Handball-Torhüter Andreas Wolff schreit
Handball-Torhüter Andreas Wolff schreit
  • Heißer Hüne: Keeper Andreas Wolff will gegen Frankreich zur Hochform auflaufen.
  • Foto: imago/Camera4

Deutsche Handballer vor WM-Viertelfinale: „Werden um unser Leben spielen!“

Mount Everest. Ein Spiel gegen Frankreich ist für Deutschlands Handballer wie eine Besteigung des höchsten Berges der Welt. Wer den Gipfel erreichen will, muss leiden, nicht nur an seine körperlichen und mentalen Grenzen gehen, sondern noch weiter. Über sich hinauswachsen. Die Gefahr des Scheiterns marschiert in jedem Moment mit. Aber es ist möglich. Die DHB-Spieler glauben vor dem Viertelfinal-Kracher der WM gegen den vielleicht größten Gold-Favoriten an ihre Chance.

Es wäre mal wieder Zeit für eine deutsche Handball-Sensation – und nichts anderes wäre ein Sieg gegen den Olympiasieger, Rekordweltmeister und heißen Titelanwärter. Dann stünde das DHB-Team erstmals seit der WM 2019 wieder in einem Halbfinale. Mitten im Medaillenkampf. Zeit für neue Heldentaten!

Handball: DHB-Team will im WM-Viertelfinale alles geben

„Wir werden unser Herz in die Hände nehmen“, verspricht Torhüter Andreas Wolff vor der Partie in Danzig (20.30 Uhr, ZDF). Es könnte ein gutes Omen sein, dass ihm seine letzte große Heldentat auf polnischem Boden gelang – bei der EM 2016, als Deutschland überraschend Gold gewann. Wolff avancierte zum Star.


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Der deutsche Handball lechzt nach Erfolgen, Positiv-Schlagzeilen, Siegertypen. Die letzten großen Turniere verliefen enttäuschend. Die letzte Medaille: Olympia-Bronze 2016 in Rio. Nicht nur die Mannschaft, auch der Verband kann ein Jahr vor der Heim-EM ein fettes Ausrufezeichen und einen Schub gut gebrauchen.

Deutsche Handballer wollen gegen Frankreich Sensation

Die aktuelle Mannschaft hat das Potenzial, in die Weltspitze zurückzukehren, der sie seit Jahren hinterherhechelt. Aber ist sie schon so weit, die vom früheren HSV-Handball-Idol Guillaume Gille trainierte und mit Weltklassespielern gespickte Équipe zu schlagen?

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„Wir müssen ein überragendes Spiel machen, um eine Chance zu haben“, weiß Bundestrainer Alfred Gislason, der vom „schwerstmöglichen Gegner“ spricht. Was Athletik, Dynamik und schiere Wucht angeht, sind die Franzosen das Nonplusultra. „Es reicht nicht, an seinem Limit zu spielen“, betont Wolff. „Man muss seine Grenzen erweitern.“ Sein Team habe die Chance, aus einem bislang guten Turnier „ein absolut großartiges werden lassen“. Dafür wollen und müssen alle alles geben. „Wir werden um unser Leben spielen“, kündigt Juri Knorr an. Klingt schon mal ziemlich heldenhaft. Jetzt sollen Taten folgen.

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