vorzubereiten”, sagte die Vorsitzende des Hausärzteverbandes, Dr. Jana Husemann, dem „Abendblatt”. Hierfür sollte Hamburg aber auch eine kleinere, zentrale Impfstelle bereithalten. Husemann sendete außerdem mit Blick auf die steigenden Zahlen ein klares Signal an die Impfskeptiker: „In Zukunft ist es so: Entweder wird man geimpft oder sich mit dem Coronavirus infizieren. Das ist inzwischen Konsens. Diese Entscheidung kann jetzt jeder treffen.”

Außerdem fürchtet Husemann im „Abendblatt” eine Unterversorgung von Hausärzten. Auf dem Papier gebe es zwar viele Hausärzte in Hamburg, häufig seien die Praxen aber von Spezialisten geführt, die keine umfassende hausärztliche Medizin und auch keine Hausbesuche anbieten würden. Da Hausärzte aber aus Husemanns Sicht einen enormen Teil der Pandemie-Bewältigung schultern, sagt sie: „Wir brauchen mehr Hausärztinnen und Hausärzte in Hamburg.“

Homeoffice: Tschentscher appelliert an Hamburger Firmen

8.22 Uhr: Hamburgs Firmen sollten nach Ansicht von Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) ihren Mitarbeitenden auch nach der Corona-Pandemie die Möglichkeit geben, mobil und im Homeoffice zu arbeiten. Sofern die Bedingungen stimmen. „Bei Homeoffice und mobilem Arbeiten müssen wir darauf achten, dass dieses nicht zu Lasten der Beschäftigten geht“, sagte Tschentscher der Deutschen Presse-Agentur. Während der Pandemie gab es eine Homeoffice-Angebotspflicht für Unternehmen, aber keinen Zwang für Angestellte, auch tatsächlich zu Hause zu arbeiten. Schließlich sei das Arbeiten zu Hause bei beengten Wohnverhältnissen und schwierigen familiären Situationen oft nicht möglich.

„Mobiles Arbeiten hat Vorteile, aber die Bedingungen müssen stimmen“, betonte der Regierungschef. Umfragen in großen Unternehmen zeigten, dass die Beschäftigten gerne einige Tage pro Woche im Homeoffice arbeiteten. „Moderne Unternehmen bieten diese Möglichkeit, stellen aber zugleich gute Büroarbeitsplätze, denn auch Präsenzarbeit hat seine Stärken.“ Digitale Kommunikation sei praktisch, persönliche Meetings und klassische analoge Gesprächsrunden hätten aber auch besondere Effekte, die sich positiv auf Motivation, Kreativität und die Zusammenarbeit im Team auswirkten.

Das waren die Corona-News am 30. Juli:

Hausärzteverband-Vorsitzende: „Reiche können sich vom Impfen freikaufen“

20.45 Uhr: Wer sich nicht impfen lässt, soll für die Schnelltests künftig zahlen. Politiker wie Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz sowie der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, möchten dadurch härter gegen Impfverweigerer vorgehen. Der Hausärzteverband Hamburg ist diesbezüglich hingegen etwas skeptisch: „Ich sehe es als Problem an, dass man sich, wenn man über genug finanzielle Mittel verfügt, vom Impfen durch weitere Tests ‚freikaufen ‘ kann, während Menschen, die über diese finanziellen Mittel nicht verfügen, diese Möglichkeit nicht haben“, sagte Vorsitzende Dr. Jana Husemann zur MOPO.

„Auf der anderen Seite kann ich es auch verstehen, dass man es in Frage stellen kann, ob die Allgemeinheit weiter für kostenlose Tests aufkommen soll, wenn es zumindest für alle über 16-jährigen die Möglichkeit zur Impfung gibt.“ Für unter 12-jährige und unter 16-jährige ohne Risikofaktoren werde es weiterhin zumindest vorerst kostenlose Testmöglichkeiten geben müssen, sagte Husemann.

Sieben-Tage-Inzidenz im Norden steigt auf 23,7

19.44 Uhr: Die Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist weiter gestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen betrug am Freitag 23,7 – nach 21,2 am Donnerstag und 12,7 am Freitag zuvor. Nach Angaben der Landesmeldestelle wurden landesweit 148 Fälle neu übermittelt; also ungefähr doppelt so viele wie genau eine Woche zuvor (77). Zwei weitere Menschen starben an oder mit einer Corona-Infektion. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2 Gestorbenen erhöhte sich damit auf 1638. Binnen einer Woche gab es 9 Todesfälle. Im Krankenhaus wurden den Angaben zufolge nun 38 Covid-19-Patienten behandelt (plus 9). 6 von ihnen lagen auf Intensivstationen (minus 2), 4 wurden dort beatmet. Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hatte Pinneberg (38,6), gefolgt von Kiel (36,1) und Neumünster (36,2). Den niedrigsten Wert hat weiter der Kreis Plön mit 7,8.

Mobile Impfteams in Hamburg: CDU fordert Angebot auch für Schüler ab 12

18.54 Uhr: Der CDU geht die Initiative der Schulbehörde, Hamburgs Berufsschüler:innen durch mobile Impfteams gegen das Coronavirus zu impfen (lesen Sie unseren Ticker-Eintrag um 14.45 Uhr), nicht weit genug. „Auch Hamburgs Schülerinnen und Schüler ab 12 Jahren sollte ein entsprechendes Impfangebot unterbreitet werden“, sagte die Bildungsexpertin der Fraktion, Birgit Stöver. „Viele Hamburger Eltern wünschen sich die Impfung und können dies auch sehr gut eigenverantwortlich entscheiden.“ Es müsse Impfangebote an allen Schulen geben, „um so viel Präsenzunterricht wie möglich im neuen Schuljahr zu gewährleisten.“

Günther: Corona-Bürgertests zügig kostenpflichtig machen

18 Uhr: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat den Bund aufgefordert, Corona-Tests so schnell wie möglich kostenpflichtig zu machen. „Die Bundesregierung sollte schon in der kommenden Woche ein konkretes Datum für die Umstellung auf die Kostenpflichtigkeit der Corona-Tests festlegen“, sagte der CDU-Politiker der „Welt“. Dieses Datum könnte der 20. September sein. „Bis dahin hätte jeder bisher Ungeimpfte noch die Chance, sich vollständig impfen zu lassen.“ Ausnahmen von dieser Kostenpflichtigkeit sollen laut Günther nur für diejenigen gelten, die sich aus medizinischen Gründen oder aufgrund ihres Alters nicht impfen lassen können, sagte Günther der Zeitung. „Für diese Menschen – zum Beispiel Schwangere und Kinder – sollten die Tests kostenlos bleiben.“

Die Kosten für einen Antigen-Schnelltest durch geschultes Personal betragen nach Angaben der Landesregierung in Kiel derzeit, abhängig vom Anbieter, 20 bis 30 Euro. Einen weiteren Lockdown schloss Günther aus. „Dafür gibt es schon wegen der hohen Impfquote, aber auch angesichts der Lage in den Krankenhäusern keinen Grund mehr.“ Geschäfte, Gastronomie, Kindergärten, Schulen oder Fitnessstudios blieben geöffnet. Allerdings erwarte er angesichts der steigenden Infektionszahlen im Herbst verstärkte Testverpflichtungen für Ungeimpfte. „Auch insofern dürfte es also Sinn machen, sich bis dahin noch impfen zu lassen.“

Zwei positive Corona-Fälle in Flensburger Bar

17.30 Uhr: Nach einem Corona-Vorfall in einer Bar in Flensburg haben sich 26 Besucher nach einem Aufruf der Stadt gemeldet. Die Stadt hatte am Mittwochabend alle Besucher vom 21. Juli zu häuslicher Quarantäne aufgefordert. Es gab insgesamt zwei positive Corona-Fälle, wie ein Stadtsprecher am Freitag sagte. Ein weiterer Verdachtsfall habe sich nicht bestätigt. Wie es von der Stadt hieß, habe es an dem Abend ein Übermittlungsproblem gegeben. Ein Sprecher der Betreiber der Luca-App sagte am Freitag, „es hat keine technischen Probleme mit der App gegeben”. Im konkreten Flensburger Fall habe der Betreiber ein Problem mit seinem Schlüssel für die App gehabt.

Meck-Pomm: 23 Neuinfektionen – Inzidenz sinkt

16.53 Uhr: Erstmals seit zehn Tagen ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Mecklenburg-Vorpommern wieder gesunken. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) meldete am Freitag 23 nachgewiesene Neuinfektionen. Das war zwar einer mehr als am Vortag, jedoch sieben weniger als am Freitag der Vorwoche. Die Inzidenz sank somit zum Vortag leicht auf nunmehr 8,2 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Vor einer Woche hatte dieser Wert allerdings noch bei 4,3 gelegen. Das Landesamt meldete einen neuen Todesfall im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Gesamtzahl liegt damit im Nordosten nun bei 1180.

Den stärksten Rückgang an Neuansteckungen verzeichnete Schwerin. In der Landeshauptstadt sank die Sieben-Tage-Inzidenz von 20,9 auf 12,5. Den höchsten Wert verzeichnet nun Nordwestmecklenburg mit 19,1. Alle anderen fünf Landkreise sowie Rostock liegen weiter unter dem Wert von 10, am niedrigsten war die Inzidenz erneut im Landkreis Vorpommern-Rügen mit 4,0. Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten wuchs auf 44.436, als genesen gelten rund 43.060 Menschen. Sechs Covid-19-Patienten werden stationär in Krankenhäusern behandelt, keiner davon auf einer Intensivstation.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts gelten in Mecklenburg-Vorpommern 827.636 Menschen als vollständig geimpft. Das entspricht 51,5 Prozent der Bevölkerung und damit genau dem Bundesdurchschnitt. Bei den Über-60-Jährigen beträgt die Quote 78,6 Prozent. Mindestens eine Impfung haben 59,7 Prozent der Menschen im Land erhalten. Insgesamt wurden im Nordosten bislang 1.746.259 Impfdosen verabreicht.

Landkreis kontaktiert 800 Disco-Besucher nach Corona-Fällen

15.51 Uhr: Nach dem Disco-Besuch von mehreren später positiv auf das Coronavirus getesteten Personen kontaktiert der Landkreis Stade nun rund 800 Disco-Gäste. Das Gesundheitsamt appellierte an die Gäste, die am Freitag vergangener Woche (23. Juli) eine Diskothek in der Gemeinde Heinbockel besucht hatten, auf Symptome zu achten und bei Erkrankungen den Hausarzt aufzusuchen, wie der Kreis am Freitag mitteilte.

Den Angaben zufolge hatte eine Nachverfolgung von Kontakten bei zwei im Landkreis Stade infizierten Personen ergeben, dass diese am Freitag vergangener Woche die Diskothek in der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten besucht hatten. An diesem Freitag wurden zwei weitere Infektionen bei Disco-Gästen bekannt. Laut dem Stader Gesundheitsamt ist aber aufgrund des Krankheitsverlaufes noch keine Ansteckungsgefahr von diesen vier Personen ausgegangen. Geprüft wird noch, ob ein Zusammenhang der Ansteckungen mit zwei weiteren positiv getesteten Personen aus dem Kreis Cuxhaven besteht, die ebenfalls am vergangenen Freitag in der Disco gefeiert hatten.

Hamburger Berufsschüler sollen in Schulen geimpft werden

14.45 Uhr: Ab dem 10. August können sich Hamburgs Berufsschüler:innen durch mobile Impfteams gegen das Coronavirus impfen lassen, wie der Senat am Freitag mitteilte. Geimpft wird dann direkt vor Ort in den beruflichen Schulen – den Anfang macht die Berufliche Schule Eidelstedt. Am Standort Reichbahnstraße 53 findet die mobile Impfaktion am 10. Und 12. August statt.

„Wir wollen die jungen Menschen an unseren Berufsschulen bei ihrem Start ins Berufsleben bestmöglich vor Corona schützen. Mit der Impfung können sie sich selbst und andere schützen und die Ausbreitung von Mutationen verlangsamen“, erklärte Schulsenator Thies Rabe. Die Aktion solle stadtweit auf weitere Berufsschulen ausgeweitet werden, damit möglichst viele der rund 48.000 Berufsschüler:innen davon profitieren könnten.

Für die Erst- und Zweitimpfungen ist der Wirkstoff von Biontech/Pfizer vorgesehen. Alle volljährigen Schüler:innen können das Angebot nutzen, die 16- und 17-Jährigen brauchen eine Einwilligungserklärung ihrer Sorgeberechtigten. „Die Impfstoffe sind seit langem im Einsatz und haben sich außerordentlich bewährt. Sie schützen hervorragend gegen Corona“, appelliert Rabe.

„Wer sich impfen lässt, kann schon jetzt mit vielen handfesten persönlichen Vorteilen rechnen. Langfristig kann sich niemand sicher sein, ob es alternativ zur Impfung auch künftig noch kostenlose Testangebote an jeder Ecke gibt und ob diese Testbescheinigungen noch ausreichen werden. Deshalb: Besser jetzt impfen lassen“, meint der Schulsenator.

KVN fordert Rückgabe-Möglichkeit für Impfstoff aus Arztpraxen

14.18 Uhr: Nach Ansicht der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) sollten auch Arztpraxen ungenutzten Corona-Impfstoff an den Bund zurückgeben können, damit dieser zum Beispiel an Drittländer gespendet werden kann. Nach dpa-Informationen hatte der Bund den Ländern angeboten, übrige Impfstoffdosen aus ihrem direkten Verantwortungsbereich – etwa den zentralen Lagern – zurückzunehmen. Für Arztpraxen ist diese Rückgabe-Möglichkeit bislang nicht vorgesehen.

Die KVN äußerte darüber Unverständnis: „In vielen Praxen lagert noch Impfstoff von Astrazeneca, der hochwirksam und noch gebrauchsfähig ist, aber aufgrund der Debatte um mögliche Nebenwirkungen von vielen Impfwilligen zurückgewiesen wird“, sagte der KVN-Vorstandsvorsitzende Jörg Berling am Freitag. „Der Bund muss einen Weg finden, diesen Impfstoff rasch aus den Praxen in die Verteilzentren zurückzuführen, um ihn dann anderweitig zu verbrauchen.“

Bedenken, dass die pharmazeutische Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der Impfstoffe bei einer Rückgabe aus den Praxen nicht sichergestellt werden könne, wies Berling zurück.
Niedersachsen prüft derzeit, ob und wie viele Dosen aus der direkten Verantwortlichkeit des Landes an den Bund zurückgegeben werden können.

Gericht kippt coronabedingte Schließung von Saunen

13.45 Uhr: Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hat die coronabedingte Schließung von Saunen bei einer Inzidenz über 35 gekippt. Es handele sich um keine notwendige Infektionsschutzmaßnahme, begründete der 13. Senat in einem Eilbeschluss am Freitag seine Entscheidung. Eine Antragstellerin, die in der Region Hannover eine Saunalandschaft betreibt, hatte sich gegen die in dieser Woche geänderte niedersächsische Corona-Verordnung gewandt.

Darin ist auch die Schließung von Thermen und Schwimmbädern bei einer anhaltenden Sieben-Tage-Inzidenz von über 35 vorgesehen. Diese Regelung wurde jetzt außer Vollzug gesetzt und ist nicht mehr zu beachten. Also müssen auch Bäder nicht mehr bei Inzidenzen zwischen 35 und 50 schließen. Der Beschluss ist unanfechtbar.

Bald alle Lehrkräfte in Niedersachsen mindestens einmal geimpft

12.55 Uhr: Rund 95 Prozent der Lehrkräfte in Niedersachsen haben mittlerweile mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das teilte das niedersächsische Kultusministerium am Freitag in Hannover mit. 79 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer sind den Angaben zufolge nun vollständig geimpft. „Wir sind jetzt fast sicher, dass wir bis zum Ende der Ferien und zu Beginn der Schulzeit nahezu alle Lehrkräfte durchgeimpft haben – bis auf diejenigen, die sich vielleicht aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können“ sagte ein Sprecher des Ministeriums.

Insgesamt lag die Impfquote in Niedersachsen nach Angaben des Gesundheitsministeriums am Freitag bei den Erstimpfungen bei 64,4 Prozent, vollständig geimpft waren demnach 51,3 Prozent.

Bei den 12- bis 17 Jährigen stieg der Anteil der Erstgeimpften auf 27,3 Prozent. 8,6 Prozent der Jugendlichen haben den Angaben zufolge den vollen Impfschutz. Für gezielte Impfaktionen an den Schulen gebe es derzeit keine konkreten Pläne, sagte der Sprecher. Man setze auf weiterhin die bestehenden Impfmöglichkeiten.

Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg steigt deutlich an

12 Uhr: In Hamburg hat die Corona-Inzidenz wieder die Marke 35 überschritten. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Freitag mit 35,7 an. Am Vortag lag die Inzidenz bei 31,8. Am Freitag kamen 132 neue Fälle hinzu, am Donnerstag waren es lediglich 89. Vor einer Woche waren es noch 57 bestätigte neue Infektionen und die Inzidenz betrug 21,5.

Der Senat hatte am Dienstag erklärt, dass er trotz der im Vergleich zu anderen Bundesländern hohen Corona-Inzidenz keine Notwendigkeit für weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sehe. Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) betonte, der Hauptgrund für die steigenden Zahlen seien die Reiserückkehrer. Weitere aktuelle Zahlen finden Sie hier.

Corona-Inzidenz in Niedersachsen sinkt

11.10 Uhr: In Niedersachsen sind am Freitag 221 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank im Vergleich zum Vortag leicht von 16,4 auf 16,2, wie aus den Daten des Robert Koch-Instituts hervorgeht. So viele Menschen pro 100.000 Einwohner steckten sich innerhalb einer Woche neu mit dem Coronavirus an. Zudem wurde ein weiterer Todesfall registriert. In Bremen lag die Inzidenz bei 20,4. Im kleinsten Bundesland wurden 25 Neuinfektionen gemeldet.

Die höchste Inzidenz der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte hat weiterhin der Kreis Lüneburg mit 55,4 gefolgt von der Stadt Wolfsburg mit 53,1. Wenn die Marke von 50 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten ist, gelten unter anderem strengere Kontaktbeschränkungen.

Nach Daten des Divi-Intensivregisters werden in Niedersachsen derzeit 18 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt, sieben von ihnen werden invasiv beatmet. Die Zahl der freien Intensivbetten lag bei 292, davon haben 145 eine spezielle Ausstattung zur Behandlung von Corona-Patienten. Divi steht für Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

Geplante Weil-Reise sorgt für Verwunderung

10.14 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat mit einer geplanten Delegationsreise nach Portugal Verwunderung ausgelöst. Der SPD-Politiker wolle am 17. Oktober von Hannover über Frankfurt nach Lissabon fliegen, eingeladen seien auch Vertreter der im Landtag vertretenen Fraktionen, berichtete der Bremer „Weser-Kurier” (Freitag). Allerdings wurde Portugal in der Pandemie kürzlich als Hochinzidenzgebiet eingestuft.
Irritationen gibt es dem Bericht zufolge auch wegen der kurzen Anschlussflüge von und nach Hannover: Umweltfreundliche Züge seien auf solchen Distanzen eine bessere Alternative, hieß es danach in Abgeordnetenkreisen.

Eine Sprecherin der Staatskanzlei sagte dem Blatt, die Reisepläne seien noch nicht endgültig beschlossen: „Das steht natürlich alles noch unter Vorbehalt der jeweiligen Infektionslage.”

Wegen Party-Jugendlichen: Beliebter Ostsee-Ort verhängt Alkoholverbot

8.14 Uhr: Der beliebte Strandort Scharbeutz (Kreis Ostholstein) hat ein Alkoholverbot an öffentlichen Plätzen erlassen. Zwischen 23 Uhr du 6 Uhr darf unter anderem im Strandbereich nicht mehr getrunken werden. Grund für das Verbot sind laut Gemeinde vor allem Jugendliche, die zuletzt nachts an öffentlichen Orten mit vielen Leuten zusammenkamen und sich gemeinsam betranken. Dabei gab es Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften, Drogenkonsum und Randale. So wurden unter anderem Strandkörbe beschädigt, Glasflaschen zertrümmert und in die Gegend gepinkelt. Wer künftig gegen das Alkoholverbot verstößt, muss mit einer Strafe von bis zu 1000 Euro rechnen. Die Verfügung bleibt erst einmal bis zum 15. September in Kraft.

Hamburger Dom startet heute nach Corona-Pause

6.46 Uhr: Nach eineinhalb Jahren Corona-Zwangspause können Hamburger und Touristen ab Freitag wieder Achterbahn, Autoscooter und Karussell auf dem Heiligengeistfeld fahren. Der Hamburger Sommerdom öffnet am Nachmittag (15.00 Uhr) seine Tore für vollständig geimpfte, genesene oder getestete Besucher. Die müssen allerdings schon vorher ein Zeitfenster gebucht haben, denn die Besucherzahl ist begrenzt. Zwischen 7000 und 9500 Besucher mit Maske sind dem Sicherheitskonzept zufolge erlaubt – am Anfang will die Stadt erst einmal mit etwas geringerer Auslastung beginnen. Wer auf den Dom will, sollte also schnell buchen, denn viele Tickets sind dem Domreferatsleiter zufolge schon weg.

184 Schausteller stehen zum Sommerdom mit ihren Buden und Fahrgeschäften auf dem eingezäunten Gelände. Das ist ein Drittel weniger als sonst, um Abstände gewährleisten zu können. Wegen der Pandemie war der Dom vier Mal abgesagt worden.

Hamburg gibt Zehntausende Impfdosen zurück

6.22 Uhr: Vor dem Hintergrund einer nachlassenden Impfnachfrage wird Hamburg rund 60.000 ungenutzte Impfdosen an den Bund zurückgeben. Dabei handele es sich ausschließlich um Impfstoff von Astrazeneca, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich. In einem Schreiben habe der Bund den Ländern die Möglichkeit eröffnet, „Impfstoffdosen, die in der nationalen Impfkampagne nicht mehr zum Einsatz kommen und deren Lagerhaltung eine Weitergabe an Drittstaaten im Rahmen von Spenden zulassen”, an das zentrale Lager des Bundes zurückzugeben. 

Die gelte zunächst nur für die Mittel von Astrazeneca und Johnson & Johnson und auch nur für solche Impfstoffe, die die zentralen Lager der Länder nicht verlassen haben – also nicht zwischenzeitlich an Impfzentren oder Arztpraxen geliefert wurden. „Nur so kann die pharmazeutische Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der COVID-19-Impfstoffe unter Einhaltung der erforderlichen Lagerungs- und Transportbedingungen sichergestellt werden”, heißt es in dem Schreiben.„Hamburg wird von dieser Möglichkeit Gebrauch machen”, sagte Helfrich. Es gehe um einen Lagerbestand von rund 6000 Fläschchen mit rund 60.000 Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca. „Dieser Impfstoff ist noch mindestens drei Monate haltbar.”

Auch beim Vakzin von Johnson & Johnson gebe es einen Lagerbestand. „Hiervon haben wir gegenwärtig etwa 24 000 Dosen vorrätig.” Das Mittel werde aber bei den mobilen Impfaktionen – etwa in Jobcentern – eingesetzt. „Ob und in welchem Umfang Dosen dieses Impfstoffes zurückgegeben werden, richtet sich nach der Inanspruchnahme dieser Angebote.”

Die beiden Nachbarbundesländer Schleswig-Holstein und Niedersachsen prüfen derzeit, ob und wie viele Impfdosen sie zurückgeben.

Das waren die Corona-News für Hamburg und den Norden am 29. Juli:

Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt weiter

21.11 Uhr: Die Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist weiter gestiegen: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen betrug am Donnerstag 21,2 – nach 20,3 am Mittwoch und 11,6 am Donnerstag zuvor. Nach Angaben der Landesmeldestelle wurden landesweit 118 Fälle neu übermittelt. Genau eine Woche zuvor waren es noch 70 Neuinfektionen binnen eines Tages.

Zwei weitere Menschen starben an oder mit einer Corona-Infektion. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2 Gestorbenen erhöhte sich damit auf 1636. Im Krankenhaus wurden den Angaben zufolge 29 Covid-19-Patienten behandelt (plus 1). Acht von ihnen lagen auf Intensivstationen (minus 1), fünf wurden dort beatmet.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hatte weiterhin Kiel (38,1) gefolgt von Flensburg (33,3) und Pinneberg (30,4). Den niedrigsten Wert wies der Kreis Plön mit 6,2 auf.

Gratis-Menü: Hamburger Restaurantkette gibt Geimpften einen aus

17.22 Uhr: Noch bis Ende August können sich alle mit einer Zweitimpfung gegen das Corona-Virus bei der Restaurantkette „Peter Pane“ ein Burger Menü abholen. Unter dem Namen „Im-Menü-Sierung“ läuft die Kampagne seit dem 16. Juli und soll ein Dankeschön für all jene sein, die mit der Impfung die Pandemie aktiv bekämpfen: „Wir möchten durch unseren Beitrag Anerkennung zeigen und uns bei all denjenigen bedanken, die sich bereits haben impfen lassen”, so Geschäftsführer Patrick Junge.

Wer zwischen dem 14. und 16. Tag nach der Zweitimpfung eine Bescheinigung vorlegt, kann sich werktags zwischen 11 und 15 Uhr ein Burger Menü mit Getränk aussuchen. In Hamburg hat die Kette sieben Standorte.

Mecklenburg-Vorpommern meldet 22 Neuinfektionen

17.10 Uhr: Der steigende Trend bei den Corona-Zahlen in Mecklenburg-Vorpommern hat sich am Donnerstag fortgesetzt. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) meldete 22 nachgewiesene Neuinfektionen. Das waren doppelt so viele wie vor einer Woche. Die Inzidenz stieg zum Vortag um 0,8 auf 8,8 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Vor einer Woche hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 3,0 gelegen. Zwei neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion wurden gemeldet. Die Gesamtzahl liegt damit im Nordosten weiterhin bei 1179.

Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin in Schwerin mit 20,9. Auch im Landkreis Nordwestmecklenburg war sie am Donnerstag mit 18,4 zweistellig – einige der neuen Fälle dort resultieren aus einem Ausbruch in einem Kinderferienlager im Landkreis Nordwestmecklenburg vorige Woche. Alle anderen fünf Landkreise sowie Rostock lagen weiter unter dem Wert von 10, am niedrigsten war die Inzidenz erneut im Landkreis Vorpommern-Rügen mit 1,3.

89 Neuinfektionen in Hamburg – Inzidenz sinkt auf 31,8

11.58 Uhr: In Hamburg sind am Donnerstag 89 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 20 weniger als am Mittwoch und 25 weniger als am Donnerstag vor einer Woche. Gute Nachricht: Die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen ist dadurch wieder gesunken und lag bei nun 31,8 (Vortag: 33,1). Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 21,0 gelegen. Das RKI gab die Inzidenz zuletzt mit 28,1 an (Stand: 29. Juli).

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1613 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 28. Juli). Binnen eines Tages wurden vier weitere Todesfälle erfasst. Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 78.830 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 76.200 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 27. Juli 36 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 18 Corona-Patienten. 1.166.137 Menschen haben in Hamburg bis Mittwoch eine Impfung erhalten, 882.893 auch schon eine Zweitimpfung. Aktuellere Daten liegen noch nicht vor.

Hamburger Virologe: „In Urlaubsländern wird viel Schindluder getrieben“

10.35 Uhr: Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit hat dafür plädiert, Reiserückkehrer im Falle einer Testpflicht nach ihrem Urlaub mit einer sogenannten Pooltestung auf das Coronavirus zu kontrollieren. Dabei werden mehrere Abstriche zusammengefasst und geprüft. „Wir kennen die ganzen Nachteile auch der Schnellteste, und sie kosten ja auch nicht unerheblich. Insofern wäre hier sicherlich eine Pooltestung mittels PCR-Verfahren durchaus überlegenswert“, sagte Schmidt-Chanasit dem Radiosender „Bayern 2“.

Eine Testpflicht für Reiserückkehrer sei dabei „nicht prinzipiell schlecht“. Man müsse den Nutzen allerdings genau abwägen und die Details – wo und wie wird getestet – genau klären. Aus Praktikabilitätsgründen sollte eine Testpflicht dann so einfach wie möglich gestaltet sein, auch wenn dadurch einige Reisende benachteiligt würden. Der Test aller sei aber erstmal besser, „als ein sehr kompliziertes Regelwerk, das vielleicht dann wenig Effekt hat“.

Hintergrund sei auch, dass die Qualität der Tests in den Urlaubsländern unterschiedlich sei, so der Tropenmediziner des Bernhard-Nocht-Instituts. „Da wird viel Schindluder getrieben.“ Man könne nicht sicher sein, ob die Tests so gut wie beispielsweise in Deutschland durchführt werden. „Und wir müssen uns dann die Frage stellen: Ist es zum Schluss eh nicht eine Alibimaßnahme, weil damit ist dann sicherlich niemandem geholfen.“

UKE-Experte: Geimpfte und Getestete sind nicht gleichzusetzen

9.15 Uhr: Intensivmediziner rechnen bei einer neuen Corona-Welle mit weniger Patienten auf den Intensivstationen als in der jüngsten Hochphase. „Ich bin mir sicher, dass die Zahlen der Patienten auf
den Intensivstationen und in den Krankenhäusern bei einer vierten Welle nicht so hoch sein werden wie bei der dritten Welle”, sagte Stefan Kluge, UKE-Intensiv-Chef dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. 

Dem Mediziner zufolge sollte die Sieben-Tage-Inzidenz nicht mehr alleiniger Parameter für Corona-Regeln sein. An einem Mix unterschiedlicher Parameter könne sich einschätzen lassen, wie sich die Corona-Lage in Zukunft entwickelt. Dazu gehört auch der R-Wert, der anzeigt wie viele Menschen ein Infizierter ansteckt, und die Zahlen der Krankenhaus- und Intensivaufnahmen. Zudem melde das UKE die Neuzugänge auf den Intensivstationen nun auch mit Alter und Impfstatus an die Gesundheitsbehörde.

Bei der Debatte um mögliche Privilegien für Geimpfte, sagte er dem „Abendblatt“, dass Geimpfte und Getestete nicht gleichzusetzen sind. Für „Privilegien“ hieße das:  „Geimpfte haben ein deutlich geringeres Risiko, das Virus weiterzugeben. Bei Getesteten muss man fragen: Wer hat den Test gemacht mit welcher Technik? Wie alt ist der Test? Das ist deutlich unsicherer. Insofern kann man aus Sicht der Medizin Geimpfte und Getestete nicht gleichsetzen.“

Zugleich warnte er aber auch: „Es ist noch nicht vorbei.” Das Virus sei in seiner Delta-Variante viel ansteckender als noch vor einem Jahr. „Deshalb sollten jetzt auch nicht alle Regeln, wie etwa das Maskentragen in Supermärkten, aufgehoben werden.”

