Die Fäuste zum Himmel: Henk Veerman (M.) feiert sein Tor zum 1:0. Waldemar Sobota und Dimitrios Diamantakos (v.l.) freuen sich mit ihm.
  • Die Fäuste zum Himmel: Henk Veerman (M.) feiert sein Tor zum 1:0. Waldemar Sobota und Dimitrios Diamantakos (v.l.) freuen sich mit ihm.
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Nach dem Derby-Sieg: St. Paulis Tor-Held Veerman darf nicht mit den Kollegen feiern

Er wäre so gerne zu den Kollegen in die Kabine weitergezogen, als er den Interview-Marathon in der Mixed Zone des Volksparkstadions auch noch hinter sich gebracht hatte. Aber das Schicksal kannte am Sonnabend keine Gnade mit Henk Veerman, der lange Niederländer musste zur Dopingprobe. Pinkeln statt Party.

St. Pauli-Stürmer Henk Veerman setzt sich gegen HSV-Kapitän Aaron Hunt durch und trifft zum 1:0 im Derby.

Henk Veerman setzt sich vor seinem Tor zum 1:0 gegen HSV-Kapitän Aaron Hunt durch.

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„Wir haben gesagt, dass wir die ersten 20 Minuten überstehen müssen“, sagte der Stürmer, der immer mehr zu St. Paulis Lebensversicherung wird. Denn fast mit Ablauf der Frist, also in Minute 20, kam Veerman dank Ryo Miyaichis Einsatz an den Ball, zeigte seinem Landsmann Rick van Drongelen dessen Grenzen auf und vollstreckte überlegt zum 0:1. „Da machen wir alles richtig“, sagte Veerman grinsend. Auch der vermeintliche Derby-Fluch konnte ihm die Petersilie nicht verhageln.

Henk Veerman nimmt den Derby-Fluch mit Humor

„Fluch? Was ist das?“, fragte der Deutsch-Novize neugierig. Als er dann erklärt bekam, dass St. Pauli nach Derby-Siegen oft abgestiegen sei, fragte er lachend zurück: „Okay, dann müssen wir das jetzt auch machen?“

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St. Pauli ist auch für Henk Veerman ein Rätsel

Nein, müssen sie nicht. Vielmehr sollten sie noch mehr die Großen ärgern, denn gegen die Aufstiegsaspiranten HSV, Stuttgart und Arminia Bielefeld gab es drei Siege, zwei Remis und nur eine Niederlage. Warum das so ist, „das weiß ich auch nicht“, gestand Veerman ehrlich.

Im Heimspiel gegen Osnabrück muss St. Pauli nachlegen

Mit Extra-Motivation habe es jedenfalls ganz sicher nichts zu tun. Die, da ist sich der 28-Jährige sicher, ist immer gleich. Gut so. Denn am nächsten Sonntag wartet mit dem VfL Osnabrück eine weniger attraktive, aber auch sicher nicht leichtere Aufgabe.

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