Diese Aufkleber mit dem modifizierten Logo von Dynamo Dresden sorgten für Aufregung.
  • Diese Aufkleber mit dem modifizierten Logo von Dynamo Dresden sorgten für Aufregung.
  • Foto: Facebook/DynamoDresdenFans

Vor St. Pauli-Partie gegen Dresden: Geschmackloser Aufkleber wird zum Aufreger

Bereits vor und während des Spiels gegen Dynamo Dresden (0:0) wurde ein geschmackloser Aufkleber zum Aufreger rund um das Millerntor. Auf den Rängen sollen Sticker verteilt und aufgeklebt worden sein, die offenbar an die Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg erinnern sollten.

Die Aufkleber zeigten das Dresdner Logo in abgewandelter Form. Statt des „D“ im roten Dreieck war darauf eine Bombe zu sehen, der Schriftzug „Dresden“ stand zudem in Flammen. Ganz offensichtlich sollte damit auf die Bombardierung der Stadt Dresden angespielt werden, die sich am vergangenen Donnerstag zum 75. Mal gejährt hatte. Schätzungen zufolge hatte das Bombardement im Jahr 1945 rund 25.000 Opfer gefordert.

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St. Pauli-Fans halten Banner gegen Dresden hoch

Vor Anpfiff der Partie hielten die St. Pauli-Fans außerdem ein Banner mit der Aufschrift „Sowas kommt von sowas. Gegen den deutschen Opfermythos“ in die Höhe. Das Spruchband sollte eine Kritik an der Art und Weise sein, wie die damaligen Luftangriffe in rechtsextremen Milieus zur Rechtfertigung und Verharmlosung der deutschen Gräueltaten im Zweiten Weltkrieg instrumentalisiert werden.

Ähnliches St. Pauli-Plakat gab es bereits vor drei Jahren

Mit diesem geschmacklosen Plakat sorgten die St. Pauli-Fans am Sonntag für Ärger.

Mit diesem geschmacklosen Plakat sorgten die St. Pauli-Fans 2017 gegen Dynamo Dresden für Ärger.

Foto:

imago/Robert Michael

Bereits 2017 hatte es ein ähnliches Plakat der Kiezkicker-Anhänger gegen Dresden gegeben, damals mit der Aufschrift „Schon eure Großeltern haben für Dresden gebrannt“. Vor drei Jahren hatte sich der FC St. Pauli offiziell für das Verhalten der Anhänger entschuldigt und dabei betont, dass „mit den Worten auf dem Spruchband eine Grenze überschritten worden“ sei. Und dennoch gab es auch in diesem Jahr wieder vergleichbar unnötige Provokationen.

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