Die Leiterin der Klinischen Epidemiologie am Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Berit Lange, wies auf eine andere Gefahr hin. „Eine zusätzliche Befürchtung ist, dass es zu einem Nachholeffekt anderer Krankheiten kommt”, sagte sie. „Aus Großbritannien und den Niederlanden gibt es dazu Berichte, dass sich besonders mehr kleine Kinder als in anderen Jahren mit dem RSV, dem Respiratorischen Synzytial-Virus, infizieren.” Kämen dazu noch steigende Corona- und Influenza-Infektionen, könne es wieder zu Überlastungen des Gesundheitssystems kommen. Das Respiratorische Synzytial-Virus löst Atemwegserkrankungen vor allem bei Kleinkindern aus

Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen steigt weiter

8.40 Uhr: In der Corona-Pandemie ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen am Donnerstag weiter gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts lag der Wert bei 16,4 – so viele neue Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner wurden in den vergangenen sieben Tagen gemeldet. Am Mittwoch hatte die Inzidenz bei 15,8 gelegen, am Donnerstag vor einer Woche bei 13,9. Landesweit wurden 372 Neuinfektionen registriert, 3 Menschen mit Covid-19 starben. In Bremen lag die Inzidenz bei 20,1. Es wurden 16 Neuinfektionen gemeldet. Die höchste Inzidenz der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte hat weiterhin der Kreis Lüneburg mit 62,5. Den niedrigsten Wert mit 0,0 meldete die Stadt Emden. Nach Daten des Divi-Intensivregisters werden in Niedersachsen derzeit 19 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt, 5 von ihnen werden invasiv beatmet. Die Zahl der freien Intensivbetten lag bei 296, davon haben 146 eine spezielle Ausstattung zur Behandlung von Corona-Patienten. Divi steht für Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

Reihentest nach möglichem Corona-Ausbruch in Hamburger Cocktailbar

7.30 Uhr: Wegen eines möglichen Corona-Ausbruchs in einer Hamburger Cocktailbar führt die Gesundheitsbehörde dort am Donnerstag (ab 11 Uhr) einen Reihentest durch. Besucher der „Sands Bar“ am Dammtor, die sich dort am vergangenem Sonnabend nach 19.30 Uhr aufgehalten haben, sind aufgerufen, sich auf eine mögliche Corona-Infektion testen zu lassen. Ein Gast war im Nachhinein positiv getestet worden und hatte laut Behörde bereits am Folgetag schwere Symptome entwickelt. Inzwischen hätten weitere Besucher Symptome gezeigt. Bis Mittwoch hatten sich den Angaben zufolge 165 Menschen zum Reihentest angemeldet.

Die Behörde hatte unter Berufung auf Besucher der Bar sowie die Auswertung von Bild- und Videoaufnahmen von mangelnden Abständen, Verstößen gegen die Maskenpflicht „und zahlreichen Kontakten unter den tanzenden, feiernden und singenden Gästen“ berichtet. Sie ging von bis zu 500 Anwesenden aus. Der Inhaber der Bar hatte die Darstellung zurückgewiesen.

Das waren die Corona-News am 28. Juli:

So ist die Corona-Lage in Hamburgs Krankenhäusern

21.28 Uhr: Die Corona-Inzidenz in Hamburg steigt seit Tagen an, am Mittwoch wurde sie mit 33,1 angegeben. Da aber viele Menschen in der Stadt geimpft sind, fordern viele Expert:innen, den Blick weg von der Inzidenz und mehr auf die Situation in den Krankenhäusern zu richten. Und auch dort war am Mittwoch ein leichter Anstieg erkennbar.

In Hamburger Krankenhäusern wurden der Gesundheitsbehörde zufolge mit Stand Dienstag 36 Covid-19-Patient:innen behandelt, davon 18 auf Intensivstationen. Das waren jeweils vier mehr als zuletzt am Freitag vermeldet. Die Aktualisierung erfolgt in Hamburg immer mittwochs, freitags und samstags.

Nach Angaben des DIVI-Intensivregisters, das täglich Daten ausweist, waren am Mittwoch vor einer Woche noch zwölf Patient:innen auf den Hamburger Intensivstationen. Die Zahlen sind also leicht ansteigend, aber noch immer auf einem niedrigen Niveau. Zum Vergleich: In der dritten Corona-Welle im April wurden zeitweise 116 Covid-Patient:innen intensivmedizinisch behandelt, Anfang Januar zur Spitze der zweiten Welle waren es sogar 119.

Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt auf über 20

21.06 Uhr: Die Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist über 20 geklettert: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen betrug am Mittwoch 20,3 – nach 18,1 am Dienstag und 10,5 am Mittwoch zuvor. Nach Angaben der Landesmeldestelle wurden landesweit 116 Fälle neu übermittelt. Genau eine Woche zuvor waren es noch 56 Neuinfektionen binnen eines Tages.

Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2 Gestorbenen erhöhte sich nicht. Sie liegt weiter bei 1634. Im Krankenhaus wurden den Angaben zufolge 28 Covid-19-Patienten behandelt. Neun von ihnen lagen auf der Intensivstation, von ihnen wurden fünf beatmet.

Corona-Ausbruch in Bar: Behörde erhebt schwere Vorwürfe

18.10 Uhr: Dass es in der Hamburger Cocktailbar „Sands“ einen Corona-Ausbruch gab, ist immer wahrscheinlicher. Eine infizierte Person war dort am Samstagabend zu Besuch, wurde später positiv getestet. Seitdem entwickelte bereits ein halbes Dutzend weiterer Besucher Symptome.

Nun erhebt die Sozialbehörde schwere Vorwürfe gegen den Bar-Betreiber. Demnach seien die geltenden Corona-Regeln nicht eingehalten worden. „Teilnehmer des Abends berichten ebenso wie Bild- und Videoaufnahmen von im späteren Verlauf nicht mehr eingehaltenen Abständen, Maskenpflichten und zahlreichen Kontakten unter den tanzenden, feiernden und singenden Gästen“, hatte der Sprecher der Behörde, Martin Helfrich, am Dienstag erklärt.

Der Inhaber der Bar weist diese Darstellung angeblich zurück, war für eine weitere Stellungnahme zunächst aber nicht zu erreichen. Welche Konsequenzen das angebliche Fehlverhalten für das „Sands“ haben könnte, ist ebenfalls offen. Eine Reihentestung am Donnerstag soll nun ergeben, wie viele weitere Gäste infiziert sind.

Jeder Zweite in Meck-Pomm vollständig geimpft

17.16 Uhr: Am Mittwoch hat sich der im Wochenvergleich steigende Trend bei den Corona-Zahlen in Mecklenburg-Vorpommern fortgesetzt. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) meldete 24 nachgewiesene Neuinfektionen. Das waren zwar 16 weniger als am Vortag, doch 17 mehr als am Mittwoch der Vorwoche. Die Inzidenz stieg zum Vortag damit um 1,0 auf nunmehr 8,1 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Vor einer Woche hatte dieser Wert noch bei 2,7 gelegen. Neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion wurde nicht gemeldet. Die Gesamtzahl liegt damit im Nordosten weiterhin bei 177.

Als vollständig geimpft gelten in Mecklenburg-Vorpommern 810 128 Menschen und mit 50,4 Prozent erstmals mehr als die Hälfte der Bevölkerung. Bei den Über-60-Jährigen beträgt die Quote 77,8 Prozent. Mindestens eine Impfung haben 59,4 Prozent der Menschen im Land erhalten.

Corona-Ausbruch in Hamburger Bar: Mehrere Besucher melden Symptome

15.13 Uhr: Nach einem Corona-Fall in der Hamburger Cocktailbar „Sands” haben weitere Menschen bereits Symptome entwickelt. Es handele sich um „etwa ein halbes Dutzend Personen”, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, am Mittwoch. Zuvor hatte „NDR 90,3” darüber berichtet.

Am Donnerstag ist in der „Sands Bar” am Dammtor ein Reihentest geplant. Wegen eines möglichen Corona-Ausbruchs sind Hunderte Menschen aufgerufen, sich untersuchen zu lassen. Grund ist ein Besucher vom Samstagabend, der später positiv getestet wurde.

„165 Personen werden morgen angemeldet am Reihentest teilnehmen”, sagte der Sprecher. „Einige Tests werden wegen Eilbedürftigkeit vorab durchgeführt.” Bislang gebe es noch keine weiteren bestätigten Fälle. Die gesammelten Ergebnisse erwartet die Behörde spätestens Anfang kommender Woche.

Wieder kein Windsurf-Weltcup vor Sylt

15.02 Uhr: Der Windsurf-Weltcup vor Sylt fällt wie im Vorjahr wegen der Corona-Pandemie aus. Die nächste Veranstaltung soll nun exakt ein Jahr später, vom 23. September bis zum 3. Oktober 2022, stattfinden. Das teilten der Sylt-Tourismus-Service und Organisator Act Agency am Mittwoch mit.

Wegen der Pandemie beklagen die Veranstalter fehlende Sponsoreneinnahmen, die für ein Defizit im ursprünglich siebenstelligen Budget sorgten. „So traurig diese Entscheidung auch ist, sie musste jetzt fallen, um allen Beteiligten eine Planungssicherheit für die nächsten Monate zu geben”, sagte Peter Douven, Geschäftsführer vom Sylt-Tourismus-Service.

Der Windsurf-Weltcup ist laut Angaben der Veranstalter „eine der bedeutendsten und erfolgreichsten internationalen Wassersport-Events weltweit”. Gewöhnlich nehmen Aktive aus mehr als 20 Ländern teil.

Niedersachsen plant Auffrischungsimpfungen für Senioren

13.49 Uhr: Niedersachsen bereitet sich auf eine dritte Corona-Impfung für ältere Menschen ab Herbst vor. Senioren in Alten- und Pflegeeinrichtungen die zu Jahresbeginn oder im Frühjahr ihre Impfung erhalten hätten, sollten nach Ende des Sommers eine dritte Impfung bekommen, sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens nach einem Bericht der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung”. Die Länder planten für Oktober entsprechende Auffrischungsimpfungen, erklärte die SPD-Politikerin.

In Niedersachsen haben nach Angaben des Gesundheitsministeriums knapp 64 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. 49,1 Prozent sind demnach vollständig gegen das Virus geimpft. Rund 11 Prozent der Bevölkerung sind unter 12 Jahre alt, für sie steht noch kein Impfstoff zur Verfügung.
„Im September machen die Impfzentren dicht, und die mobilen Impfteams werden im Oktober in die Alten- und Pflegeheime gehen”, sagte Behrens. Voraussetzung sei, dass es bis dahin einen zugelassenen Impfstoff für die Auffrischungsdosis gebe. Behrens rechnet damit, dass der Schutz ähnlich einer Grippeimpfung jährlich erneuert werden muss.

Corona-Zahlen in Hamburg: Negativ-Trend geht weiter

11.59 Uhr: In Hamburg ist die Corona-Inzidenz noch einmal deutlich gestiegen. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Mittwoch mit 33,1 an. Am Vortag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 30,6 gelegen, vor einer Woche noch bei 16,9. Am Dienstag kamen 109 neu bestätigte Infektionen hinzu – 22 mehr als am Vortag und 47 mehr als am Mittwoch vor einer Woche.

Laut Robert Koch-Institut (RKI), das die Inzidenz auf anderer Grundlage berechnet, verzeichnet Hamburg mit einer Inzidenz von 27,6 den höchsten Wert unter den Ländern, gefolgt von Berlin (24,8) und dem Saarland (23,2).
Seit Beginn der Pandemie wurden in Hamburg laut Gesundheitsbehörde 78.741 Infektionen mit dem Coronavirus gezählt. Nach Schätzungen des RKI gelten 76.100 Menschen als genesen. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus gestorbenen Menschen in Hamburg stieg laut RKI um 2 auf 1609.

In Hamburger Krankenhäusern wurden der Behörde zufolge mit Stand Dienstag 36 Covid-19-Patienten behandelt, davon 18 auf Intensivstationen. Das waren jeweils vier mehr als zuletzt am Freitag vermeldet.

Nach RKI-Angaben wurden bis einschließlich Dienstag knapp 870.000 Menschen in Hamburg vollständig geimpft. Das entspricht einem Anteil von 47,1 Prozent der Bevölkerung. Eine Erstimpfung haben fast 1.159.000 Hamburger bekommen. Damit sind 62,7 Prozent der Einwohner zumindest teilweise immunisiert. Unter den 16 Bundesländern liegt Hamburg damit bei den Erstimpfungen auf dem 6. und bei den vollständigen Impfungen auf dem vorletzten Platz.

Inzidenz in Niedersachsen steigt leicht

9.43 Uhr: In der Corona-Pandemie ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen am Mittwoch leicht gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts lag der Wert bei 15,8 – so viele neue Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner wurden in den vergangenen sieben Tagen gemeldet. Am Dienstag hatte die Inzidenz bei 15,5 gelegen, vor einer Woche bei 12,7. Landesweit wurden 276 Neuinfektionen registriert, ein Mensch mit Covid-19 starb. In Bremen lag die Inzidenz bei 20,0 – nach 13,9 vor einer Woche. 39 Neuinfektionen wurden gemeldet.

Die mit Abstand höchste Inzidenz im Vergleich der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte hat weiterhin der Kreis Lüneburg mit 73,9. Den niedrigsten Wert mit 0,6 meldete der Landkreis Rotenburg (Wümme).
Nach Daten des Divi-Intensivregisters werden in Niedersachsen derzeit 25 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt, sieben von ihnen werden invasiv beatmet. Die Zahl der freien Intensivbetten lag bei 281, davon haben 150 eine spezielle Ausstattung zur Behandlung von Corona-Patienten.

Diese Altersgruppe infiziert sich in Hamburg am häufigsten mit Corona

8.20 Uhr: Weiterhin gehen in Hamburg die meisten Corona-Fälle auf die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen zurück. Laut Mitteilung der Sozialbehörde werden 162 Fälle der in der Kalenderwoche 29 gemeldeten 561 Corona-Fälle auf diese Altersgruppe zurückgeführt. Dahinter liegen die 30- bis 39-Jährigen mit 114 Fällen, gefolgt von den 40- bis 49-Jährigen mit 69 Fällen. Gleichauf liegen wiederum die 6- bis 14-Jährigen und die 15- bis 19-Jährigen mit jeweils 66 Corona-Fällen. Die 50- bis 59-Jährigen kommen auf 43 Fälle. Deutlich weniger werden es dann bei 0- bis 5-Jährigen (18) und 60- bis 69-Jährigen (14). Bei den über 70-jährigen Menschen infizierten sich lediglich acht Menschen neu.

Positiv-Rate bei Corona-Tests in Hamburg steigt

7.45 Uhr: Die Zahl der positiven PCR-Corona-Tests in Hamburg ist in der vergangenen Woche gestiegen. Die Sozialbehörde meldet eine Positivrate von 2 Prozent, vergangene Woche lag diese noch bei 1,4 Prozent. Werktags werden in Hamburg rund PCR-8600 Tests durchgeführt.

So entwickeln sich die Zahlen der Reiserückkehrer

6.55 Uhr: Laut des Senats steigen die Infektionszahlen in Hamburg vor allem auch wegen der zurückkehrenden Urlauber. Die Sozialbehörde meldet, dass „die absolute Zahl der Fälle, in denen Personen sich die Infektion im Ausland zugezogen haben, erneut deutlich gestiegen ist”. Demnach ist in 108 Fällen ein Infektionsort im Ausland angegeben, 38 von ihnen gehen auf Spanien und 21 auf die Türkei zurück. Weitere Infektionsorte sind unter anderem Dänemark, Frankreich, Griechenland oder auch die Niederlande.

Das waren die News vom 27. Juli

Hamburger Bezirksamtschefin fordert Impfpflicht

20.50 Uhr: Die Diskussion rund die Impflicht wird mittlerweile in ganz Deutschland geführt, doch bislang finden sich wenige Politiker:innen, die sich offensiv auf die Seite einer verpflichtenden Impfung schlagen würden. In Hamburg hat nun die Bezirksamtschefin von Altona, Stefanie von Berg (Grüne), sich deutlich geäußert und eine Impflicht gefordert. „Wir müssen handeln, nicht abwarten! Wir wissen doch alle, dass die vierte Welle kommt. Wir wissen auch, was das vor allem für Ungeimpfte bedeutet, auch für das Gesundheitswesen. Wir wissen, was das für Kinder und Jugendliche bedeutet. Impflicht jetzt“, twitterte sie am Dienstag. Auf die Anmerkung eines Users, man müsse doch nicht gleich eine Impflicht einführen, sondern könnte Geimpften mehr Freiheiten ermöglichen als ungeimpften Menschen, antwortete sie: „Ich verstehe, dass man darüber geteilter Meinung sein kann. Ich würde uns das auch gerne ersparen. Aber ich sehe rein epidemiologisch keinen anderen Weg.“

Delta-Variante in Hamburg weiter auf dem Vormarsch

19.58 Uhr: In Hamburg breitet sich die deutlich ansteckendere Delta-Corona-Variante weiter aus. Die Sozialbehörde meldete für die Mutationsform, die zuerst in Indien festgestellt wurde, nun insgesamt 246, bei denen bei einer Sequenzierung die Delta-Variante nachgewiesen wurde. Das sind 48 mehr als in der Vorwoche. Zudem gibt es 548 Verdachtsfälle. Die Gamma-Variante wurde bislang in neun Fällen nachgewiesen (keine Veränderung zur Vorwoche). Ebenfalls keine Veränderung gab es bei der Beta-Variante (33). Die Sequenzierungen werden im Rahmen einer zufällig ausgewählten Stichprobe sowie bei bestimmten Anhaltspunkten vorgenommen.

Sieben-Tage-Inzidenz im Norden bei 18,1

19.35 Uhr: Die Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt weiter: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen betrug am Dienstag 18,1. Am Montag war noch ein Wert von 16,5 verzeichnet worden. Nach Angaben der Landesmeldestelle wurden landesweit 112 Fälle neu übermittelt. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2 Gestorbenen stieg auf 1634, das sind drei mehr als am Vortag. Im Krankenhaus wurden den Angaben zufolge 25 Covid-19-Patienten behandelt; acht von ihnen lagen auf der Intensivstation, von ihnen wurden fünf beatmet. Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hatte am Dienstag Kiel (29,6) gefolgt von Pinneberg und Lübeck (beide 29,1). Den niedrigsten Wert wies der Kreis Plön mit 3,9 auf.

Wie reagiert Hamburg auf die steigenden Zahlen? 

17.30 Uhr: Trotz bundesweit höchster Inzidenz hat der rot-grüne Senat in Hamburg keine weiteren Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen. Die am Dienstag verabschiedete Verordnung schreibe die bestehende im Wesentlichen fort, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag. „Es gibt im Prinzip keine Veränderung außer minimalen Erleichterungen im Bereich der Pflegeeinrichtungen.“ Die neue Verordnung, die am Mittwoch in Kraft treten soll, gelte für vier Wochen.

Schweitzer betonte jedoch, dass man nicht untätig sei. „Man darf nicht denken, dass Hamburg nichts tut. Wir haben ein intaktes System an Schutzmaßnahmen. Wir haben Masken, Abstandsregeln, Testkonzept und Beschränkungen.“ Anders als andere Bundesländer stünde Hamburg noch auf der Infektionsbremse. Aus der Kontaktnachverfolgung wisse man, dass die Infektionen von außen eingetragen werden würden – dies werden laut Schweitzer auch andere Bundesländer, die später Ferien haben, bald verzeichnen. Einen Ausblick auf die kommenden Wochen und Monate könne man derzeit nicht geben. Wir können noch keinen Ausblick auf den Herbst geben. Wir wissen nicht, wie sich das infektionsgeschehen in zwei, drei, vier, acht Wochen entwickelt.“

Meck-Pomm: 40 Neuinfektionen – Inzidenz steigt auf 7,1

17.13 Uhr: Der Trend wieder steigender Corona-Zahlen setzt sich in Mecklenburg-Vorpommern fort. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) meldete am Dienstag 40 nachgewiesene Neuinfektionen und einen Todesfall. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg im Vergleich zu Montag um 1,9 auf 7,1 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Vor einer Woche lag dieser Wert bei 3,0. Die Gesamtzahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie gab das Lagus mit 1177 an. Am vergangenen Freitag hatte das Amt 30 Neuinfektionen gemeldet, am Samstag 20. Davor waren die Werte eine Zeit lang einstellig gewesen. Auch am Sonntag und Montag waren sie dies, doch werden am Wochenende weniger Tests genommen, ausgewertet und Fälle gemeldet.

Mit 23,0 ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Schwerin derzeit am höchsten. Auch im Landkreis Nordwestmecklenburg war sie am Dienstag zweistellig (10,8). Am niedrigsten ist sie mit 0,9 im Landkreis Vorpommern-Rügen gewesen. Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten beträgt 44.369; als genesen gelten 43.038 Menschen. Fünf Covid-Patienten wurden zuletzt in Krankenhäusern behandelt, einer davon auf der Intensivstation. Als vollständig geimpft gelten in Mecklenburg-Vorpommern 49,9 Prozent der Bevölkerung. Mindestens eine Impfung haben 59,2 Prozent. Bisher wurden insgesamt im Nordosten 1.714.768 Spritzen gegen Corona gesetzt.

Niedersachsen passt Corona-Verordnung an: Aus für Discos ab Inzidenz über 10

16.57 Uhr: Wegen steigender Corona-Infektionszahlen müssen die Diskotheken, Clubs und Shisha-Lokale in Niedersachsen künftig bereits ab einer örtlichen Sieben-Tage-Inzidenz über 10 schließen. Wie die Landesregierung am Dienstag in Hannover mitteilte, tritt eine entsprechende Anpassung der Corona-Verordnung bereits am Mittwoch in Kraft. Für Inzidenzen unter 10 gilt in Diskotheken, Clubs und Shisha-Lokalen die Maskenpflicht künftig auch beim Tanzen, zudem müssen Betreiber ein Hygienekonzept vorlegen und die Besucherzahl auf 50 Prozent der Kapazität begrenzen.

Die Anpassung sieht auch vor, dass die Landkreise und kreisfreien Städte mehr Handlungsspielraum bei der Ausgestaltung der Corona-Regeln bekommen. Sie können in Zukunft per Allgemeinverfügung einzelne Bereiche – etwa Beherbergung, Gastronomie (außer Discos, Clubs und Shisha-Lokale), Einzelhandel, körpernahe Dienstleistung und Sport – von Verschärfungen ausnehmen, wenn die nachweislich nicht zu einem Anstieg des Infektionsgeschehens beigetragen haben.

