Novak Djokovic
Novak Djokovic
  • Novak Djokovic steht bei den Australian Open im Viertelfinale.
  • Foto: IMAGO / Icon Sportswire

„Man nennt das Weltklasse“: Schmerzfreier Djokovic lässt die Muskeln spielen

Von Oberschenkelproblemen keine Spur: Novak Djokovic brillierte im Achtelfinale der Australian Open.
Nach seiner beeindruckenden Machtdemonstration stand Novak Djokovic mit durchgedrücktem Kreuz in der Rod Laver Arena. „Ich habe heute mein bisher bestes Match in diesem Jahr gespielt“, sagte der serbische Topstar und ließ keinen Zweifel daran, dass der Titel bei den Australian Open nur über ihn vergeben wird: „Ich will weitermachen und nicht zu früh feiern.“

Von den Oberschenkelproblemen, die ihn zuvor so beschäftigt hatten, war plötzlich nicht mehr die Rede. „Ich habe nichts gespürt, heute war es großartig. Ich danke meinem medizinischen Team, meinen Physiotherapeuten, Gott“, sagte Djokovic nach der Lehrstunde für den überforderten Lokalmatador Alex de Minaur. Der 35-Jährige setzte sich am Montag 6:2, 6:1, 6:2 gegen den klaren Außenseiter durch und steht Down Under zum 13. Mal im Viertelfinale.

Djokovic beeindruckt Becker – hat aber weiterhin Schmerzen

„Man nennt das Weltklasse“, sagte sein Ex-Trainer Boris Becker am Eurosport-Mikrofon: „Er hat eine Schippe draufgelegt. Und er hat die Antwort gegeben, wie es seinem Oberschenkel geht: Gut genug, um das Turnier zu gewinnen.“ Djokovic räumte zwar ein, dass er weiter Tabletten nehme, um die Schmerzen zu unterdrücken. Doch die wirkten offenbar, er spielte geradezu furchteinflößend auf.


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Niemand wolle gegen den langjährigen Tour-Dominator antreten, sagte sein nächster Gegner Andrej Rublew voller Hochachtung: „Er ist einer der Besten in der Geschichte.“ Doch das reicht Djokovic nicht, er will eines Tages allein an der Spitze der Grand-Slam-Rekordsieger stehen. In Melbourne kann er mit seinem 22. Titel zunächst zu Rafael Nadal aufschließen.

Dem Druck standgehalten: Rublew beendet Traum von Youngster Rune

Rublew selbst überstand am Montag einen echten Krimi, ein „Giga-Drama“, wie es die dänische Zeitung Ekstra Bladet formulierte. Der Russe setzte sich gegen den erst 19-jährigen Holger Rune mit 6:3, 3:6, 6:3, 4:6, 7:6 (11:9) durch. Den Matchball verwandelte er sehr passend per Netzroller und öffnete sich danach bezüglich des großen Drucks. „Das ist so, als ob dir einer eine Waffe an den Kopf hält“, sagte Rublew, der sein siebtes Viertelfinale bei einem Grand Slam endlich mal gewinnen will.

Ebenfalls in der Runde der letzten Acht stehen die US-Amerikaner Ben Shelton, der seinen Landsmann J.J. Wolf niederkämpfte, und Tommy Paul, der in vier Sätzen den Spanier Robert Bautista Agut besiegte.

Siegemund-Besiegerin Garcia überraschend raus

Bei den Frauen endete der starke Lauf der erst 17-jährigen Tschechin Linda Fruhvirtova gegen die Kroatin Donna Vekic, die nun auf Wimbledonsiegerin Aryna Sabalenka trifft.

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Zudem duellieren sich Fruhvirtovas Landsfrau Karolina Pliskova und die Polin Magda Linette um ein Halbfinal-Ticket. Linette überraschte die Französin Caroline Garcia, die in der dritten Runde in Laura Siegemund (Metzingen) die letzte im Wettbewerb verbliebene deutsche Athletin besiegt hatte. (sid/nswz)

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