Zhan Beleniuk
  • Zhan Beleniuk holte bei den Olympischen Spielen im letzten Sommer Gold.
  • Foto: imago images/United World Wrestling

Ukrainischer Olympiasieger: „Ich habe keine Angst und bleibe in Kiew“

Der ukrainische Ringer-Olympiasieger und Parlamentarier Zhan Beleniuk will so lange wie möglich in seiner Heimatstadt Kiew bleiben und den Menschen dort helfen. „Es ist wichtig, dass wir den Menschen zeigen, dass wir für sie da sind und nicht wegrennen. Wir müssen sie beschützen“, sagte der 31-Jährige zur Situation in der ukrainischen Hauptstadt seit dem Beginn der russischen Invasion vor zwei Wochen.

„Ich habe keine Angst. Auch wenn ich als Politiker womöglich noch gefährdeter bin als andere“, sagte der Goldmedaillengewinner der vergangenen Olympischen Spiele in Tokio. Er wechsle ständig seinen Aufenthaltsort. „Aber ich bleibe in Kiew, so lange ich kann.“

Trotz Krieg: Zhan Beleniuk will in Kiew bleiben

Man spüre in der Ukraine die Unterstützung aus Deutschland und vielen anderen Teilen der Welt, erklärte der zweimalige Weltmeister, der in den vergangenen Jahren auch für mehrere deutsche Klubs gerungen hat. Aber sie dürfe nicht nachlassen. „Wir sind stark. Aber wir wissen nicht, wie lange noch“, sagte Beleniuk.


Was ist in dieser Woche im Volkspark passiert? Wie steht es um den HSV vor dem nächsten Spieltag? Jeden Freitag liefert Ihnen die Rautenpost Analysen, Updates und Transfer-Gerüchte. Pünktlich zum Wochenende erhalten Sie von uns alle aktuellen News der Woche rund um den HSV kurz zusammengefasst – direkt per Mail in Ihr Postfach. Hier klicken und kostenlos abonnieren.


Hunderttausende sind in den angegriffenen Städten in Not, mehr als eine Million Menschen sind aus der Ukraine geflüchtet und mindestens Hunderte Zivilisten wurden dem UN-Hochkommissariat für Menschenrechte (OHCHR) zufolge getötet. Die wahren Opferzahlen dürften laut OHCHR erheblich höher sein.

Beleniuk sitzt auch im ukrainischen Parlament

Beleniuk sitzt für die Partei von Präsident Wolodymyr Selenskyj im Parlament. „Viele Menschen kennen mich und kommen mit ihren Bitten auf mich zu. Sie fragen nach Waffen, Medizin oder Nahrungsmitteln. Und ich versuche, sie an die entsprechenden Stellen weiterzuleiten“, sagte der in Kiew geborene Sohn eines Ruanders und einer Ukrainerin.

Das könnte Sie auch interessieren: Nähe zu Putin – Heftige Sanktionen gegen Abramovich und Chelsea

Auf seinem Instagram-Account informiert er über die aktuelle Lage und kritisiert die Invasoren. Er habe auch vor Polizeikräften gesprochen, „um ihnen Mut zuzusprechen und ihnen unsere Dankbarkeit zu zeigen“. (dpa/tim)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp