Anne Schröder
  • Anne Schröder gehört zu den erfahrensten Spielerinnen im deutschen Team.
  • Foto: WITTERS

Hamburger Hockey-Ass vor dem Auftakt:„Wir stehen nicht wirklich hinter dieser WM“

Die an diesem Wochenende beginnende Weltmeisterschaft in Spanien und den Niederlanden stellt die deutschen Hockey-Damen vor gleich zwei Herausforderungen. Nicht nur, dass die „Danas“ mit Rekord-Champion Niederlande und Vizeweltmeister Irland eine sportlich anspruchsvolle Gruppe erwischt haben – auch mit dem Konzept dieser WM sind nicht alle von ihnen einverstanden.

Amstelveen und Terrassa – zwei WM-Spielorte, zwei Länder, 1500 Flugkilometer Entfernung zwischen den Stadien. „Natürlich ist der Klimaschutz bei dieser WM ein großes Thema bei uns in der Mannschaft“, erzählt die erfahrene Hamburger Nationalspielerin Anne Schröder (172 Länderspiele) der MOPO. „Einige Mädels machen sich viele Gedanken über den Klimawandel. Wir benutzen nachhaltige Trinkflaschen in der Kabine, pflanzen Bäume als CO2-Ausgleich – natürlich stehen wir nicht wirklich hinter dieser WM. Wir verstehen nicht, wieso man so etwas machen muss.“


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Problematisch sei vor allem, dass die Reisen vom Vorrunden-Spielort Amstelveen ins spanische Terrassa vom sportlichen Abschneiden abhängen – Deutschland würde erst ab dem Halbfinale in Spanien antreten. „Wir haben aus der Vergangenheit gelernt, dass wir uns vor einem Turnier keine großen Ziele stecken“, sagt Schröder. „Sportlich gesehen würden wir uns aber natürlich wünschen, nach Spanien zu reisen, weil das für uns den Halbfinaleinzug bedeuten würde. Und das wäre großartig.“

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Die Weichen dafür werden schon an diesem Wochenende gestellt. Für die 27-jährige Schröder vom Club an der Alster, die neben ihren Teamkolleginnen Viktoria Huse und Hanna Granitzki sowie Amelie Wortmann und Lena Micheel (UHC Hamburg) eine von fünf Hamburgerinnen im WM-Kader ist, geht es am Samstag (16.30 Uhr) gegen WM-Neuling Chile und nur einen Tag später (19.30 Uhr, beide DAZN) im Topspiel gegen die Niederlande. „Die Holländerinnen sind der klare Favorit der Gruppe“, betont Schröder, fügt aber hinzu: „Für uns ist alles drin. Wir wollen nun zunächst gegen Chile gewinnen – und dann werden wir sehen, was möglich ist.“

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