Das Kreuzfahrtschiff „Aida Nova“ liegt seit Tagen im Kreuzfahrtterminal der portugiesischen Hauptstadt Lissabon.
  • Das Kreuzfahrtschiff „Aida Nova“ liegt seit Tagen im Kreuzfahrtterminal der portugiesischen Hauptstadt Lissabon.
  • Foto: Soeren Stache/dpa

Corona auf der „Aida Nova“: Bittere Neuigkeit für knapp 3000 Passagiere

Wegen dutzender Corona-Infektionen bei der Besatzung und der Schwierigkeiten bei der Suche nach Ersatz hängt die „Aida Nova“ seit Tagen in Lissabon fest. Jetzt bricht Veranstalter „Aida Cruises“ die Reise ab. Mehr als 4000 Menschen befinden sich an Bord des Kreuzfahrtschiffs.

Den Jahreswechsel hatten die knapp 3000 Passagiere eigentlich mit einem Besuch des spektakulären Silvester-Feuerwerks über dem Hafen von Funchal auf der Atlantik-Insel Madeira feiern wollen. Zahlreiche Corona-Fälle in der Crew setzten den Plänen allerdings ein Ende. Nun endet die Kreuzfahrt ungeplant in Lissabon.

„Aida Nova“: 52 positive Corona-Fälle in der Crew

Zwar hätten alle Infizierten nur milde Symptome, „aufgrund der aktuellen Situation können wir jedoch die Reise mit Aida Nova nicht wie geplant bis zum 5. Januar 2022 auf die Kanarischen Inseln fortsetzen“, hieß es von „Aida Cruises“ am Sonntag. Zuvor hatte der Veranstalter am Freitag mitgeteilt, dass man die positiven Corona-Fälle bei Routineprüfungen frühzeitig entdeckt und die Betroffenen in Abstimmung mit den Behörden in Lissabon an Land untergebracht habe.


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Der Lissaboner Hafendirektor Diogo Vieira Branco sagte der staatlichen portugiesischen Nachrichtenagentur Lusa, auf der „Aida Nova“ seien 52 der 1353 Crewmitglieder positiv getestet worden. Sie alle seien in Hotels in Lissabon untergebracht worden, wo sie die vorgeschriebene Isolation verbringen sollen. Auf dem Schiff seien 2844 Touristen, unter denen es bisher keinen registrierten positiven Fall gebe, wurde der Hafenkommandant am späten Freitagabend von Lusa zitiert.

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Die portugiesischen Behörden erteilten der „Aida Nova“ daher – ungeachtet der ausgedünnten Besatzung – eine Auslaufgenehmigung. Auch die Kreuzfahrtgäste durften das Schiff den Angaben zufolge ohne Einschränkungen verlassen.

Eine Fortsetzung der Reise zu den kanarischen Inseln gibt es nun nicht. Wie „Aida Cruises“ am Sonntag mitteilte, haben man bereits begonnen, die Heimreise für die Gäste zu organisieren. Sie sollen am Montag per Flugzeug nach Deutschland, Österreich und die Schweiz zurückkehren.

„Aida Nova“ wartet in Lissabon auf Crew-Mitglieder

Das Unternehmen wies darauf hin, dass alle Passagiere ab dem zwölften Lebensjahr und die Besatzung geimpft seien und vor dem Fahrtantritt sowohl ein Antigen- als auch ein PCR-Test durchgeführt werden mussten. (dpa/mp)

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