St. Pauli bejubelt das zwischenzeitliche 2:1 beim Hinspiel gegen den HSV.
  • St. Pauli bejubelt das zwischenzeitliche 2:1 beim Hinspiel gegen den HSV.
  • Foto: WITTERS

St. Pauli-Hilfe für den HSV?: „Wir taugen denkbar schlecht als Hoffnungsschimmer“

Die Ausgangssituation ist außergewöhnlich. Eigentlich will sich der FC St. Pauli am Sonntag gegen Greuther Fürth für das 0:2 von Düsseldorf rehabilitieren. Und doch wäre man in Fan-Kreisen nur überschaubar böse, wenn das nicht gelänge. Der eigene sportliche Anspruch rückt kurzfristig in den Hintergrund.

Das Aussprechen des Vereinsnamens meidet er wie der Teufel das Weihwasser, für Timo Schultz ist es schlicht „unser Stadtrivale“. Der Coach des FC St. Pauli ist auch gewiss nicht verdächtig, am Donnerstagabend gegen 22.30 Uhr die Hände entsetzt über dem Kopf zusammengeschlagen zu haben, als das 1:2 des HSV in Sandhausen abgepfiffen wurde.

St. Pauli-Coach Schultz: „Wir wollen gewinnen. Für uns!“

Genauso wenig aber hätte er Freude an Schmerzen rund um den Volkspark nach einer braun-weißen Pleite gegen einen Aufstiegskonkurrenten. „Uns braucht keiner zu motivieren“, stellt der 43-Jährige klar. „Wir haben den Fokus voll auf uns, wir wollen die Spiele gewinnen. Für uns.“ Und mitnichten für das Seelenheil ein paar Kilometer nordwestlich.

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„Wir sind nicht verantwortlich dafür, wie die anderen am Ende in der Tabelle dastehen“, stellte Schultz heraus. „Wir können nicht beeinflussen, wie die oberen Mannschaften spielen, genauso wenig wie die im Tabellenkeller.“

Da müsse jeder für sich selbst zusehen, wie er die nötigen Punkte anhäuft. Und wenn man genug davon hole, erreiche man auch seine Saisonziele.

St. Paulis glasklare Absage an Schützenhilfe für den HSV

Dies gilt natürlich auch für den HSV. „Wir taugen herzlich schlecht als Hoffnungsschimmer für unseren Stadtrivalen“, sagte Schultz. „Die müssen das schon selber regeln.“ Ob den Rothosen das gelingt? „Es ist ein superenges Rennen, bei dem ich mich sehr schwertue, da einen Tipp abzugeben.“

St. Paulis Trainer Schultz glaubt an Bochum und Fürth

Schultz ist beeindruckt von Bochum („Die machen über die gesamte Saison gesehen einen sehr stabilen Eindruck. Das würde mich wundern, wenn die sich noch die Butter vom Brot nehmen lassen“), Fürth habe nach seiner Wahrnehmung gerade noch mal Kräfte gesammelt, Kiel sei aufgrund der Corona-Situation eine Wundertüte. Und der „Stadtrivale“? „Auch die haben jetzt wichtige Spiele vor der Brust und müssen zusehen, dass sie möglichst dreifach punkten.“

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