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Towers-Profi Wohlfarth-Bottermann auf dem Weg zum Korb
  • Jonas Wohlfarth-Bottermann erzielte zehn Punkte – war aber vor allem defensiv ein ganz wichtiger Faktor.
  • Foto: WITTERS

Towers-Profi verlässt mitten im Spiel die Arena – und sorgt später für den Sieg

Die Veolia Towers Hamburg sind in der Bundesliga plötzlich nicht mehr zu stoppen. Nach einer hochspannenden Schlussphase setzten sich die Türme mit 94:90 (27:22, 16:20, 19:23, 32:25) gegen Bamberg durch, revanchierten sich für das bittere Pokal-Aus vor einem Monat – und holten den vierten BBL-Sieg in Serie. Es brauchte einen späten Kraftakt der Wilhelmsburger und eine absolute Willensleistung – als die Partie eigentlich schon verloren schien.

Es wirkte wie der entscheidende Lauf. Die ausschlaggebende Schwächephase, die Bamberg eiskalt ausnutzte. In den letzten vier Minuten des dritten Abschnitts erzielten die Towers nur einen Punkt. Und auch nach der Pause wankten die Wilhelmsburger, die einen viertelübergreifenden 3:18-Lauf kassierten.

Towers drehen spät auf und gewinnen mit 94:90 gegen Bamberg

Doch diese Türme sind in ihrer aktuellen Form nicht leicht zu knacken, auch nicht von einem späten Neun-Punkte-Rückstand. Die Gastgeber blieben, beflügelt von den 3400 Fans, die den Inselpark in dieser Saison zum ersten Mal komplett füllten, weiter dran und nutzten ihre Chance mit unbändigem Willen. Innerhalb kürzester Zeit drehten die Hamburger dank eines 12:0-Laufs die Partie. Die Halle kochte, während die Gäste einen Wurf nach dem anderen an den Ring setzten. „Die Halle war unglaublich im vierten Viertel. Es wurde so laut, da kam so viel Energie von den Rängen runter“, lobte Cheftrainer Benka Barloschky.

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Den Schlusspunkt dieser beeindruckenden Aufholjagd setzte Lukas Meisner mit einem ansatzlosen Dreier 16 Sekunden vor der Schlusssirene zum 94:86. Die Gäste konnten danach nur noch Ergebniskosmetik betreiben. „Wir bleiben widerstandsfähig und lassen uns nicht von Läufen aus der Ruhe bringen“, freute sich Topscorer V.J. King, der 16 Punkte erzielte.

Towers-Center Wohlfarth-Bottermann verlässt Arena mitten im Spiel

Zuvor konnten sich die Towers in einem engen Spiel nie entscheidend absetzen. Die fehlende Tiefe auf den Guard-Positionen machte den Hausherren ohne Niklas Krause, der aufgrund von Knieproblemen fehlte, zu schaffen. Doch das machten die Türme mit viel Einsatz und starker Verteidigung zur richtigen Zeit wett. Besonders wichtig war Jonas Wohlfarth-Bottermann (zehn Punkte, vier Rebounds), der laut Barloschky „in der zweiten Halbzeit vor allem defensiv ein überragendes Spiel gemacht hat“.

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Kurios: Der 33-Jährige hätte fast nicht mehr mitspielen können, nachdem er am Anfang des zweiten Viertels eine seiner Kontaktlinsen verlor und keinen Ersatz parat hatte. „Ich hatte noch die Notfall-Linse im Auto“, sagte „WoBo“, der mitten im Spiel die Arena verließ, auf den Parkplatz lief und noch vor der Halbzeit wieder aufs Parkett zurückkehrte. Ein wichtiger Einsatz, der sich in der Schlussphase auszahlte.

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