• Der Deutsche Schwimmverband steht nach den jüngsten Missbrauchsvorwürfen unter Druck (Symbolbild).
  • Foto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Nach Missbrauchsvorwürfen: Schwimmverband entschuldigt sich

Der Deutsche Schwimmverband (DSV) hat sich nach den jüngsten Missbrauchsvorwürfen in einer Stellungnahme bei den Opfern entschuldigt. „Wir möchten uns an dieser Stelle aufrichtig bei allen Menschen entschuldigen, die jemals Gewalt, gleich, ob körperlicher, seelischer oder sexueller Art, im deutschen Schwimmsport erleben mussten“, heißt es in einem DSV-Statement von Montag.

Und weiter: „Wir können Taten aus der Vergangenheit leider nicht mehr ungeschehen machen, aber als die aktuell Verantwortlichen tun wir alles in unserer Macht Stehende, um solche unfassbaren Taten jetzt und in Zukunft zu verhindern.“

Missbrauchsvorwürfe: DSV entschuldigt sich

Als eine konkrete Maßnahme fordert der DSV-Vorstand Stellungnahmen aller Verbandsverantwortlichen seit 1997 ein, „um herauszufinden, ob Kenntnis über die Vorwürfe Jan Hempels bestand“. In der ARD-Dokumentation „Missbraucht – Sexualisierte Gewalt im deutschen Schwimmsport“ berichtet der ehemalige Weltklasse-Wasserspringer Hempel über Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen seinen inzwischen gestorbenen Ex-Trainer Werner Langer.


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Der Verband stellte zudem heraus, dass die Gewaltprävention heute einen „wesentlich höheren Stellenwert“ im DSV einnehme als in vorherigen Jahrzehnten. So habe die Präventionsbeauftragte Franka Weber seit Bekanntwerden der neuesten Vorwürfe alle im ARD-Beitrag namentlich auftretenden Personen kontaktiert, ein Hilfsangebot unterbreitet und um weitere Informationen gebeten.

Prävention: DSV fordert unabhängige Anlaufstelle

Auch den Hinweisen zu diversen Fällen, die in den vergangenen drei Tagen eingegangen seien, werde man „entschlossen nachgehen¡, versicherte der Verband, „denn Schweigen schützt immer die Falschen“. Der aktuelle DSV-Vorstand versicherte, „dass jegliche Meldungen im Bereich der sexualisierten Gewalt seit dessen Amtsbeginn aufgenommen“ und „mit großem Engagement durch Frau Weber“ entsprechend des seit 2019 bestehenden Präventionskonzeptes bearbeitet wurden.

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Der DSV betonte aber auch, dass die Prävention im Sport „im Ehrenamt schwer zu bewältigen sei“. Der Verband schloss sich daher der Forderung nach einer unabhängigen Anlaufstelle „inklusive der notwendigen finanziellen Ausstattung durch die öffentliche Hand“ an. (dpa/tim)

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