Die Kroaten um Superstar Luka Modric (M.) bejubeln den Gewinn der Bronze-Medaille.
Die Kroaten um Superstar Luka Modric (M.) bejubeln den Gewinn der Bronze-Medaille.
  • Die Kroaten um Superstar Luka Modric (M.) bejubeln den Gewinn der Bronze-Medaille.
  • Foto: imago/Bildbyran

Ein Traumtor bringt die Entscheidung! Kroatien schlägt Marokko und ist WM-Dritter

Das Duell begann furios, blieb in der Folge stets spannend und hat am Ende einen verdienten Sieger: Kroatien hat sich am Samstagnachmittag im Spiel um Platz drei mit 2:1 (2:1) gegen Marokko durchgesetzt und sich damit den Bronze-Platz gesichert.

Die von Beginn an druckvollen Kroaten belohnten sich vor 44.137 Zuschauern im Chalifa International Stadium früh für ihre Bemühungen, der Leipziger Josko Gvardiol besorgte nach einer kreativen Freistoßvariante per Kopf die Führung (7.). Doch die Freude war nur von kurzer Dauer: Quasi mit dem ersten Gegenangriff nach Wiederanpfiff holte Marokko einen Freistoß raus. Die Hereingabe von Hakim Ziyech fälscht Kroatiens Lovro Majer per Kopf unglücklich zur Bogenlampe ab, Achraf Dari bedankt sich am Fünfer und nickt zum Ausgleich ein (9.).

Traumtor von Mislav Orsic lässt Kroatien jubeln

In der Folge entwickelte sich ein offenes Spiel mit leichten Vorteilen für Kroatien, doch während die ersatzgeschwächten Marokkaner, bei denen neben Bayern-Star Noussair Mazraoui auch der im bisherigen Turnierverlauf so stark aufspielende Azzedine Ounahi fehlte, in Person von Youssef En-Nesyri zwei gute Möglichkeiten nicht nutzen konnten (29., 37.), verpassten für Kroatien Kramaric (18.) und Modric (24.).

Und so dauerte es bis kurz vor der Pause, bis der nächste Glanzmoment folgte – dieser hatte es dafür aber in sich: Über mehrere Stationen wird Mislav Orsic freigespielt, der mit dem rechten Fuß die ganz feine Klinge auspackt und den Ball von der linken Strafraumkante ins lange Eck streichelt (42.). Keeper Bono war noch dran, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern.


MOPO

Was ist in dieser Woche im Volkspark passiert? Jeden Freitag liefert Ihnen die Rautenpost Analysen, Updates und Transfer-Gerüchte – pünktlich zum Wochenende alle aktuellen HSV-News der Woche kurz zusammengefasst und direkt per Mail in Ihrem Postfach. Hier klicken und kostenlos abonnieren.


Nach dem Pausentee wurden die nun hinten liegenden Marokkaner – zwangsläufig – offensiver, die „Kockasti“ waren defensiv gefordert – und das mit Erfolg. Die Druckphase nach der Halbzeit wurde überstanden, nach gut einer Stunde sorgten zahlreiche Wechsel dafür, dass die Partie ein wenig zerfahrener wurde.

Erst mit Anbruch der Schlussphase nahm die Partie nochmal Fahrt auf – und startete gleich mit der großen Chance für Marokko auf den Ausgleich, doch En-Nesyri scheiterte aus kurzer Distanz am stark reagierenden Keeper Dominik Livakovic (75.). Es sollte, so viel sei vorweggenommen, nicht die letzte Großchance für die Nordafrikaner gewesen sein.

Dritte WM-Medaille für Kroatien – Marokkos beendet Märchen als Vierter

Denn weil es die Kroaten kurz vor Ende der regulären Spielzeit durch Orsic verpassten, den Deckel drauf zu machen (87.), blieb Marokko im Spiel – und hatte quasi mit dem Schlusspfiff die Riesenchance auf den ganz späten Ausgleich. Eine punktgenaue Flanke von Ilias Chair fand die Stirn von – natürlich – En-Nesyri, für den es an diesem Nachmittag aber einfach nicht sein sollte. Sein Kopfball strich haarscharf drüber. Spätestens damit stand fest: Während die Kroaten ihre dritte WM-Medaille nach 1998 und 2018 um den Hals legen dürfen, endet das Weltmeisterschaftsmärchen der Löwen vom Atlas auf Platz vier.

Das könnte Sie auch interessieren: Schiri nicht unparteiisch? Ex-Referee äußert große Bedenken vor WM-Finale

Nach der 0:3-Halbfinalpleite gegen Argentinien seien die ersten Tage „nicht so einfach“ gewesen, „wir wollten unbedingt das Finale spielen“, erklärte Kroatiens Co-Trainer und Ex-HSV-Star Ivica Olic nach dem Spiel bei Magenta TV. „Aber wir haben wieder Kraft gefunden und heute verdient gewonnen. Wir waren ein bisschen frischer als Marokko und hatten permanent den Glauben“, so Olic. Der sonst so ungeliebte dritte Platz – für ganz Kroatien ist er ein besonderer Erfolg. Oder um es mit den Worten von Olic zu formulieren: „Das ist ein geiles Gefühl.”

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp