Stau
  • Geduld gefragt: Auf der A1 staute sich der Verkehr am Sonnabend auf einer Länge von 23 Kilometern. (Symbolfoto)
  • Foto: dpa-Bildfunk

Achtung, Staugefahr: A7 in Hamburg noch bis Montag gesperrt

Bei der Bahn streiken noch immer die Lokführer und die A7 ist bis Montag dicht. In und um Hamburg wurden daher für das Wochenende erhebliche Verkehrsbehinderungen erwartet. Aber wie schlimm war es bisher auf den Straßen?

Die Autobahn 7 im Nordwesten Hamburgs ist seit Freitagabend wegen einer Baustelle voll gesperrt. Grund: Zwischen dem Lärmschutztunnel in Stellingen und dem Dreieck Hamburg-Nordwest wird lärmmindernder Asphalt aufgetragen. Der Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Hamburg-Volkspark und dem Dreieck Nordwest soll voraussichtlich am Montagmorgen um fünf Uhr wieder freigegeben werden. Für Autos und Lastwagen bedeutet die Vollsperrung: Umleitungen und Staus. Ab Samstag stockte der Verkehr schon am Morgen. Im Laufe des Tages wurden die Staus länger.

Umleitung: 23 Kilometer Stau auf der A1

Auf der A7, aber auch auf den innerstädtischen Umleitungen zwischen Eidelstedt und Volkspark ging es auf vielen Kilometern manchmal bloß im Schritttempo voran. Auch auf der Ausweichstrecke über die A1 staute sich der Verkehr zwischen Kreuz Ost und Maschen in Richtung Süden auf einer Länge von 23 Kilometer. In der Gegenrichtung gab es laut Polizei zwölf Kilometer Stau.

Am Sonntagvormittag lag die Baustelle auf der A7 im Zeitplan, der Asphalt habe in der Nacht gut auskühlen können und die Markierungsarbeiten seien gestartet, sagte Karina Fischer von der Autobahn GmbH. Der Autobahnabschnitt könne wie geplant montagfrüh um 5 Uhr wieder freigegeben werden.

Sonntag startet ohne Stau

Am Sonntag wirkte sich Sperrung der A7 zunächst noch nicht groß auf den Verkehr aus. „Aktuell ist auf den Straßen noch gar nichts los“, sagte Fischer am Sonntagvormittag. Man müsse jedoch abwarten, wie sich der Verkehr im Laufe des Tages entwickele. Der erste verkaufsoffene Sonntag ohne Corona-Kontaktnachverfolgung könnte ab der Mittagszeit dafür sorgen, dass sich die Straßen füllen, so Fischer. Wer nicht zwingend mit dem Auto fahren müsse, solle daher auf Alternativen ausweichen.

Nachmittags folgte die Entwarnung: „Auch heute am Sonntag ist gut was los, aber es herrscht immer noch nicht das Chaos, das wir alle befürchtet hatten“, sagte Karina Fischer. Etwas Geduld war bei der Anreise dennoch gefragt: Auf der A1 Stillhorn staute es sich Autobahnkreuz Hamburg-Ost und der Anschlussstelle Hamburg-Stillhorn in südlicher Fahrtrichtung am Mittag bis zu 13 Kilometer. In der anderen Richtung gab es zwischenzeitlich etwa 20 Kilometer stockenden Verkehr, sagte ein Polizeisprecher.

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Nicht nur die A7 ist gesperrt, auch die Lokführer der Deutschen Bahn streiken noch. Die Hamburger S-Bahn fährt daher seltener, auch die Reisen im Regional- und Fernverkehr dauern länger. Es gab am Sonntag trotz des Streiks ein erhöhtes Reiseaufkommen, bestätigte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Das sei allerdings nicht unüblich.

Wer sich dennoch in die Bahn traute, durfte wenigstens gratis mit: Für die Busse und Bahnen im HVV mussten am Sonntag keine Fahrkarten gekauft werden. Der HVV löse damit sein Versprechen ein, die Mehrwertsteuersenkung aus dem vergangenen Jahr vollständig an die Kunden weiterzugeben. (ruega)

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