Könnten Marco Rose nach der Saison beerben: Eintracht-Coach Adi Hütter (l.) und Werder-Trainer Florian Kohfeldt.
  • Könnten Marco Rose nach der Saison beerben: Eintracht-Coach Adi Hütter (l.) und Werder-Trainer Florian Kohfeldt.
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Rose zum BVB: Wer wird neuer Trainer in Gladbach? Vier heiße Kandidaten

Trainer Marco Rose wird Borussia Mönchengladbach am Saisonende verlassen und zu Borussia Dortmund wechseln. Als Nachfolge-Kandidaten bei den Gladbachern werden an der Gerüchtebörse vor allem vier Kandidaten genannt: Florian Kohfeldt, Adi Hütter, Jesse Marsch und Gerardo Seoane.

Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus sieht die drei erstgenannten Coaches auf der Pole Position. In seiner Sky-Kolumne „So sehe ich das“ hat er zunächst Jesse Marsch von Red Bull Salzburg und Eintracht Frankfurts Adi Hütter als Nachfolger von Trainer Marco Rose bei seinem Ex-Klub Borussia Mönchengladbach ins Gespräch gebracht. Er sei davon überzeugt, dass diese beiden Namen „auf der Liste ganz weit oben stehen.“

Gladbach: Marsch, Hütter und Kohfeldt mögliche Rose-Nachfolger

Matthäus ist sich gleichzeitig aber sicher, dass Gladbach-Manager Max Eberl noch andere Namen im Blick hat. „Auch der Name Florian Kohfeldt fällt in diesem Zusammenhang immer wieder“, weiß etwa auch Matthäus. Die Verantwortlichen von Werder Bremen rechnen allerdings vorerst nicht mit einem Wechsel ihres Trainers zu nach Mönchengladbach.

„Die Arbeit macht ihm hier Spaß. Er macht einen sehr guten Job und er hat einen langfristigen Vertrag. Wir gehen davon aus, dass wir noch lange zusammenarbeiten“, sagte Werder-Geschäftsführer Klaus Filbry der „Bild“ am Dienstag.

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Für den Moment sieht Sky-Experte Matthäus ohnehin Marsch und Hütter in der Favoritenrolle – schließlich kennen diese als ehemalige respektive derzeitige Salzburger Coaches genauso wie Rose die RB-Schule aus dem Effeff.

Gladbach: Alle potenziellen Trainer haben noch Vertrag

Ein Problem aber ist gleichzeitig bei diesen zwei Kandidaten genauso wie bei Kohfeldt: Sie stehen noch woanders unter Vertrag. Allerdings hatte Gladbach-Manager Max Eberl schon vergangene Woche auf die Frage nach dem Werben der Dortmunder um Rose erklärt: „Wir machen auch doch nichts anderes und haben schon Spieler und Trainer von anderen Vereinen geholt.“

Es bleibt also alles möglich – auch bei Kohfeldt. Und auch bei einem Coach aus der Schweiz, der mit in den Ring geworfen wird. Die Kandidaten auf den Gladbacher Cheftrainer-Posten im Überblick:

Die Kandidaten in der Übersicht

Florian Kohfeldt (38/Werder Bremen/Vertrag bis 2023):

Auf eine Ausstiegsklausel hatte Kohfeldt bei seiner Vertragsverlängerung 2019 verzichtet. Aber der ehrgeizige Trainer scheint in Bremen sportlich in der Sackgasse zu stecken. Dem finanziell angeschlagenen Verein könnte es helfen, wenn die Gladbacher die fünf Millionen aus Dortmund für Rose an sie weitergibt. Und es gibt nicht wenige, die glauben, dass dem 38-Jährigen eine Luftveränderung nach mehr als drei Jahren bei Werder guttun würde. Schon in der Vorwoche war Kohfeldt direkt nach einem möglichen Gladbach-Interesse befragt worden und antwortete ausweichend: „Ich bin Trainer von Werder Bremen. Das bin ich sehr gerne und mit vollem Herzen. Alles andere werde ich nicht kommentieren.“

Adi Hütter (51/Eintracht Frankfurt/Vertrag bis 2023):

Dass Hütter für Gladbach interessant ist, liegt auf der Hand. Er lässt Offensiv-Fußball spielen und hat mit seiner Salzburger Vergangenheit eine ähnliche Philosophie wie Rose. Im Vorjahr wurde dem Österreicher auch eine gewisse Unzufriedenheit in Frankfurt nachgesagt. Grund war die Unklarheit, ob er seine hohen Ziele bei der Eintracht verwirklichen kann. Doch im Herbst verlängerte Hütter bis 2023, und aktuell ist er mit den Hessen auf Champions-League-Kurs.

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Jesse Marsch (47/FC Red Bull Salzburg/Vertrag bis 2022):

Der US-Amerikaner liegt nahe, denn er beerbte Rose schon 2019 in Salzburg. Er holte im ersten Jahr das Double, ist aktuell Tabellenführer und präsentierte sich mit Salzburg in der Champions-League-Gruppenphase gut. Zudem schwärmte er kürzlich beim Gespräch mit dem Internetportal „Sportbuzzer“ über die deutsche Bundesliga und erklärte lachend: „Auffällig ist auf jeden Fall, dass mein Name immer direkt hinter dem von Marco fällt. So war es hier in Salzburg auch.“ 

Gerardo Seoane (42/Young Boys Bern/Vertrag bis 2023):

Seoane wurde mit Bern 2019 und 2020 Meister – obwohl in der Schweiz eigentlich der FC Basel ein Abo auf den Titel hat. Mit Schweizern hat die Borussia gute Erfahrungen gemacht – siehe Lucien Favre, aber auch Granit Xhaka, Yann Sommer oder Nico Elvedi. Tendenziell ist Seoane damit einer der realistischsten Kandidaten – auch wenn er medial bisher am wenigsten genannt wurde.

Gladbach: Pressekonferenz mit Eberl soll Aufklärung bringen

Welcher dieser Kandidaten es letztlich wird, ist noch völlig offen. Für Mittwoch um 9.30 Uhr hat die Borussia eine Pressekonferenz mit Eberl und dem Noch-Trainer Marco Rose angekündigt. Dann dürfte Eberl auch einen Einblick in den Stand seiner Trainersuche geben. „Dass man den Trainermarkt immer wieder sondiert, ist ganz normal. Das ist für mich Standard“, hatte er zuletzt gesagt. (dpa/sid/tm)

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