Hamburg wird nicht „auf dem Marktplatz” impfen

16.02 Uhr: Die Impfkampagne lahmt, das Angebot der terminlosen Impfungen in den Messehallen wird nur wenig angenommen. Was plant Hamburg jetzt noch, um die Impfmüdigkeit zu verdrängen? „Wir werden die mobilen Impfangebote ausweiten“, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag. Dass das Terminlos-Impfen in den Messehallen nur verhalten genutzt wird, nennt er „ausbaufähig“. Wird Hamburg also künftig noch näher an die Menschen herankommen? Wohl eher nicht. „Impfungen auf dem Marktplatz wird es in Hamburg sicherlich nicht geben“, so Schweitzer. Grund dafür sei, dass man Ruhemöglichkeiten direkt nach der Impfung bereitstellen und eine gute ärztliche Aufklärung gewährleisten wolle. Der Senatssprecher zeigte sich zuversichtlich, dass das Impftempo nach den Ferien wieder anziehen wird. „Offenbar sind viele Menschen weggefahren und werden sich wohl nach dem Urlaub impfen lassen“, glaubt er. „Das wird schon.“

Einschränkungen für GeimpfteTschentscher dagegen

14.30 Uhr: Derzeit tobt die Debatte darum, welche Einschränkungen noch für Geimpfte gelten dürfen. Gerade in Hinblick auf die drohende vierte Welle im Herbst, wird die Frage diskutiert und muss bald entschieden werden. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) ist laut seinem Sprecher gegen Einschränkungen für Menschen, die sich für eine Impfung entschieden haben. „Der Erste Bürgermeister vertritt die Auffassung, dass Geimpfte von Beschränkungen ausgenommen werden müssen.“ Dies sei die Hamburger Haltung, die man in die Diskussionen mit Bund und Ländern einbringen werde.

Hamburgs Inzidenz jetzt über 30

12.04 Uhr: Die Corona-Inzidenz in Hamburg steigt weiter: Am Dienstag kletterte der Wert, der die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, auf 30,6. Am Montag betrug die Inzidenz noch 29,4; am Dienstag vor einer Woche nur 16,9. Zuletzt lag der Wert am 26. Mai höher (31,3).

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1607 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 26. Juli). Binnen eines Tages wurde kein weiterer Todesfall erfasst. Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 78.632 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 76.100 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 23. Juli 32 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 14 Corona-Patienten. 1.154.278 Menschen haben in Hamburg bis Dienstag eine Impfung erhalten (62,5 Prozent), 861.859 auch schon eine Zweitimpfung (46,7 Prozent).

Leonhard: Urlaubsreisen sorgen für hohe Corona-Zahlen

11.31 Uhr: Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard sieht die Reiserückkehrer als Grund für hohe Corona-Infektionszahlen in der Stadt. „Hamburg ist als eines der ersten Bundesländer in die Sommerferien gestartet. Wir merken deswegen früher als andere Teile der Bundesrepublik den Effekt von Corona-Infektionen, die im Ausland erfolgt sind und nun durch Rückreisen hierher getragen werden“, sagte die SPD-Politikerin am Dienstag der dpa. Laut RKI ist die Corona-Sieben-Tage-Inzidenz derzeit in keinem anderen Bundesland so hoch wie in Hamburg.

Eine Verschärfung der Corona-Regeln komme derzeit aber nicht in Frage.

Inzidenz in Niedersachsen sinkt leicht

9.28 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Fällen in Niedersachsen ist am Dienstag im Vergleich zum Vortag leicht gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts lag der Wert bei 15,5 – so viele Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner wurden in den vergangenen sieben Tagen gemeldet. Am Montag hatte die Inzidenz bei 15,9 gelegen. Am Wochenende kommt es mitunter zu Meldeverzögerungen. Landesweit wurden am Dienstag im Vergleich zum Vortag 101 neue Infektionen registriert. Vier Menschen mit Covid-19 starben.

Höchste Inzidenz im Norden: Landkreis verschärft Regeln

7.44 Uhr: Der Landkreis Lüneburg hat derzeit den höchsten Corona-Inzidenzwert im Norden – nach Angaben des RKI lag er am Dienstagmorgen bei 59,7 (deutschlandweit Platz zwei hinter Solingen (60,9)). Von heute an gelten in Lüneburg deshalb strengere Regeln: Bei Zusammenkünften drinnen und draußen sind maximal zehn Menschen aus drei Haushalten zulässig. Kinder bis 14 Jahre zählen dabei nicht mit, auch vollständig Geimpfte und Genesene mit entsprechendem Nachweis nicht.

Bis zu zehn Kinder bis 14 Jahre dürfen zusammenkommen. Gastronomische Betriebe bleiben geöffnet, dürfen innen aber nur die halbe Kapazität anbieten und ihre Gäste ausschließlich an Tischen bewirten. Innen ist ein negatives Testergebnis beziehungsweise ein Impf- oder Genesungsnachweis notwendig.

Clubs und Diskotheken sollen wieder geschlossen bleiben, im Kino, Theater, in Zoos, Museen sowie im Sport gelten ebenfalls strengere Regeln, teils Masken- und Testpflicht. Gäste in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und anderen Unterkünften dürfen weiterhin beherbergt werden; aber neben dem Test bei Anreise sind zweimal wöchentlich weitere Tests erforderlich.

Das waren die Corona-News am 26. Juli:

Sieben-Tages-Inzidenz im Norden steigt auf 16,5

20.48 Uhr: Die Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt weiter: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen betrug am Montag 16,5. Am Sonntag war noch ein Wert von 14,4 verzeichnet worden. Nach Angaben der Landesmeldestelle wurden landesweit 100 Fälle neu übermittelt. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2 Gestorbenen stieg auf 1631, das sind zwei mehr als am Vortag. Im Krankenhaus wurden den Angaben zufolge 18 Covid-19-Patienten behandelt; sieben von ihnen lagen auf der Intensivstation, von denen weiterhin drei beatmet wurden. Die höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen hatten am Montag Pinneberg und Lübeck (beide 25,9), gefolgt von Flensburg (25,5) und Kiel (23,9). Den niedrigsten Wert wies der Kreis Plön mit 2,3 auf.

Schleswig-Holstein: Impfpflicht nur als „letztes Mittel“

19.32 Uhr: Die schleswig-holsteinische Landesregierung ist gegen eine generelle Impfpflicht. „Die Impfung bleibt eine persönliche Entscheidung, ebenso wie die Entscheidung, mit den Risiken einer Erkrankung zu leben, wenn ein Impfangebot nicht wahrgenommen wurde“, sagte Gesundheitsstaatssekretär Matthias Badenhop am Montag. Eine Impfpflicht sei als letztes Mittel nur in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen denkbar, wo besondere Verantwortung für die Gesundheit anderer getragen werde – sofern auf anderem Wege kein ausreichender Immunisierungsgrad erreicht werden könne.

„Individuelle Einschränkungen für Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, sind nicht der richtige Weg“, sagte Badenhop. Im Umkehrschluss könne es aber auch keinen Lockdown, also Einschränkungen für alle mehr geben, wenn jeder die Chance gehabt habe, ein Impfangebot wahrzunehmen.

„Wir wollen Menschen mit Argumenten, niedrigschwelligen Impfangeboten wie an Bahnhöfen, Quartiersimpfungen oder anderen viel frequentierten Orten für die Impfung gewinnen“, sagte Badenhop. Dazu werde auch mit Prominenten zusammengearbeitet, die für die Corona-Schutzimpfung werben.

Meck-Pomm: Fünf Neuinfektionen gemeldet – Inzidenz bleibt bei 5,2

18 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Montag fünf weitere Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die Inzidenz blieb wie am Sonntag bei 5,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Vor einer Woche lag dieser Wert bei 3,7. Die Gesamtzahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie gab das Lagus wie am Sonntag mit 1176 an. Mit 22,0 ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Schwerin derzeit am höchsten und mit 0,4 im Landkreis Vorpommern-Rügen am niedrigsten.

In allen Regionen steht die Corona-Ampel auf Grün. Das Ampelsystem betrachtet neben der Inzidenzzahl auch die Belegung der Krankenhaus- und Intensivbetten. Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten beträgt 44.329; als genesen gelten 43.033 Menschen. Fünf Covid-Patienten wurden zuletzt in Krankenhäusern behandelt, einer davon auf der Intensivstation. Als vollständig geimpft gelten in Mecklenburg-Vorpommern 49,6 Prozent der Bevölkerung. Mindestens eine Impfung haben 59,1 Prozent. Bisher wurden insgesamt im Nordosten 1.708.469 Spritzen gegen Corona gesetzt.

Müssen Ungeimpfte für Corona-Tests bald bezahlen?

15.30 Uhr: Die steigenden Corona-Infektionszahlen haben die Debatte um eine Impfpflicht und den Umgang mit Ungeimpften neu aufflammen lassen. Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) sprach sich am Montag auf NDR Info erneut für die Freiwilligkeit bei der Corona-Impfung aus und sagte, dass vorerst Getestete die gleichen Rechte haben sollen wie Geimpfte oder Genesene. „Wir sind ja noch mitten in der Impfkampagne”, so Behrens.

Niedersachsen versuche jetzt noch einmal, gezielt die Gruppe der 20- bis 40-Jährigen anzusprechen und diese von einer freiwilligen Impfung zu überzeugen. Die jüngere Generation könne sich noch gar nicht so lange impfen lassen, bis Ende Juni sei ja noch nach Prioritätsgruppen geimpft worden. „Jetzt muss man erst mal allen die Chance geben zu verstehen, dass man sich überall impfen lassen kann”, sagte die Gesundheitsministerin dem Sender. Corona-Tests seien immer „nur eine Krücke”, eine Momentaufnahme über die aktuelle Viruslast. Im Herbst müsse man deshalb darüber nachdenken, ob die, die sich dann immer noch nicht impfen haben lassen, für ihre Tests bezahlen sollten.

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte sich im ZDF-„Morgenmagazin” ähnlich geäußert: „Wenn alle, die sich Impfen lassen können, das dann trotzdem nicht machen, dann muss man auch vielleicht darüber nachdenken, ob die Testmöglichkeiten dann eben auf deren Kosten gehen und nicht mehr auf Kosten der Allgemeinheit.” Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im niedersächsischen Landtag, Julia Willie Hamburg, sagte am Montag, die Debatte helfe nicht weiter und sorge „eher dafür, dass sich Menschen zurückgesetzt fühlen”. Es gebe immer noch viele, insbesondere Kinder, die noch keinen Zugang zur Impfung haben. „Erst wenn tatsächlich alle die Möglichkeit haben, sich impfen zu lassen, werden sich solche weitergehenden Fragen stellen”, sagte Hamburg.

