• Ernüchterung bei Holstein Kiel, als der direkte Aufstieg verspielt ist
  • Foto: WITTERS

Verkehrte Welt in der Relegation: Köln feiert Karneval, Kiel leckt seine Wunden

Normal müsste ein Großverein wie der 1. FC Köln betrübt seine Wunden lecken, wenn er in der Bundesliga nur 16. geworden ist. Und normal müsste Holstein Kiel aus Platz drei in der Zweiten Liga jede Menge Euphorie für die anstehende Relegation schöpfen. Doch Kiel ist konsterniert und Köln feiert fast schon Karneval – verkehrte Welt vor dem Kampf um den letzten Bundesliga-Platz.

Holstein-Trainer Ole Werner wirkte nach dem 2:3 gegen Darmstadt so zermürbt, als sei schon alles vorbei. „Das ist extrem bitter. Da ist einiges in den Köpfen passiert. Nun geht es darum, uns körperlich und mental zu regenerieren“, sagte er, nachdem seine „Störche“ den direkten Aufstieg doch noch aus dem Schnabel fielen ließen.

Relegation: Zermürbte Kieler versuchen sich aufzurichten 

Seine Devise fürs erste Spiel am Mittwoch (18.30 Uhr/DAZN) in der Domstadt: „Wir müssen Haltung wahren, unsere Haut so teuer wie möglich verkaufen und versuchen, das Unmögliche doch möglich zu machen.“

Köln-Trainer Funkel warnt vor Kieler Jetzt-erst-recht-Stimmung

Köln dagegen war Minuten vor dem Bundesliga-Toresschluss schon abgestiegen, ehe gegen Schalke das 1:0 gelang. „Ich bin überzeugt, dass wir es schaffen“, sagt Trainer Friedhelm Funkel: „Aber wir bereiten uns auch auf eine Kieler Jetzt-erst-recht-Stimmung vor.“

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Die Personalsituation könnte den Kieler Frust noch verstärken. Während bei den Kölnern mit Ellyes Skhiri und Ismail Jakobs zwei Stützen nach Sperren zurückkehren, fallen bei Holstein mit Alexander Mühling und Jonas Meffert zwei Leistungsträger im zentralen Mittelfeld im Hinspiel gesperrt aus. Coach Werner hofft auf ein Wunder, wie im Pokal gegen Bayern München: „Wir waren immer dann am stärksten, wenn keiner mehr einen Pfifferling auf uns gesetzt hat.“

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