Marvin Willoughby
  • Towers-Geschäftsführer Marvin Willoughby
  • Foto: imago/Baering

„Absurd“: Gerüchteküche bringt den Towers-Boss zum Kochen

Pedro Calles wird die Hamburg Towers nach dem Ende der Saison verlassen. Seinen Abgang bestätigte der Spanier auf der Pressekonferenz vor dem Playoff-Start der Türme. Calles – kein Mann der großen Worte – wollte nicht lange über seine Entscheidung sprechen. Der 38-Jährige betonte aber: „Das ist nur eine Ankündigung und kein Abschied.“

„Für mich war es wichtig, vor dem Start der Playoffs für klare Verhältnisse zu sorgen“, führte der spanische Trainer aus. Kurz vor dem Auftakt in das BBL-Viertelfinale gegen Bonn (Freitag, 19 Uhr) kommt diese Nachricht zu einer absoluten Unzeit. „Unser Job in diesem Jahr ist noch nicht erledigt. Ich möchte, dass wir uns jetzt voll und ganz auf die Aufgabe gegen Bonn konzentrieren. Der Entschluss, meinen persönlichen Weg woanders fortzusetzen, soll nicht über diesen Playoffs schweben“, so Calles.

Pedro Calles bestätigt seinen Abgang bei den Hamburg Towers

Die Wilhelmsburger erhoffen sich durch die Ankündigung eine Jetzt-erst-recht-Mentalität der Mannschaft. „Wir alle sind uns einig: Wir können etwas gemeinsam erreichen. Darauf wollen wir uns fokussieren“, sagte Towers-Geschäftsführer Marvin Willoughby.


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Die Ära Pedro Calles soll mit einem Playoff-Run abgeschlossen werden. Das wäre für Willoughby „die Kirsche auf der Sahnetorte“, die der spanische Coach in den vergangenen zwei Jahren zubereitet hat. In beiden Spielzeiten erreichte man die BBL-Playoffs, wo die Türme im vorigen Jahr in Runde eins an Berlin scheiterten. Im Eurocup führte er sein Team zuletzt bis ins Achtelfinale.

Spanische Teams sollen Interesse an Calles haben

Das alles ist keine Selbstverständlichkeit für die Hamburger. Über den Abgang des Erfolgstrainers war Willoughby „natürlich sehr enttäuscht, das weiß Pedro auch“. Doch in der gesamten Organisation überwiegen Dankbarkeit und Anerkennung für Calles, der in der BBL „mit seinen Teams regelmäßig überperformt hat“. Beide haben, das betont der Towers-Boss, weiterhin ein „sehr gutes Verhältnis“.

Hamburg Towers vor Start in die BBL-Playoffs gegen Bonn

Die Wege trennen sich also im Guten. Wohin die Reise des Spaniers geht, bleibt offen. „Meine Zukunft heißt Bonn“, wehrte der Trainer Fragen zu seiner nächsten Station ab. Laut „Hamburger Abendblatt“ sollen Gran Canaria, Saragossa und Andorra Interesse am 38-Jährigen haben.

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Die laut Willoughby „absurde“ Gerüchteküche zu einem potenziellen Calles-Nachfolger wollte der 44-Jährige nicht weiter kommentieren. Aktuell zählt bei den Wilhelmsburgern nur der Blick auf die erste Playoff-Runde gegen Bonn, den Zweiten der Hauptrunde. „Das Team soll komplett fokussiert sein und nicht abgelenkt werden“, so Calles. Denn der Spanier hofft, sich so spät wie möglich verabschieden zu müssen – am besten Ende Juni.

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