Hassan al-Thawadi
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  • Hassan al-Thawadi zieht WM-Bilanz.
  • Foto: Sven Hoppe/ dpa

Katars WM-Chef zieht Bilanz: „Leider gab es diese Probleme“

Katars WM-Cheforganisator zieht Bilanz. Er verweist erneut auf Reformen im Land des Gastgebers. Den Umgang mit einigen Fans bedauert der WM-Macher.

WM-Cheforganisator Hassan al-Thawadi bedauert Vorfälle rund um die WM in Katar mit Fans, die durch Regenbögen auf der Kleidung ihre Unterstützung für die queere Gemeinschaft ausgedrückt hatten.

„Leider gab es für einige Fans Probleme“, sagte al-Thawadi dem britischen TV-Sender Sky News am Sonntag.
„Ich denke, dass einige der Sicherheitsleute zu diesem Zeitpunkt eine Entscheidung getroffen haben, um zu sehen, was das Beste ist, ob aus Angst vor möglichen Spannungen im Stadion oder nicht.“ Einige Zuschauer mussten sich von Shirts oder Hüten mit Regenbogen-Aufdruck trennen, um Einlass ins Stadion zu erhalten.

WM-Chef sieht Katar auf dem richtigen Weg

Dennoch zeigte sich der WM-Chef nicht unzufrieden: „Ich denke, es ist wichtig zu betonen, dass wir Wege finden müssen, die Meinungen der anderen zu respektieren und einen Weg zu finden, um voranzukommen. Und genau das hat diese Weltmeisterschaft gezeigt.“


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Rund um die Weltmeisterschaft waren Themen um gestorbene Gastarbeiter, Arbeitsbedingungen und Rechte für Mitglieder der LGBTIQ*-Gemeinschaft Streitpunkte gewesen. Mit einer mehrfarbigen „One Love“-Kapitänsbinde wollten Deutschland, Schweiz, England, Niederlande, Wales, Dänemark und Belgien ein Zeichen für Vielfalt und Menschenrechte setzen. Die FIFA unterband derlei Protestaktionen unter Androhung von Sanktionen.

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Auch die gestorbenen Gastarbeiter waren bereits vor der Weltmeisterschaft Gesprächsthema. „Trotz der besten Absichten war die Situation nicht akzeptabel“, sagte WM-Organisator al-Thawadi. „Die Weltmeisterschaft hat viele dieser Reformen beschleunigt oder zur Beschleunigung dieser Reformen beigetragen.“

Der Unterstützungsfond soll kommen

Mit einem Unterstützungsfonds für Arbeiter wolle man sich um alle Angelegenheiten im Zusammenhang mit unglücklichen Todesfällen kümmern, so Al Thawadi. Dieser Fonds solle auch über die Weltmeisterschaft hinaus bestehen. „Das ist eine Verpflichtung, die die Regierung und das Ministerium eingegangen sind und die über die Weltmeisterschaft hinausgeht.“ (dpa/nswz)

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