Ein Symbolbild von einer Umkleidekabine, in der Mitte eine leere Kiste
  • Handballer des TV Isselhorst sollen unter anderem ihre eigene Umkleide verwüstet haben. (Symbolbild)
  • Foto: imago/Norbert Schmidt

„Partyexzess“ nach dem Handball: Spieler entleeren und entblößen sich vor Frauen

Rassismus. Sexismus. Exhibitionismus. Es sind widerwärtige Vorfälle, die sich nach einem Handball-Oberliga-Spiel in Gütersloh ereignet haben.

Spieler des TV Isselhorst haben die 22:29-Niederlage in der Abstiegsrunde gegen HSG Gevelsberg-Silschede offenbar nicht verkraftet. Kaum anders ist zu erklären, was sich in den Stunden danach am 12. März in der Halle ereignete. Die Vorfälle wurden von der „Neuen Westfälischen“ aufgedeckt.

Demnach wird mehreren Spielern des Heim-Teams vorgeworfen, in der eigenen Halle randaliert und Reinigungskräfte beleidigt zu haben. Die Handballer sollen zunächst viel Alkohol konsumiert und sich noch Stunden nach dem Spiel in der Kabine aufgehalten haben. Der Verein selbst spricht von einem „Partyexzess“.


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Beim Betreten der Sporthalle bot sich den Reinigungskräften ein ein ekelerregendes Bild. So sollen sie die Umkleidekabinen mit Kot beschmiert vorgefunden haben, auf den Boden sei uriniert worden. Zusätzlich mussten sich die Frauen wohl sexistische und rassistische Beleidigungen an den Kopf werfen lassen, Spieler sollen zudem ihre Genitalien entblößt haben. Die Reinigungskräfte hätten sich aus Angst in Sicherheit gebracht, heißt es.

Stadt Gütersloh erstattet Anzeige

Die Polizei teilte inzwischen mit, dass die Stadt Gütersloh und die betroffenen Reinigungskräfte Anzeige gegen die Spieler erstattet habe. Ermittelt werde wegen Vandalismus und Beleidigung auf sexueller Grundlage. Der Verein TV Isselhorst entschuldigte sich bei den Reinigungskräften und teilte mit, dass er „alles ihm Mögliche veranlassen werde, um eine schnelle Aufklärung zu unterstützen“. Die Mannschaft selbst schützt aber offenbar die Übeltäter

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Für die Handballer wird ihr Verhalten auf jeden Fall Konsequenzen nach sich ziehen. Die Stadt Gütersloh verhängte gegen sie ein stadtweit geltendes Hallennutzungsverbot.

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