Gareth Hughes in Aktion bei einem Turnier
  • Gareth Hughes belegte mit dem britischen Team beim Grand Prix de Dressage den zweiten Platz hinter Dänemark. Deutschland wurde dritter.
  • Foto: IMAGO / Stefan Lafrentz

Corona-Eklat bei Dressur-WM sorgt für Aufregung

Bei der Dressur-WM im dänischen Herning gab es neben der Entscheidung im Team einen weiteren Aufreger. Der britische Reiter Gareth Hughes ging trotz Corona-Infektion an den Start und stand bei der Medaillenvergabe neben der deutschen Mannschaft auf dem Podium.

Die deutsche Bundestrainerin Monica Theodorescu wusste nichts von der Corona-Infektion des Briten. „Ich bin total überrascht”, sagte Theodorescu, „das müssen wir im Team besprechen.”

Der britische Mannschaftskollege Richard Davison hatte die Infektion von Hughes am Sonntagabend öffentlich gemacht und nach der Silbermedaille seines Teams gesagt: „Er hat Covid.” Ohne das Ergebnis von Hughes hätten die Briten nicht den zweiten Platz hinter Dänemark belegt, sondern Deutschland.

Gareth Hughes stand trotz Corona-Infektion bei der Siegerehrung auf dem Podium

„Ich habe ihn nicht getroffen und dadurch nicht beglückwünscht, das hätte ich sonst getan”, sagte die deutsche Trainerin. „Aber alle anderen haben es getan, alle waren auf dem Podium zusammen.” Zu den sportlichen Auswirkungen des Starts trotz Krankheit sagte sie: „Medaillen sind das eine, aber Gesundheit das andere.”

„Er muss nach den geltenden Gesetzen nicht in Quarantäne”, sagte eine Sprecherin des britischen Teams. Alle Regeln seien eingehalten worden. „Er hat Abstand zu allen gehalten”, erklärte sie. Mit dem Veranstalter sei das Vorgehen abgesprochen gewesen.


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Die deutsche Delegation wird trotz des Corona-Rittes des Briten keinen Protest einlegen. „Nein, das werden wir nicht machen”, sagte Equipe-Chef Klaus Roeser am Montagmorgen. „Das ist nicht unser Stil, sportlich ist es entschieden.”

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Bei der Pressekonferenz hatte Hughes gefehlt, wodurch es zu Nachfragen kam. (dpa/fs)

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