Seth Hinrichs beim Wurf gegen Chemnitz.
  • Seth Hinrichs beim Wurf gegen Chemnitz.
  • Foto: WITTERS

Hamburg Towers vor Pokal-Debüt: Duell der getauschten Rollenspieler

Noch eine Niederlage, dann war’s das für die Hamburg Towers: Das erste Mal in ihrer Vereinshistorie nehmen die Wilhelmsburger am Pokal-Turnier teil. Doch nach zwei Pleiten in der Liga, muss gegen Bayreuth unbedingt ein Sieg her – sonst ist der Traum vom Weiterkommen schon wieder ausgeträumt. Einer, der das Pokal-Konzept erstmal verstehen musste, war Seth Hinrichs, der am Dienstag auch das Duell gegen einen Ex-Tower aufnimmt.

„Als ich nach Europa gekommen bin, habe ich die Faszination von Pokalspielen nicht verstanden“, gibt Hinrichs, Vater dreier Kinder, zu. „Das musste ich erst lernen. Es ist zwar der kürzeste Weg zu einem Titel, einfach ist er aber nicht.“ Ob er aufgeregt sei? „Vor Entscheidungsspielen spüre ich schon etwas mehr Adrenalin. Ich versuche aber, es wie jedes andere Spiel zu sehen. Als Spieler sollte man nicht anfangen, seine Gewohnheiten plötzlich zu verändern.“

Hamburg Towers: Das Duell der getauschten Rollenspieler

Klare Worte eines Mannes, der den Towers mit seiner Vielseitigkeit Stabilität in der Offensive und Defensive geben soll – wie einst Terry Allen, der für Hinrichs ausgetauscht und für den das Towers-Kapitel nach nur einer Spielzeit wieder geschlossen wurde. Allen, kein Lautsprecher, aber harter Arbeiter, war einer der Leistungsträger der Towers, ließ allerdings in entscheidenden (Playoff-)Momenten rapide nach – er wechselte nach Bayreuth.

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Hinrichs setzte in den bisherigen Spielen gegen Ludwigsburg und Chemnitz bisher keine großen offensiven Akzente – Allen dagegen war in Bayreuth fast immer Topscorer aller bisherigen Partien, schoss die Süddeutschen mit starken 14 Punkten sogar zur Teilnahme am FIBA-Europe-Cup. Trotzdem hat Hinrichs im direkten Duell die Nase vorn: Obwohl Allen in Aufeinandertreffen mit Hinrichs immer mehr Punkte machte, ging Hinrichs stets als Sieger vom Feld. Für die Towers sicher ein gutes Omen, haben sie alle Duelle der vergangenen Jahre gegen Bayreuth verloren.

Hamburg Towers: Das sagt Pedro Calles zum Pokalauftakt

Coach Pedro Calles, der mit den Pleiten alles andere als zufrieden war, versucht trotzdem, vor dem Pokalspiel die Spannung und den Druck rauszunehmen: „Auch wenn es ein Do-or-Die-Spiel ist, sollten wir uns nicht zu sehr auf das Ergebnis versteifen. Es wird eine lange Saison und ich muss den langfristigen Prozess immer im Blick behalten.“

Anpfiff ist am morgigen Dienstag um 19 Uhr (MagentaSport). Für den Verlierer gibt es dann die schnelle Möglichkeit auf eine Revanche: Keine zwei Wochen treffen die Teams dann in der Liga erneut aufeinander. Dann in Hamburg.

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