• Der Kölner Sebastian Bornauw (l.) hatte im Hinspiel-Duell mit Kiels Benjamin Girth nicht viel Freude
  • Foto: imago images/Norbert Schmidt

Vor 2300 Holstein-Fans: Der 1. FC Köln kämpft in Kiel ums Überleben

Ist das jetzt prophetisch, provokant oder professionell? „Der Ausgang der Relegation wird erst in den letzten 20 Minuten entschieden“, sagt Ole Werner voraus, der Trainer von Holstein Kiel, das nach dem 1:0 beim 1. FC Köln dicht vorm allerersten Bundesliga-Aufstieg steht.

Am Samstag (18 Uhr/DAZN) werden 2334 Fans im Holstein-Stadion sein und dem historischen Ereignis entgegen fiebern. „Jede Unterstützung in akustischer Form hilft uns“, glaubt Werner, dessen Elf wegen der Corona-Zwangspause ihr elftes Spiel in fünf Wochen bestreitet. „Es wird darum gehen, dass wir es 70 Minuten schaffen, uns eine gute Ausgangsposition zu verschaffen“, kalkuliert Werner, „um dann auf gewisse Ergebnisse zu reagieren.“

Relegation: Köln muss in Kiel Rückstand aus dem Hinspiel aufholen

So viel ist klar: Die notorisch angriffsschwachen Kölner müssen treffen, um ihren siebten Abstieg noch zu vermeiden. „Manchmal habe ich das Gefühl, unser Sturm bemüht sich um den Friedensnobelpreis“, flüchtet der langjährige Bundestagsabgeordnete und FC-Fan Wolfgang Bosbach (CDU) in Sarkasmus.

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Weil ein Abstieg des Geißbock-Klubs die Gemüter erhitzen könnte, ist die Polizei mit 200 Beamten vor Ort – in Köln, nicht in Kiel. Hoch im Norden kontrollieren die Ordnungshüter vorm Stadion, ob Fans ohne Karte Glasflaschen oder Feuerwerkskörper mit sich führen – und wollen dafür sorgen, dass mitgereiste Kölner Anhänger sich von den Holstein-Fans fernhalten.

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