Deutschlands Hockey-Frauen bejubeln den Titelgewinn bei der Hallen-EM in Hamburg
Deutschlands Hockey-Frauen bejubeln den Titelgewinn bei der Hallen-EM in Hamburg
  • Goldig! Deutschlands Hockey-Frauen feiern den EM-Triumph - darunter die Hamburgerinnen Janne Müller-Wieland, Franzisca Hauke und Lisa Altenburg (v.r.)
  • Foto: WITTERS

Tränen nach Gold-Krimi! Hockey-Frauen gewinnen EM-Finale in Hamburg

Mehr Krimi geht nicht. Und mehr Happy End auch nicht. In einem Wahnsinns-Finale der Hallenhockey-EM in Hamburg haben Deutschlands Hockey-Frauen die Goldmedaille gewonnen. Vor 3550 begeisterten Zuschauenden triumphierten die „Danas“ mit 5:4 (1:2) über den Erzrivalen Niederlande. Für drei Lokalmatadorinnen war es der krönende Abschluss ihrer großen Karrieren im Nationaltrikot.

Die Goldmedaille, die um den Hals von Lisa Altenburg hing, war schon nach wenigen Minuten abgerissen. Kaputtgefeiert! Kein Wunder angesichts der überschwänglichen Siegertänze auf dem blauen Hallenboden, nachdem die Gegnerinnen eine Strafecke in letzter Sekunde vergeben hatten.

Hockey-EM in Hamburg: Deutsche Frauen gewinnen Finale

„Es ist einfach unbeschreiblich! Die Schlussphase war atemberaubend, die Stimmung geil. Es hat krass viel Spaß gemacht“, jubelte Altenburg, die in einem hochspannenden Endspiel die letzten beiden deutschen Treffer erzielte hatte und mit insgesamt 14 beste Torschützin der EM war. Die ersten drei Tore für die DHB-Auswahl hatte Pia Mertens, als beste Spielerin des Turniers ausgezeichnet, geschossen.


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Bundestrainer Valentin Altenburg, Ehemann von Lisa Altenburg, war nach seinem ersten Titel als Coach der „Danas“ emotional angefasst. „Ich bin wahnsinnig stolz auf die Mädels. Das ist eine verrückte Truppe, die ich in dieser Woche echt liebgewonnen habe.“

Hamburgerinnen Altenburg, Müller-Wieland und Hauke emotional verabschiedet

Große Emotionen und Tränen gab es zwischen Schlusssirene und Siegerehrung, als neben Lisa Altenburg (33) auch Janne Müller-Wieland (36) und Franzisca Hauke (33) nach ihrem letzten Spiel im deutschen Trikot offiziell verabschiedet wurden. Die drei Hamburgerinnen waren jede für sich mehr als 15 Jahre lang Nationalspielerinnen, echte Institutionen in der DHB-Auswahl. Sie hatten eigentlich schon 2021 ihren Rücktritt erklärt, aber für die Heim-EM in ihrer Heimatstadt noch einmal ein Comeback gewagt.

„Das ist der perfekte Abschied, den man sich schöner nicht ausmalen kann“, schwärmte Hauke, Schwester des zweimaligen Olympiasiegers Tobias Hauke. „Mit fast allen meiner Mitspielerinnen haben ich so lange zusammengespielt und so viel erlebt. Das war hier fast wie eine Klassenfahrt.“ Mit Gold gekrönt. „Ich kann noch gar nicht begreifen, dass es für mich jetzt vorbei ist.“

DHB-Frauen feiern Gold-Coup in „Thai Oase“ auf dem Kiez

Der große Coup hatte auch bei den Spielerinnen, die ihre Nationalmannschaftskarriere fortsetzen, eine besondere Note. „Dass die Mädels, die aufhören, so einen Abschied haben, ist traumhaft“, sagte die nicht nur im Finale überragende Torhüterin Nathalie Kubalski, die zur besten Keeperin der EM gewählt wurde.

Neben dem Abschieds-Trio konnten auch die Hamburgerinnen Anne Schröder, Viktoria Huse und Mali Wichmann einen echten Heim-Sieg genießen. Das zwölfköpfige Team komplettierten neben den Genannten Sonja Zimmermann, Cecile Pieper, Sarah Strauß und Selin Oruz.

Am Abend wurde der Titelgewinn gebührend gefeiert, unter anderem in der legendären Kararoke-Bar „Thai Oase“ auf dem Kiez. „Ich habe jetzt schon keine Stimme mehr“, sagte Müller-Wieland kurz nach dem Finale lachend und Altenburg scherzte: „Ich glaube, wir können alle nicht singen, aber das ist total egal.“ Gold-Kehlchen sind sie trotzdem.

Standing Ovations für Ukraine nach Bronze

Große Emotionen hatte es schon nach dem Spiel um die Bronzemedaille gegeben, die sich die Ukraine mit einem 1:0-Sieg über Österreich holte. Für das Team aus dem kriegsgeplagten Land war es ein besonders emotionaler Sieg. Minutenlang wurden die Ukrainerinnen mit Standing Ovations gefeiert – Gänsehaut. „Wir haben die Medaille nicht nur für uns, sondern auch für unser Land geholt“, betonte Kapitänin Yevheniia Moroz, die obendrein auch noch Geburtstag hatte.

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Die deutschen Männer spielen am Sonntag (14 Uhr) gegen Österreich ebenfalls um Gold. Das Team um den Hamburger Doppel-Olympiasieger Tobias Hauke, der sein Abschiedsspiel im Nationalteam bestreiten wird, gewann zunächst sein letztes Vorrundenspiel deutlich mit 9:1 gegen Tschechien und erreichte dank des besseren Torverhältnisses gegenüber Erzrivale Niederlande das Finale, da die Oranje-Auswahl in der anschließenden Partie die bereits für das Endspiel qualifizierten Österreicher mit 7:4 besiegten, aber einen Erfolg mit sechs Toren Unterschied gebraucht hätten.

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