Alexander Zverev erreichte nach 86 Minuten das Viertelfinale von München
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Sechs Asse in München: Zverev gewinnt sein erstes Spiel nach der Ellenbogen-Pause

Alexander Zverev wirkte bisweilen genervt, er haderte mit sich und seinem Spiel, ein paar Mal tauschte er sich mit Vater Alexander Senior aus, der auf der Tribüne saß. Am Ende war das erste Match des besten deutschen Tennisspielers seit knapp zwei Wochen dennoch eine klare Angelegenheit.

Mit einem 6:2, 6:4 gegen den Litauer Ricardas Berankis zog der Hamburger beim ATP-Turnier in München ins Viertelfinale ein. Allerdings lief nach der zweiwöchigen Pause und aufgrund der Nachwirkungen der Probleme am rechten Ellenbogen vieles noch nicht nach Wunsch.

Zverev gewinnt Auftakt-Match in München

Ehe er nach 86 Minuten auf dem Centre Court des MTTC Iphitos mit einem Ass seinen zweiten Matchball nutzte, war offenkundig, dass ihm die Matchpraxis fehlte. Oft waren seine Schläge zu lang, das Timing stimmte noch nicht – auch sein Aufschlag kam nicht zuverlässig. Bei sechs Assen unterliefen ihm vier Doppelfehler.

Zverev peilt seinen dritten Turniersieg in München an

In seinem ersten Match seit der Niederlage im Achtelfinale von Monte Carlo gegen David Goffin war Zverev aber nie in Gefahr. Berankis, nur die Nummer 89 der Weltrangliste, setzte ein paar Nadelstiche, konnte den Favoriten auf seinen dritten Turniersieg in München nach 2017 und 2018 aber nie ernsthaft gefährden – auch wenn er ihm ein paar Mal den Aufschlag abnahm. Im zweiten Satz gelang Zverev das entscheidende Break zum 5:4.

Eigenblut-Therapie für den Ellenbogen von Zverev

Der Hamburger war bereits am vergangenen Mittwoch in München angekommen. Zuvor hatte er sich am vorvergangenen Freitag noch Eigenblut in seinen lädierten Ellenbogen spritzen lassen. Am Aufschlag arbeiten wollte er danach erst mal nicht, am Montag unterzog er sich noch einer MRT-Untersuchung, um bei seinem Gelenk auf Nummer sicher zu gehen.

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Gegen Berankis kam sein Service zwar mit einem Tempo von bis über 220 Stundenkilometern, er brachte aber auch nur 65 Prozent seiner ersten Aufschläge ins Feld.

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