Aljona Savchenko
  • Aljona Savchenko berichtet über krasse Trainingsmethoden.
  • Foto: imago/Hübner

Schock-Aussage: Eis-Königin Savchenko vor Olympia-Sieg gequält

Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Aljona Savchenko hat rabiate Trainingsmethoden ihren Worten zufolge am eigenen Leib erlebt. In einem Interview des Senders Eurosport berichtete die gebürtige Ukrainerin am Samstag von Schlägen, dem Entzug von Essen und dem Zwang zum Training.

„Ich hatte Trainer, die mich mit Schonern auf den Kopf geschlagen haben, wenn ich irgendwelche Elemente schlecht gemacht habe. Ich hatte Trainer, die mit Wasserpistolen in der kalten Eishalle geschossen haben. Ich hatte Trainer, die uns wenig Essen gegeben haben“, erzählte Savchenko in dem Interview.

Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Aljona Savchenko berichtet von harten Trainingsmethoden

Die 38-Jährige sagte, es sei manchmal wie eine Strafe gewesen: „Morgens aufstehen, erst mal auf die Waage, dann ein bisschen essen, zum Mittag Salat, abends gar nichts. Es gab Lehrgänge, wo wir hungrig waren. Wir haben in der Kantine heimlich nach Essen gefragt, uns hier und da etwas geklaut und versteckt gegessen.“

Das könnte Sie auch interssieren: 17-jährige Russin rastet nach Olympia-Silber aus: „Ich hasse diesen Sport!”

Sie habe auch einen Trainer gehabt, der sie zum Training gezwungen habe, obwohl es von ihrem Körper aus nicht gegangen sei. Auf einem Lehrgang in Russland habe eine Trainerin sie zum Abnehmen aufgefordert, indem sie sich nach dem Essen zwei Finger in den Mund stecken und sich übergeben solle, berichtete Savchenko außerdem.

Das könnte Sie auch interessieren: Unfassbar! Trainerin beschimpft weinende Kamila Valieva (15)

Savchenko, die 2018 für Deutschland Olympia-Gold mit ihrem französischen Partner Bruno Massot gewann, äußerte sich vor dem Hintergrund des Falls des russischen Eiskunstlauf-Teenagers Kamila Valieva bei den Winterspielen in Peking. Die 15-Jährige, gegen die wegen eines positiven Dopingtests ermittelt wird, hatte nach einer verpatzten Kür den vierten Rang belegt und wurde von ihrer Trainerin danach nicht getröstet, sondern kritisiert.


MOPO

Was ist in dieser Woche im Volkspark passiert? Jeden Freitag liefert Ihnen die Rautenpost Analysen, Updates und Transfer-Gerüchte – pünktlich zum Wochenende alle aktuellen HSV-News der Woche kurz zusammengefasst und direkt per Mail in Ihrem Postfach. Hier klicken und kostenlos abonnieren.


Savchenko sprach sich für ein Mindestalter für Teilnehmende aus. „Ab 16, 17, 18 wäre es vertretbar. Mit 15 ist man doch noch zu jung. Mit 17 oder 18 geht man mit anderen Gedanken an die Sache heran und kann vielleicht selbst entscheiden: Mache ich das oder mache ich das nicht?“, sagte Savchenko. (dpa/fe)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp