Wenzel Michalski von Human Rights Watch bei einer Pressekonferenz
Wenzel Michalski von Human Rights Watch bei einer Pressekonferenz
  • Wenzel Michalski sieht bei der Menschenrechtslage in Katar trotz der WM keinerlei Verbesserung.
  • Foto: imago/Metodi Popow

„So schlimm wie befürchtet“: Menschenrechtler schlägt Alarm nach Katar-WM

Für Wenzel Michalski, Deutschland-Direktor von Human Rights Watch, hat sich die Menschenrechtslage in Katar durch die Fußball-WM nicht einmal ansatzweise verbessert.

„Die FIFA und die katarische Regierung haben sich nicht einen Zentimeter bewegt. Alle, die gesagt haben, die Ausrichtung in dem Land würde zu etwas Gutem führen und Reformen vorantreiben, haben Unrecht behalten“, sagte Michalski im Interview der „Welt am Sonntag“: „Ein sturer Betonkopf wie die FIFA hat sich mit einem anderen sturen Betonkopf wie Katar zusammengetan, beiden sind die Rechte der Menschen völlig egal.“

Michalski sieht keinen Fortschritt in Katar durch die WM

Michalskis gesellschaftspolitisches Fazit des Turniers lautet daher: „Die WM ist genauso schlimm abgelaufen wie befürchtet.“ Die Mitglieder des Fußball-Weltverbandes FIFA müssten daraus „Konsequenzen ziehen“ und an einer „tief greifenden Veränderung der Organisation arbeiten“.


MOPO

Was ist in dieser Woche im Volkspark passiert? Jeden Freitag liefert Ihnen die Rautenpost Analysen, Updates und Transfer-Gerüchte – pünktlich zum Wochenende alle aktuellen HSV-News der Woche kurz zusammengefasst und direkt per Mail in Ihrem Postfach. Hier klicken und kostenlos abonnieren.


Dabei nahm der Menschenrechtler vor allem die europäischen Verbände in die Pflicht, die seiner Meinung nach darauf hinarbeiten müssten, „das System Infantino zu beenden“. Unter der Leitung des Schweizers sei die FIFA „eine korrupte, auf den Erhalt von Machtmissbrauch ausgerichtete Organisation“.

Das könnte Sie auch interessieren: Bis 2031? Darum kann Gianni Infantino noch sehr lange FIFA-Boss bleiben

Viel Hoffnung auf eine Änderung der Verhältnisse hegt Michalski nicht: „Aber leider gibt es weltweit noch zu viele Mitläufer, die vom Geldtopf der FIFA abhängig sind.“ FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte am Freitag dagegen ein überaus positives WM-Fazit gezogen. (dpa/nswz)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp