Valieva
  • Kamila Valieva erhält Hinweise von ihrer Trainerin Eteri Tutberidze.
  • Foto: imago/ITAR-TASS

„Perfide und unmenschlich!“ Experte kritisiert Valieva-Trainerin

Der Eiskunstlauf-Experte und Ex-Profi Daniel Weiss sieht die russische Eiskunstläuferin Kamila Valieva „hundertprozentig“ als Opfer. „Ich kann mir nie vorstellen, dass Kamila aus Eigeninitiative verbotene Mittel genommen hat“, sagte Weiss in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview des „Donaukurier“.

Der 53-Jährige kennt das mittlerweile 15 Jahre alte Supertalent eigenen Angaben zufolge persönlich von Auftritten bei der von ihm initiierten Ingolstädter Eisgala in den Jahren 2018 und 2019.

Valieva habe „so viel Talent, das man nicht erdopen kann. Eine Flexibilität, eine Musikalität, eine Hingabe, die perfekte Kantenbeherrschung und Sprungtechnik, all das kann man nur hart erarbeiten und mit Talent erreichen“, sagte der ARD-Experte und richtete seine Kritik vor allem auf das System in Russland und die umstrittene Trainerin Eteri Tutberitze. Das Training dort sei „unerbittlich hart, es geht über eine Grenze des Erlaubten hinweg. Da zählen der menschliche Faktor und Schmerzen wenig“, sagte Weiss.

Eiskunstlauf-Experte Weiss sieht Valieva als Opfer der russischen Trainingsmethoden

Man kenne „doch junge Menschen, die zu ihren Trainern aufschauen. Das sind Götter für sie, gerade Eteri Tutberidze mit ihrer Vergangenheit, mit den Olympiasiegern, die sie geformt hat. Das ist wirklich perfide und unmenschlich, was da gemacht wird“, sagte Weiss in dem Interview.

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Valieva war bei den russischen Meisterschaften Ende Dezember positiv auf das verbotene Herzmittel Trimetazidin getestet worden, das die Blutzufuhr zum Herzen durch Weitung der Blutgefäße fördert. Der Befund war jedoch erst während der Olympischen Winterspiele in Peking bekannt geworden.


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