Issac Humphries schaut nachdenklich zu Boden
  • Ein schwerer Schritt für ihn: Issac Humphries hat sich als homosexuell geoutet.
  • Foto: IMAGO/AAP

Er dachte sogar an Selbstmord: Basketball-Profi outet sich als schwul

Isaac Humphries kämpfte mehrmals mit den Tränen, manchmal stockte seine Stimme kurz – doch er wollte es endlich allen mitteilen. In einer bewegenden Ansprache bekannte sich der australische Basketballprofi von Melbourne United erstmals öffentlich zu seiner Homosexualität. Für Humphries alles andere als ein leichter Schritt.

„Es ist eine Wahrheit über mich, die ich lange Zeit verleugnen wollte, aber jetzt fühle ich mich wohl dabei, es euch allen zu sagen“, sagte Humphries, der „sehr dunkle Zeiten durchgemacht“ habe, am Mittwoch im Kreise seiner Mannschaftskollegen. Zwischenzeitlich habe der 24-Jährige sogar versucht, „mir das Leben zu nehmen“, sagte Humphries und erklärte: „Der Grund dafür war, dass ich mit meiner Sexualität nicht klargekommen bin.“

Doch inzwischen ist Humphries, der 2018 in der australischen NBL zum Rookie des Jahres gewählt wurde und 2019 kurz in der nordamerikanischen Top-Klasse NBA spielte, daran gewachsen. Er wollte sich nicht weiter verstecken und seine Homosexualität öffentlich machen, „wenn er zu seinem neuen Team wechselt“. Seit Sommer spielt er in Melbourne.

Fußball-Profi Josh Cavallo hat sich ebenfalls geoutet

Humphries ist damit kein Einzelfall. In der Vergangenheit häufen sich Coming-Outs noch aktiver Profispieler. So hatte sich vor Humphries beispielsweise Anfang des Jahres sein Landsmann und Fußballprofi Josh Cavallo als schwul geoutet.


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Und Humphries will mit seiner Geschichte auch ein Vorbild für andere Menschen sein. „Ich möchte zeigen, dass man Profisportler sein kann, dass man alles sein kann, was man will, und trotzdem schwul sein kann“, sagte Humphries.

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Seine Mannschaftskollegen jedenfalls nahmen ihn am Ende seiner Ansprache sofort in den Arm und sicherten ihm ihre Unterstützung zu. Auch die NBA meldete sich umgehend: „Wir sind stolz und dankbar“, heißt es auf Twitter: „Isaac hat unseren uneingeschränkten Respekt und unsere Unterstützung“. (dpa/dhe)

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