Gianni Infantino und Hassan Al Thawadi
Gianni Infantino und Hassan Al Thawadi
  • FIFA-Präsident Gianni Infantino (l.) und Hassan Al Thawadi, Generalsekretär von Katars WM-Organisationsteams
  • Foto: dpa

Katars WM-Boss spricht plötzlich von „400 bis 500” toten Gastarbeitern

Der Generalsekretär des Organisationskomitees, Hassan al-Thawadi, hat in einem Interview von mehreren Hundert toten Gastarbeitern im Zusammenhang mit der WM in Katar gesprochen.

„Die Schätzung ist bei 400, zwischen 400 und 500. Ich habe die exakte Zahl nicht“, sagte al-Thawadi in dem Gespräch mit Piers Morgan für den britischen TV-Sender „Talk TV“. Morgan hatte nach der realistischen Zahl der Gastarbeiter gefragt, die durch ihre Arbeit für die WM insgesamt ums Leben gekommen sind.

WM 2022: Organisationschef al-Thawadi spricht von 400 bis 500 toten Arbeitern

Auf den Stadionbaustellen sind vorherigen offiziellen Angaben zufolge drei Menschen gestorben. Zahlen zu den insgesamt im Zusammenhang mit der WM gestorbenen Gastarbeitern hatte das Organisationskomitee bislang nicht genannt.


MOPO

Was ist in dieser Woche im Volkspark passiert? Jeden Freitag liefert Ihnen die Rautenpost Analysen, Updates und Transfer-Gerüchte – pünktlich zum Wochenende alle aktuellen HSV-News der Woche kurz zusammengefasst und direkt per Mail in Ihrem Postfach. Hier klicken und kostenlos abonnieren.


Ein aufsehenerregender Bericht des britischen „Guardian“ von Anfang 2021 hatte von mehr als 6500 toten Arbeitern aus fünf asiatischen Ländern auf den Baustellen des Emirats in den vergangenen zehn Jahren gesprochen. Diese Zahlen hatte Katar stets zurückgewiesen.

Das könnte Sie auch interessieren: Nach Infantino-Bann: FIFA begnadigt suspendierten Verband

Hassan al-Thawadi verwies in dem Gespräch erneut auf die Reformen, die im Emirat in den letzten Jahren für eine Verbesserung der Bedingungen für Arbeiter auf den WM-Baustellen gesorgt hätten. Der DFB und andere europäische Verbände machen sich für einen Entschädigungsfonds für Gastarbeiter in Katar sowie die Einrichtung eines Gastarbeiter-Zentrums in Doha stark. (kk/dpa)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp