Die organisierten Ultras feuern die katarische Nationalmmanschaft an.
  • Die katrsichen Ultras sorgten beim Auftaktspiel über die ganzen 90 Minuten für gute Stimmung - und dabei kommen sie nicht mal aus Katar.
  • Foto: dpa

Kurios: Die Katar-Ultras kommen aus anderen Ländern

Katar ist nicht unbedingt als fußballverückte Nation bekannt. Das wurde spätestens beim Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft am Sonntagabend deutlich. Schon zur Halbzeit lag der Turnier-Gastgeber mit 0:2 gegen Ecuador zurück. Nach dem Seitenwechsel sah man plötzlich viele leere Sitzplätze im Al-Bayt-Stadion. 

In den Fanblöcken der hartgesottenen Fans wurde allerdings bis zum Schluss für Stimmung gesorgt. Selbst in dem der Kataris. Kurios: Damit es überhaupt Lärm dort gibt, wurden Stimmungsmacher organisiert. Eine Initiative Katars mit dem Namen „Die arabische Kurve“. 

Ultras kommen aus unterschiedlichen arabischen Ländern zusammen

Mitglieder sind Ultras und Fans aus unterschiedlichen arabischen Ländern. Sie treffen sich seit einigen Wochen regelmäßig und üben die lautstarke Unterstützung gemeinsam. Das belegt ein Video, das auf Facebook kursiert und rund 80.000 Mal angesehen wurde. 

Trainer der Katar-Fan­gruppierung ist Hussien A. Hammoud. Bei den Stimmungsübungen in einer Halle steht er auf dem Feld, trägt ein weißes T-Shirt mit der Aufschrift Coach. Die Fans auf der Tribüne ahmen seinen Gesängen und Gesten nach. Dementsprechend gut koordiniert traten die Anhänger im katarischen Block in einheitlichen weinroten T-Shirts beim Eröffnungsmatch auf.


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Normalerweise ist Hammoud Vorsänger der „Ultras Supernova“ des libanesischen Vereins Nejmeh. Die Gruppierung nutzt in ihrer Heimat den Platz auf den Tribünen der Fußballstadien nicht nur zur Unterstützung ihrer Mannschaften, sondern auch um auf soziale Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen. Nun sorgen Hammoud und die sogenannte „Arabische Kurve“ für laute, aber friedliche WM-Stimmung für die katarische Nationalmannschaft.

Katar-Vorsänger: „Ein Traum wird wahr“

„Ein Traum wird wahr. Ich stehe auf dem Podest der WM und an meinem Platz, den ich verdiene“, schreibt Hammoud in den sozialen Medien. „Ich kam von einer Laufbahn voller Liebe, von einem Volk, das für Loyalität bekannt ist. Ich komme aus einer beliebten Nachbarschaft. Hand in Hand mit den Katarern bei der Weltmeisterschaft.“

Neben Hammoud sorgt auch Muhammad Jaber, ebenfalls Libanese, für Stimmung. Ein Twitter-User schreibt: „Es war eine sehr gute Entscheidung, dass Katar diese beiden jungen Männer, von denen einer Mitglied der Ultranova ist, ausgewählt hat, um die katarischen Tribünen zu trainieren und bei der WM zu jubeln.“

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Ob die organisierten Vorsinger, die auch am Freitaggegen den Senegal Gas geben sollen, Geld für ihre Darbietungen kassieren, ist nicht bekannt.

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