Muss im Gegensatz zu anderen Vereinen nicht mit Banken telefonieren: 96-Mehrheitsgesellschafter Martin Kind
  • Muss im Gegensatz zu anderen Vereinen nicht mit Banken telefonieren: 96-Mehrheitsgesellschafter Martin Kind
  • Foto: imago images/HJS

Zehn Millionen Euro Verlust: Finanzielle Lage bei Hannover 96 dramatisch

Keine guten Nachrichten für Zweitligist Hannover 96. Finanzchef Frank Baumgarte erklärte in einem Interview mit dem „Sportbuzzer“ am Donnerstag, dass der Verein in der ersten kompletten Saison unter Corona-Bedingungen mit einem Minus im zweistelligen Millionenbereich rechne. 

„Wir haben weniger Erlöse als geplant und werden mit gut zehn Millionen Euro Verlust abschließen. Davon sind sieben Millionen fehlende Ticketeinnahmen“, sagte Baumgarte. 

Neuer TV-Vertrag generiert weniger Medienerlöse

Dass der neue TV-Vertrag der DFL den Vereinen ab der Saison 2021/22 weniger Medienerlöse einbringen wird, kommt für die 96er erschwerend hinzu. „Wir bekommen in dieser Saison gut 23 Millionen Euro und werden in der kommenden Saison heruntergehen auf 15 Millionen. Das heißt, 96 fehlen in der nächsten Saison acht bis neun Millionen Euro“, sagte Mehrheitsgesellschafter Martin Kind.

Martin Kind: Verluste für Hannover 96 nicht existenzbedrohend

Der Geschäftsführer der ausgegliederten Profilfußball-Gesellschaft betonte jedoch, dass die Verluste bei seinem Klub nicht existenzbedrohend seien: „Im Wesentlichen sichern die Gesellschafter die Liquidität durch Darlehen ab, wie schon in der vorigen Saison.“ Man müsse „nicht zu Banken rennen wie andere Vereine“, sagte Kind.

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Für den Fußball insgesamt gelte aber: „Wir und viele andere Klubs auch müssen erst mal lernen, dass man Geld, das man nicht hat, auch nicht ausgeben kann. Diese Denkkultur ist im Fußball nicht besonders ausgeprägt“, sagte der 76-jährige.

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