Inzidenz in Hamburg bei fast 30

11.59 Uhr: Die Corona-Inzidenz in Hamburg ist am Montag auf knapp 30 gestiegen. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfizierten je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mit 29,4 an. Am Vortag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 26,6 gelegen, eine Woche zuvor bei 15,4. Am Montag kamen 99 neu bestätigte Infektionen hinzu – 27 mehr als am Vortag und 52 mehr als am Montag vor einer Woche.

Laut Robert Koch-Institut (RKI), das die Inzidenz auf anderer Grundlage berechnet, belegt Hamburg mit einem Wert von 25 den Negativ-Spitzenplatz unter den Ländern, gefolgt von Berlin (23,8) und dem Saarland (22,4).
Seit Beginn der Pandemie haben sich damit laut Behörde in Hamburg nachweislich 78.545 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Nach Schätzungen des RKI gelten 76.000 davon als genesen. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus gestorbenen Menschen in Hamburg blieb unverändert bei 1607.

In Hamburger Krankenhäusern wurden der Behörde zufolge mit Stand Freitag 32 Covid-19-Patienten behandelt, davon 14 auf Intensivstationen. Laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) wurden am Montagvormittag 18 Corona-Fälle in Hamburg intensivmedizinisch behandelt, davon mussten 14 Menschen beatmet werden.

Nach RKI-Angaben wurden bis einschließlich Sonntag knapp 856.000 Menschen in Hamburg vollständig geimpft. Das entspricht einem Anteil von 46,3 Prozent der Bevölkerung. Eine Erstimpfung haben mehr als 1.151. 000 Hamburger bekommen. Damit sind 62,3 Prozent der Einwohner zumindest teilweise immunisiert. Unter den 16 Bundesländern liegt Hamburg damit bei den Erstimpfungen auf dem 6. und bei den vollständigen Impfungen auf dem vorletzten Platz.

Trotz steigender Inzidenz: Senat plant keine strengeren Regeln

11.18 Uhr: Trotz der laut Robert Koch-Institut bundesweit höchsten Sieben-Tage-Inzidenz will der Hamburger Senat an den bisherigen Corona-Regeln festhalten. Die für Dienstag erwartete neue Verordnung werde bis auf ganz kleine Ausnahmen der noch geltenden entsprechen, sagte Martin Helfrich, Sprecher der Gesundheitsbehörde, am Montag. Im Prinzip werde sie „fast unverändert verlängert“. Sie solle am Mittwoch in Kraft treten und vier Wochen gelten. „Ob es dann weiteren Änderungsbedarf gibt, hängt vom Verlauf des Infektionsgeschehens ab.“

Laut Robert Koch-Institut belegt Hamburg mit einer Inzidenz von 25 neu Infizierten pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche den Negativ-Spitzenplatz unter den Ländern – gefolgt von Berlin (23,8) und dem Saarland (22,4). Die Hamburger Gesundheitsbehörde, die den Wert auf anderer Grundlage berechnet, kam zuletzt am Sonntag auf eine Sieben-Tage-Inzidenz von 26,6.

Helfrich verwies darauf, dass nicht allein die Inzidenz zur Beurteilung des Infektionsgeschehens herangezogen werden könne. Auch die „Hospitalisierungsrate“ spiele eine Rolle, „weshalb die Entwicklung in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen mit hoher Aufmerksamkeit betrachtet wird“. Sollte der Inzidenzwert in Hamburg die 35er-Marke erreichen, wäre der Senat aber laut Infektionsschutzgesetz dazu verpflichtet, besondere Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der Virusausbreitung zu treffen.

Im Impfzentrum wird jetzt ohne Termine geimpft

9.10 Uhr: Jeder in Hamburg, der sich für eine Corona-Schutzimpfung entscheidet, kann von heute an ohne vorherige Terminvereinbarung in das Impfzentrum kommen. Weil das Impfzentrum nur bis Ende August betrieben wird, können Erstimpfungen noch bis zum 10. August angeboten werden. Für ihre Zweitimpfung erhalten Spontanbesucher beim Verlassen des Impfzentrums einen Termin. Verwendet werden die Impfstoffe von Biontech und Moderna. Minderjährige müssen von Erziehungsberechtigten begleitet werden. Diese müssen einer Impfung zustimmen. Das Impfzentrum hat von 8 Uhr bis 20 Uhr geöffnet.

Inzidenz in Niedersachsen leicht gestiegen

8.14 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Fällen in Niedersachsen ist am Montag auf 15,9 gestiegen. So viele Corona-Infektionen pro 100 000 Einwohner wurden in den vergangenen sieben Tagen gemeldet. Am Wochenende lag der Wert bei 15,8.

Die mit Abstand höchste Inzidenz im Vergleich der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte hatte der Kreis Lüneburg mit 63,0. Einen Wert von 0 hatten die Kreise Lüchow-Dannenberg und Wesermarsch. Die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen stieg im Vergleich zu Sonntag um 57. Am Wochenende gibt es mitunter Meldeverzögerungen.

Nach Daten des DIVI-Intensivregisters werden in Niedersachsen derzeit 24 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt, 8 von ihnen werden invasiv beatmet. Die Zahl der freien Intensivbetten lag am Montagmorgen bei 348, davon haben 149 eine spezielle Ausstattung zur Behandlung von Corona-Patienten.

Schleswig-Holstein lockert weiter: So darf jetzt gefeiert werden

7.12 Uhr: Die Schleswig-Holsteiner dürfen sich wieder in großer Runde treffen und auch größere Feiern abhalten. Seit Montag sind im Norden private Treffen von bis 25 Menschen erlaubt. Kinder unter 14 Jahren, Genesene und Geimpfte werden dabei nicht mitgezählt. Das geht aus der neuen Corona-Verordnung hervor, die die Landesregierung in der vergangenen Woche beschlossen hat.

Erleichterungen gibt es auch bei der Testpflicht: Sie gilt beispielsweise nicht mehr beim Besuch von Innenräumen in Restaurants und auch nicht mehr bei Veranstaltungen wie Feiern und Empfängen. Die Begrenzung der Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen wie Feiern und Empfängen ist aufgehoben. Das gilt auch für Veranstaltungen mit Marktcharakter. Dort gelten aber weiter die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sowie eine Quadratmeterbeschränkung (pro Person sieben Quadratmeter begehbare Fläche). Bei Veranstaltungen mit Sitzungscharakter ist weiter eine maximale Auslastung von 50 Prozent erlaubt.

Nur noch einen – höchstens 48 Stunden alten – negativen Corona-Test benötigen Urlauber, die im Hotel übernachten wollen. Ein Folgetest ist nicht mehr nötig. Auf Schiffen muss man draußen keine Maske mehr tragen. Die verbliebenen Testpflichten beim Sport sowie bei Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe sind weggefallen.
Bei Demonstrationen im Freien und Gottesdiensten gibt es keine Begrenzung der Teilnehmerzahl mehr.

Das waren die News vom 25. Juli

Schleswig-Holstein: Inzidenz jetzt über 14

21.34 Uhr: Die Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt weiter: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen betrug am Sonntag 14,4. Am Samstag war noch ein Wert von 13,9 verzeichnet worden. Nach Angaben der Landesmeldestelle wurden landesweit 34 Fälle neu übermittelt.

Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2 Gestorbenen blieb bei 1629. Im Krankenhaus wurden den Angaben zufolge unverändert elf Covid-19-Patienten behandelt; fünf von ihnen lagen auf der Intensivstation, von denen weiterhin drei beatmet wurden – hier blieben die Zahlen ebenfalls konstant.

Die höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen hatte am Sonntag Kiel (23,1), gefolgt von Lübeck (21,2) und dem Kreis Pinneberg (20,6). Den niedrigsten Wert wies weiterhin der Kreis Rendsburg-Eckernförde mit 1,1 auf.

Mecklenburg-Vorpommern: Inzidenz steigt leicht

19.38 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Sonntag fünf weitere Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die Inzidenz stieg im Vergleich zum Vortag um 0,3 auf 5,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Vor einer Woche lag dieser Wert bei 3,4.

Die Gesamtzahl der Todesfälle gab das Lagus wie am Sonnabend mit 1176 an. Mit 19,9 ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Schwerin derzeit am höchsten und mit 0,4 im Landkreis Vorpommern-Rügen am niedrigsten. Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten beträgt 44.324; als genesen gelten 43.029 Menschen. Vier Covid-Patienten wurden zuletzt in Krankenhäusern behandelt, einer davon auf der Intensivstation.

Partys in Hannover: 3000 Menschen in Quarantäne, Polizei schließt Clubs

15.54 Uhr: Am Wochenende hat die Polizei Hannover zwei Diskotheken geschlossen, berichtet die HAZ. Demnach haben die Clubs massiv gegen die Corona-Auflagen verstoßen – das Erfassen von Kontaktdaten habe praktisch gar nicht stattgefunden. „Es wurden die Mindestabstände nicht eingehalten und gegen die Maskenpflicht verstoßen. Außerdem wurde der Zugang für Gäste nur unzureichend gesteuert“, sagte Behördensprecherin Janique Bohrmann der HAZ.

Die Beamten hatten zusammen mit der Stadt Hannover am Samstag Kontrollen durchgeführt. Zwei Discos wurde der Betrieb untersagt, eine kam mit einer Abmahnung davon. Alle drei müssen allerdings mit Anzeigen rechnen. In der Region Hannover sind aktuell 3000 Menschen in häuslicher Quarantäne, weil sie sich mit infizierten Personen in Discos, Clubs oder Bars aufgehalten hatten. In einem Fall habe ein Infizierter auf einer Party 25 weitere Menschen angesteckt. Sollte der Corona-Inzidenzwert in der Stadt am Montag weiterhin über 35 liegen, müssen die Clubs allerdings sowieso wieder ihre Pforten schließen.

Weniger Impfwillige: Hamburg bietet jetzt Schutzimpfungen ohne Termin an

13.45 Uhr: Knapp 2000 Menschen haben sich an Samstag bei der Sonderaktion im Impfzentrum ohne Termin impfen lassen. Auch wenn die Nachfrage etwas geringer ausgefallen sei als in der Vorwoche, als sich mehr als 2100 Menschen impfen ließen, sei es eine erfreuliche Resonanz. Jede Impfung zähle. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde könne man aber nicht völlig zufrieden sein. „Denn nach wie vor gibt es mehrere Zehntausend Menschen in Hamburg, die impffähig sind, aber bislang noch keine Impfung erhalten haben“, teilte Sprecher Martin Helfrich am Sonntag mit.

Er machte deutlich, dass die anstehenden Wochen genutzt werden müssten, um die Impfquote deutlich voranzutreiben. „Die Eindrücke aus dem In- und Ausland sind an Klarheit nicht zu überbieten: Wir sehen in Hamburg sehr deutlich einen massiven Rückgang gen null bei den Neuinfektionen in Alterssegmenten mit einer hohen Durchimpfungsrate“, teilte Helfrich weiter mit. So seien in der vergangenen Kalenderwoche bei allen Über-70-Jährigen nur drei Neuinfektionen zu verzeichnen gewesen. „Die Neuinfektionen, und davon vor allem die schwereren Verläufe, spielen sich im Bereich derer ab, die nicht geimpft sind.“

Er appellierte an alle, sich bald gegen Corona impfen zu lassen. „Gerade weil wir jetzt in einer Situation sind, in der jede und jeder über 16-Jährige schnell und unkompliziert eine Corona-Schutzimpfung erhalten kann, sollte also niemand mehr zögern.“

Alle in Hamburg, die sich für eine Corona-Schutzimpfung entschieden, können von Montag an ohne vorherige Terminvereinbarung in das Impfzentrum kommen. Weil das Impfzentrum nur bis Ende August betrieben werde, könnten Erstimpfungen noch bis zum 10. August angeboten werden. Für ihre Zweitimpfung erhalten Spontanbesucher beim Verlassen des Impfzentrums einen Termin. Verwendet werden die Impfstoffe von Biontech und Moderna. Minderjährige müssen von Erziehungsberechtigten begleitet werden. Diese müssen einer Impfung zustimmen. Das Impfzentrum hat von 8 Uhr bis 20 Uhr geöffnet.

72 Neuinfektionen in Hamburg – Inzidenz steigt auf 26,6

12.12 Uhr: In Hamburg sind am Sonntag 72 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 20 weniger als am Samstag aber 39 mehr als am Sonntag vor einer Woche. Die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen ist damit wieder gestiegen und lag bei nun 26,6 (Vortag: 24,6). Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 14,0 gelegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1607 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 24. Juli). Binnen eines Tages wurde kein weiterer Todesfall erfasst. Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 78.446 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 76.000 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 23. Juli 32 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 14 Corona-Patienten.

1.144.004 Menschen haben in Hamburg bis Donnerstag eine Impfung erhalten, 847.216 auch schon eine Zweitimpfung. Aktuellere Daten liegen noch nicht vor. Damit sind 61,9 Prozent der Einwohner zumindest teilweise immunisiert. Unter den 16 Bundesländern liegt Hamburg damit bei den Erstimpfungen auf dem 6. und bei den vollständigen Impfungen auf dem vorletzten Platz.

Zahlen für Niedersachsen: Inzidenz im Kreis Lüneburg steigt weiter

10.30 Uhr: Das Robert Koch-Institut hat am Sonntag 147 Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen gemeldet. Einen Tag zuvor waren es 231. Die Sieben-Tage-Inzidenz blieb wie am Samstag bei einem Wert von 15,8 – so viele Corona-Infektionen pro 100 000 Einwohner wurden in den vergangenen sieben Tagen gemeldet. Für Bremen wurden 16 neue Corona-Fälle gemeldet, die Inzidenz lag bei 16,6. An Sonntagen ist die Zahl der registrierten Neuinfektionen oft niedriger, unter anderem weil es am Wochenende Meldeverzögerungen der Gesundheitsämter gibt.

Spitzenreiter im Vergleich der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte war der Kreis Lüneburg mit einer Inzidenz von 59,2 (Vortag: 51,0), gefolgt von der Region Hannover mit 35,2. Die niedrigsten Werte wurden im Landkreis Lüchow-Dannenberg (0,0) und im Kreis Rotenburg (Wümme) (0,6) gemeldet. Nach Daten des DIVI-Intensivregisters werden in Niedersachsen derzeit 26 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt, acht von ihnen werden invasiv beatmet. Die Zahl der freien Intensivbetten lag bei 315, davon haben 144 eine spezielle Ausstattung zur Behandlung von Corona-Patienten.

Das waren die Corona-News am 24. Juli:

Schleswig-Holstein: 72 neue Corona-Fälle

21.29 Uhr: Die Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt weiter an. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegt am Samstagabend bei 13,9 (Freitag 12,7). Nach Angaben der Landesmeldestelle wurden landesweit insgesamt 72 Fälle neu übermittelt.

Die höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen hatten am Samstag auf Kreisebene Nordfriesland (22,9) sowie Lübeck und Neumünster (21,2), gefolgt von Flensburg (21,1) und Pinneberg (18,0). Die niedrigste Inzidenz hatte Rendsburg-Eckernförde (1,1).

MV: 20 Corona-Neuinfektionen gemeldet – Inzidenz steigt auf 4,9

16 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Samstag 20 weitere Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die Inzidenz stieg im Vergleich zum Vortag um 0,6 auf nunmehr 4,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte (Stand: 15.08 Uhr). Vor einer Woche lag dieser Wert noch bei 3,4. Die Gesamtzahl der Todesfälle gab das Lagus mit 1176 an – das ist einer mehr als am Freitag.

Mit 19,9 ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Schwerin derzeit am höchsten, mit 0,9 weist der Landkreis Vorpommern-Rügen den geringsten Wert auf. Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten beträgt 44.319; als genesen gelten rund 43.000 Menschen. Mit Stand von Freitag werden vier Covid-Patienten derzeit in Krankenhäusern behandelt, einer liegt auf der Intensivstation.

Ebenfalls mit Stand Freitag wurden seit Beginn der Corona-Schutzimpfungen nach Lagus-Angaben 1.697.718 Impfdosen verabreicht. 948 589 Menschen erhielten mindestens eine erste Impfung. 788 669 Menschen oder 49 Prozent gelten als vollständig geimpft.


92 Neuinfektionen in Hamburg – Inzidenz steigt auf 24,6

11.50 Uhr: In Hamburg sind am Samstag 92 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das sind 35 mehr als am Freitag und 59 mehr als am Samstag vor einer Woche. Die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen ist damit wieder deutlich gestiegen und lag bei nun 24,6 (Vortag: 21,5). Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 13,5 gelegen. Das RKI gab die Inzidenz zuletzt mit 18,5 an (Stand: 23. Juli).

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg bislang 1607 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 23. Juli). Binnen eines Tages wurde kein weiterer Todesfall erfasst. Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 78.374 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 76.000 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand 23. Juli 32 Corona-Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 14 Corona-Patienten. 1.144.004 Menschen haben in Hamburg bis Donnerstag eine Impfung erhalten, 847.216 auch schon eine Zweitimpfung.

Inzidenz in Niedersachsen steigt weiter – Kreis Lüneburg bei 51

10.30 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Coronafällen in Niedersachsen ist weiter gestiegen. Am Samstag meldete das Robert Koch-Institut einen Wert von 15,8 – so viele Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner wurden in den vergangenen sieben Tagen gemeldet. Am Freitag hatte die Inzidenz bei 14,9 gelegen. Spitzenreiter im Vergleich der Landkreise und kreisfreien Städte war der Kreis Lüneburg mit einem Inzidenzwert von 51,0. Die niedrigsten Werte wurden im Landkreis Lüchow-Dannenberg (0) und im Kreis Friesland (1,0) gemeldet. Landesweit wurden im Vergleich zu Freitag 231 neue Corona-Fälle registriert. Nach Daten des DIVI-Intensivregisters werden in Niedersachsen derzeit 26 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt, sieben von ihnen werden invasiv beatmet. Die Zahl der freien Intensivbetten lag am Samstagmorgen bei 288, davon haben 139 eine spezielle Ausstattung zur Behandlung von Corona-Patienten.

Ohne Abstand und Maske: In diesen Discos wird heute Abend wild gefeiert

9.37 Uhr: Im Rahmen eines wissenschaftlich begleiteten Modellprojekts sind am Samstag in drei Diskotheken in Schleswig-Holstein wieder Partys ohne Masken und Abstand geplant. Innerhalb von vier Wochen dürfen das „Joy“ in Henstedt-Ulzburg (Kreis Segeberg), das „Horizon“ in Oldenburg in Holstein und das „Bootshaus“ in Flensburg jeweils drei Abende veranstalten. Zwar können Discos im Land seit Ende Juni generell wieder öffnen – aber nur mit Maskenpflicht und für maximal 125 Personen.

Im Rahmen des Modellprojekts sind in drei Läden Geimpfte, Genesene und Getestete zugelassen. Die Besucher müssen sich zudem viermal nachtesten lassen, um mögliche Infektionswege nachzuvollziehen. Die Nachtestpflicht gilt nicht für Geimpfte und Genesene. Die Nachfrage war in allen drei Diskotheken nach Angaben der Geschäftsführer im Vorfeld groß.

Heute: Weitere Impfaktion in den Hamburger Messehallen

8.15 Uhr: Mit einem weiteren Ohne-Termin-Aktionstag sollen Impfwillige am Samstag ins Zentrale Impfzentrum in den Hamburger Messehallen gelockt werden. Zwischen 8 Uhr und 19 Uhr können Interessierte dort ohne vorherige Anmeldung eine Corona-Schutzimpfung erhalten. Mitzubringen sind lediglich ein Pass oder Personalausweis und – soweit vorhanden – ein Impfpass. Am vergangenen Samstag war die Nachfrage beim ersten Aktionstag dieser Art nach Angaben der Gesundheitsbehörde groß. Mehr als 2100 Menschen hätte sich impfen lassen, mehr als erwartet.

Zwar könne es am Samstag wegen des offenen Impfangebots in Stoßzeiten auch zu Wartezeiten kommen, sagte Behördensprecher Martin Helfrich der Deutschen Presse-Agentur. „Damit rechnen wir aber eher nicht. Wir sind gut aufgestellt und halten umfangreiche Kapazitäten bereit, um jedem Ansturm gerecht zu werden.“

Derzeit läuft auch noch eine weitere Aktion speziell für die rund 110.000 Studierenden an den privaten und öffentlichen Hochschulen, die noch bis zum 27. Juli spontan ins Impfzentrum kommen können. Bisher hätten 400 Studenten davon Gebrauch gemacht, sagte er. Das bereits seit dem 14. Juli laufende terminlose Impfangebot speziell für Handwerker sei bisher rund 1000 Mal angenommen worden.

Zudem gebe es weiter mobile Impfaktionen in den Stadtteilen, bei denen sich die Hamburgerinnen und Hamburger beispielsweise in Bürgerhäusern oder Kitas ebenfalls ohne Termin impfen lassen können. Mit Terminabsprache können sich auch Jobcenter-Kunden eine Spritze setzen lassen, beispielsweise am 26. und 27. Juni im Jobcenter Billstedt und am 28. Juni im Jobcenter Mitte. Alle Angebote würden zusätzlich zum Regelbetrieb im Impfzentrum laufen, sagte Helfrich.

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