• Jose Mourinho zeigte sich extrem verärgert über das Verhalten seiner Spieler.
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„So verdammt dumm!“: Sieben Premier-League-Profis pfeifen auf Corona-Regeln

Jose Mourinho war not amused. „Wir sind nicht glücklich darüber. Das war eine böse Überraschung für uns“, kommentierte der verärgerte Trainer von Tottenham Hotspur das Party-Foto, auf dem drei seiner Schützlinge in den sozialen Netzwerken bei Verstößen gegen die Corona-Regeln an Weihnachten zu sehen sind. Insgesamt steht ein halbes Dutzend Profis aus der englischen Premier League am Pranger.

Die Spurs-Spieler Erik Lamela, Giovani Lo Celso und Sergio Reguilon sowie Manuel Lanzini vom Ligarivalen West Ham United haben zusammen mit ihren Familien und Freunden gefeiert.

Damit haben sie nicht nur gegen die Regeln ihrer Klubs, sondern auch gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen. Treffen mit Personen aus anderen Haushalten sind in London verboten, wegen der steigenden Infektionszahlen gilt in der Hauptstadt die höchste Warnstufe vier.

Weiteren Profis drohen Corona-Strafen

Deshalb drohen auch Aleksandar Mitrovic vom FC Fulham und Luka Milivojevic von Crystal Palace Ungemach. Die beiden serbischen Nationalspieler sollen laut Medienberichten gemeinsam mit mindestens sieben anderen Erwachsenen eine Silvesterparty besucht haben. Fulham hat der BBC bereits bestätigt, dass der Klub den Fall untersucht.

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Und obwohl sich Lamela und Lanzini mittlerweile via Twitter für ihr Verhalten entschuldigt haben, ist der Ärger in der Öffentlichkeit über das verantwortungslose Verhalten der Fußball-Millionäre gewaltig.

„Das ist so verdammt dumm und egoistisch. Es ist kaum zu fassen“, twitterte der Tottenhamer Unterhaus-Abgeordnete David Lammy von der Labour-Partei.

Reguilon saß am Samstag gegen Leeds United (3:0) nur auf der Bank, Lamela und Lo Celso standen nicht im Kader. Lanzini war am Freitag beim 1:0 der Hammers beim FC Everton eingewechselt worden.

Fulhams für Sonntag angesetzte Begegnung beim FC Burnley musste aufgrund von weiteren Coronafällen im Klub abgesagt werden. Bereits die für den vergangenen Mittwoch vorgesehene Partie der Cottagers bei Tottenham war nach ersten Fällen verlegt worden.

Diese Maßnahmen ergriffen die Vereine

Um die Wogen zu glätten, verurteilten die Klubs das Verhalten ihrer Angestellten scharf. „Wir sind extrem enttäuscht. Vor allem, weil uns bewusst ist, welche Opfer alle im Land bringen“, erklärten die Spurs, die wie West Ham Geldstrafen verhängen werden: „Die Angelegenheit wird intern geregelt. Die Regeln sind klar, da gibt es keine Ausnahmen. Wir erinnern unsere Spieler und Mitarbeiter regelmäßig daran – und an ihre Verantwortung.“

Das tat auch Mourinho noch einmal. „Ich persönlich und wir als Klub sind enttäuscht, weil wir den Spielern alle Dinge an die Hand geben“, sagte der Portugiese, der sich vor allem vom Spanier Reguilon hinters Licht geführt fühlt: „Ich hatte ihm eine iberische Spezialität geschenkt: portugiesisches Spanferkel. Ich dachte, er muss Weihnachten alleine feiern – das war offensichtlich nicht der Fall.“

Manchester City enttäuscht über Mendys Verstoß gegen Corona-Regeln

Manchester City hat sich zudem enttäuscht darüber geäußert, dass Verteidiger Benjamin Mendy die geltenden Corona-Vorschriften missachtet hat. Laut britischen Medienberichten soll Mendy an Silvester eine Party in seinem Haus gegeben haben.

„Der Verein hat Kenntnis von einem Bruch der Corona-Regeln durch Benjamin Mendy“, teilte Man City am Sonntag mit. „Der Verein ist enttäuscht, von diesem Verstoß zu erfahren, und wird eine interne Untersuchung durchführen.“

Gleichzeitig verwies City darauf, dass „Teile dieses Vorfalls“ in den Berichten falsch interpretiert worden seien und sich Mendy bereits öffentlich für seinen Fehler entschuldigt habe.

Am Freitag hatte Trainer Pep Guardiola mitgeteilt, dass City im Auswärtsspiel beim FC Chelsea am Sonntag auf fünf Spieler verzichten muss, die sich wegen einer Infektion mit dem Coronavirus isolieren müssen.

Zwei davon sind Kyle Walker und Gabriel Jesus, die über Weihnachten positiv getestet worden waren. Citys Spiel beim FC Everton am vergangenen Montag war aus Sorge über eine weitere Ausbreitung des Virus vorsichtshalber verschoben worden.

SID/nh/dpa

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