Schiedsrichterinnen
Schiedsrichterinnen
  • Das Schiri-Trio Stéphanie Frappart (M.), Neuza Ines Back (l.) und Karen Diaz Medina beim letzten deutschen WM-Spiel
  • Foto: imago/Xinhua

Erstes Frauentrio bei einer WM: Schiri-Assistentin wird zum Internet-Hit

Stéphanie Frappart leitete am Donnerstagabend das Spiel, das Deutschlands Debakel besiegeln sollte. Der Abend bot aber nicht nur Dramatik, sondern auch eine Premiere: Den historischen ersten Einsatz einer Schiedsrichterin bei einer Männer-WM.

Stéphanie Frappart drehte sich noch einmal prüfend zu Manuel Neuer um und lief dann lächelnd auf den Rasen. Der Münzwurf zur Seitenwahl, der Anpfiff um Punkt 22 Uhr Ortszeit – die Französin begann ihren historischen Einsatz als erste Schiedsrichterin bei einer Männer-WM unaufgeregt und fokussiert. Sie freute sich ganz offensichtlich auf das Spiel, das noch vor ihr lag und das sie, einmal mehr, Geschichte schreiben ließ.

Schiedsrichterin Stéphanie Frappart: Starke WM-Premiere

Das frühe Tor der deutschen Nationalmannschaft am Donnerstagabend im Entscheidungsspiel in Katar gegen Costa Rica verhalf der 38-Jährigen zunächst zu ruhigen ersten Minuten – dann folgte das Drama.


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Die Französin bekam bei der enorm spannenden Gruppenentscheidung viel zu tun, es ging hin und her. Sie musste diskutieren, ermahnen, beruhigen. Und obwohl das vierte deutsche Tor kurz vor Schluss lange vom Video-Assistenten geprüft wurde und es zwischenzeitlich sogar Kommunikationsprobleme gab, da Frapparts Funkgerät offenbar nicht reagierte, blieb die 38-jährige gelassen. Und so war es auch nicht sie die abgesehen vom turbulenten Spielgeschehen bereits während des Matchs für Schlagzeilen sorgte.

Schiedsrichter-Assistentin Karen Diaz Medina sorgt für Lacher

Stattdessen sorgte ihre Assistentin Karen Diaz Medina vor allem auf Twitter für Lacher. Jedem Heben ihrer Abseitsfahne ließ sie einen äußerst grimmigen Blick folgen, der so manchem Zuschauer ein Lächeln auf das Gesicht zauberte.

Für die deutschen Fans war das aber auch schon der einzige Lichtblick an diesem Abend. Denn trotz ihrer offensichtlichen Konzentration übersah die Mexikanerin bei einer Rettungstat von Costa Ricas Torwart Keylor Navas, dass der Ball bereits deutlich die Torauslinie überquert hatte.

Die dramatische Entwicklung der deutschen Gruppe machte diesen Fehler vergessen, sodass nach dem Abpfiff keiner der Spieler die Leistung des Gespanns in den Fokus rückte. Eine Reaktion, wie sie für einen Schiedsrichter oder eben eine Schiedsrichterin nicht schöner sein kann. (dpa/nswz)

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