Russische Athleten bei der Olympia-Eröffnungsfeier 2018
  • Bei den Olympischen Spielen traten russische Athleten zuletzt unter neutraler Flagge an.
  • Foto: imago/Sven Simon

Obwohl sie Vorgaben missachten: Wird Russlands Doping-Sperre bald aufgehoben?

Russlands gesperrte Anti-Doping-Agentur Rusada hält sich nach Angaben der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada weiterhin nicht an die Vorgaben für eine Rückkehr ins weltweite System. Trotzdem wird über eine baldige Wiedereingliederung der russischen Institution diskutiert.

„Das Vertrauen in Russlands Anti-Doping-System ist noch immer sehr niedrig. Die haben viel Arbeit vor sich, um dieses Vertrauen wieder aufzubauen. Die Rusada ist weiterhin nicht regelkonform”, sagte Wada-Präsident Witold Bańka laut einer Mitteilung im Anschluss an eine Exekutiv-Komitee-Sitzung am Donnerstag und Freitag. Der Pole war dort für eine zweite Amtszeit gewählt worden.

Russland ist wegen Dopings bei Olympia gesperrt

Der Internationale Sportgerichtshof (Cas) hatte Russland wegen der Manipulation von Doping-Daten aus dem Moskauer Labor im Dezember 2020 für zwei Jahre unter anderen von der Teilnahme an den Olympischen Spielen ausgeschlossen. Die Wada werde nach Ablauf der Sperre in drei Stufen überprüfen, ob die russische Agentur ihre Zulassung wieder bekomme, hieß es.


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„Wir müssen jede einzelne dieser Stufen auf dem Weg zurück verifizieren. Verifizieren heißt verifizieren – und nicht einfach dem Wort von jemandem glauben”, sagte Bańka und ergänzte mit Hinrich auf eine dennoch diskutierte Wiedereingliederung: „sie haben sehr viel Arbeit, um das Vertrauen wiederherzustellen. Noch sind sie nicht wieder dabei. Der Prozess einer möglichen Wiedereingliederung endet nicht am 17. Dezember – faktisch startet dieser Prozess an diesem Tag.”

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Die Wada unterstütze weiterhin die Empfehlung des Internationalen Olympischen Komitees und des internationalen paralympischen Komitees, Russland an internationalen Wettkämpfen nicht teilnehmen zu lassen. (nis/dpa/sid)

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