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Die SVG Lüneburg feiert ihren Halbfinal-Sieg mit ihren Fans.
  • Nach ihrem Halbfinalsieg im CEV-Cup erwarten die „Lüne-Hünen“ das polnische Top-Team Asseco Resovia Rzeszow.
  • Foto: IMAGO / Lobeca

Lüneburg im Europapokal-Finale! Das steckt hinter der Sensation

Mit dem Wechsel von der alten Gellersenhalle in die moderne LKH Arena beginnt vor drei Jahren die internationale Reise der SVG Lüneburg. Am Dienstag stehen die Volleyballer nun im Finale des CEV-Cups.

In der neuen Spielstätte findet am Dienstag das bis dato größte Highlight der „Lüne-Hünen“ statt. Im Final-Hinspiel des zweithöchsten Europapokal-Wettbewerbs (19 Uhr/kostenpflichtiger Livestream bei sportdeutschland.tv) treffen die Niedersachsen auf das polnische Top-Team Asseco Resovia Rzeszow.

Lüneburgs Volleyballer sind vom „Schuhkarton“ in den „Volleyball-Tempel“ gezogen

„Nur dort sind wir in der Lage, international zu spielen“, sagte SVG-Manager Matthias Pompe über den neuen Spielort. Die Unterschiede sind frappierend: 7,80 Meter beträgt die Deckenhöhe in der Gellersenhalle, 800 Zuschauer passen hinein. 12,50 Meter sind es in der LKH Arena, die bei internationalen Spielen ein Fassungsvermögen von 3200 Fans hat. „Es hatte Charme, es hatte Intensität in der Gellersenhalle“, sagte SVG-Trainer Stefan Hübner kürzlich im „Sportclub“ des NDR. Das Produkt in der neuen Arena sei aber nun ein gänzlich anderes.

2014 war die neun Jahre zuvor gegründete SVG in die Bundesliga aufgestiegen, spielte wegen der Deckenhöhe nur mit einer Ausnahmegenehmigung. Klar war: Sollte es weiter aufwärtsgehen, muss eine neue Halle her. Die ersten Ideen gab es 2015 und nach der Überwindung vieler Probleme folgte mit dem ersten Start im CEV-Cup 2021 der Wechsel vom „Schuhkarton“ Gellersenhalle in den „Volleyball-Tempel“ an der Lüner Rennbahn – dort, wo sich einst der Schlachthof der Stadt befand. Die LKH Arena war damals noch eine Baustelle. Offiziell wurde der 28,5 Millionen Euro teure Bau erst im April 2022 eröffnet.

Erik Röhrs hat gute Chancen auf die Olympischen Spiele

In der aktuellen Spielzeit sind die Lüneburger zum dritten Mal international dabei. Die europäische Reise begann in der Champions League und wurde nach Platz drei in der Vorrunde im Viertelfinale des CEV-Cups fortgesetzt. Dort wurde AONS Milon Nea Smyrni Athen ausgeschaltet, ehe es im Halbfinale gegen Arkas Izmir ging. Das Hinspiel in der Türkei wurde 0:3 verloren. Im Rückspiel drehten die „Lüne-Hünen“ die Partie, gewannen 3:1 und schafften dann im Golden Set den Finaleinzug.

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Den Matchball hämmerte Erik Röhrs in das Feld der Türken – und drehte dann jubelnd in den Block des Fanklubs ab. Der 22 Jahre alte Außenangreifer, der seit dieser Saison das SVG-Trikot trägt, ist einer der Gründe für den sportlichen Erfolg der Niedersachsen. „Erik glänzt durch seine Leistung und Emotionalität“, sagt Manager Pompe über den Nationalspieler, der gute Chancen hat, im Sommer auch zum deutschen Team bei den Olympischen Spielen in Paris zu gehören.

Auch ihr Trainer spielt eine wichtige Rolle für die Erfolge der Lüneburger

Ein weiterer Faktor ist Trainer Hübner, der seit dem Bundesliga-Aufstieg die Verantwortung an der Seitenlinie trägt. Der 48-Jährige war viermal deutscher Volleyballer des Jahres, bestritt 245 Länderspiele. Der ehemalige Mittelblocker gilt in der Szene als absoluter Bessermacher. Das sieht auch Erik Röhrs so: „Stefan ist eine Persönlichkeit, die man sehr schätzt“, sagt der 2,01-Meter-Mann und ergänzt: „Er war der Hauptgrund, zur SVG zu kommen.“

Gemeinsam mit SVG-Gründer und Geschäftsführer Andreas Bahlburg, der sich in sportlichen Dingen eher im Hintergrund hält, bilden Röhrs und Hübner quasi das krönende Dreigestirn auf dem Lüneburger Volleyball-Gesamtkunstwerk.

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Wenn am Dienstag der letzte Ballwechsel gespielt ist, ist aber noch lange nicht Schluss. Erst steht in der Liga am Samstag (19 Uhr/Dyn) das erste Playoff-Spiel für den Tabellen-Vierten der Vorrunde bei den Volleys Herrsching in der Nähe von München auf dem Programm.

Das Rückspiel im CEV-Cup findet dann in einer Woche am 19. März im südostpolnischen Rzeszow statt. Die dortige Arena, die Hala Podpromie, gilt mit ihren knapp 4500 Zuschauern als echter Hexenkessel. Doch Matthias Pompe ist sich mit einem Blick auf das Hinspiel in eigener Halle sicher: „Hexenkessel? Das können wir auch!“ (lg/dpa)

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