Raoul Korner mit Basketball in der Hand
  • Raoul Korner bewies bei seiner Vorstellung als neuer Towers-Trainer Humor.
  • Foto: WITTERS

„Wie ein Senegalese beim Skifahren“: So tickt Towers-Coach Korner

Er kam, sah und lachte. Raoul Korner ist neuer Trainer der Hamburg Towers. Am Freitag stellte sich der Österreicher in der Hansestadt vor. Und schnell wurde klar, dass der 48-Jährige ein komplett anderer Typ ist als sein introvertierter Vorgänger Pedro Calles.

Ein Scherz hier, ein Lacher da. „Ich bin durchaus ein humorvoller Mensch“, sagte der gebürtige Wiener, hätte das aber eigentlich gar nicht betonen müssen. Dass Korner beim Basketball gelandet ist, war im Grunde gar nicht geplant. „Ich war zu Beginn komplett dagegen, Basketball zu spielen“, erinnerte er sich an seine ersten Erfahrungen im Schulsport. Und als Österreicher mit Basketball zu beginnen, sei ja schließlich auch, „als würde ein Senegalese mit dem Skifahren anfangen“.

Raoul Korner wollte als Jugendlicher mit Basketball nichts zu tun haben

Korners Freunde aber überzeugten ihn schließlich doch, mal beim Training vorbeizuschauen. Es war keine schlechte Entscheidung, wie sich später herausstellen sollte. Als 16-Jähriger übernahm der neue Türme-Trainer seine erste Mannschaft. Schon zuvor hatte er sein Wissen an Kinder weitergegeben: „Das war bei mir drinnen irgendwie.“


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Dieses Coaching-Gen nützt dem Mann, der während der vergangenen drei Jahre neben BBL-Rivale medi Bayreuth auch die österreichische Nationalmannschaft trainierte, längst auch bei den Profis. „Was beim Einen die Eltern sind, sind beim Anderen die Agenten“, sagt er mit einem Lachen. Der Humor sei ihm wichtig.  „Man muss aber auch wissen, wann und wie“, fügt er an. Er arbeite strukturiert und diszipliniert, sei zudem sehr ehrgeizig. Diese Eigenschaften erwarte er auch von seinen Spielern.

Planung für die neue Towers-Saison läuft auf Hochtouren

Seine Entscheidungen werde er nicht basisdemokratisch fällen, doch der Übungsleiter verspricht, dass seine Schützlinge sich auf ihn verlassen können – solange der Einsatz stimmt. Korner will den Towers-Profis eine Struktur geben, in der sie frei aufspielen können.

Dass der studierte Jurist überhaupt in Hamburg landete, war nicht von langer Hand geplant.  Nach seinem Abschied nach sechs Jahren in Bayreuth habe er sich „vorgenommen, das Universum entscheiden zu lassen“. Das Projekt der Towers hatte ihn dann schnell überzeugt. „Das spürt man ja, das ist ein Bauchgefühl.“

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Und die ersten Steine, um in der kommenden Saison in der Bundesliga und im Eurocup erfolgreich zu sein, seien längst gelegt, verriet Korner, der offenbar schon Zusagen von noch nicht offiziell verpflichteten Spielern bekommen hat. „Wir sind weiter als das, was wir publiziert haben“, sagte er.

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