Sebastian Vettel
  • Sebastian Vettel fordert eine konsequente Umsetzung der Klimaziele in der Formel 1.
  • Foto: imago/PanoramiC

Sebastian Vettel kritisiert Formel 1-Bosse für Umgang mit Klimazielen

Die Formel 1 will klimaneutral werden – und fliegt im kommenden Jahr doch wieder im Zick-Zack-Kurs um die Welt: Angesichts des Rekordkalenders für 2023 vermisst Sebastian Vettel die Konsequenz bei der Umsetzung der großen Nachhaltigkeits-Ziele.

„Man kann vieles auf Poster schreiben, und das klingt dann toll“, sagte Vettel am Donnerstag im Fahrerlager von Singapur: „Aber wenn es dann nicht passiert, was bringt es?“

Formel 1: Vettel fordert umweltfreundlichen Rennkalender

Aus seiner Sicht muss die Formel 1 daher auf externe Kontrolle setzen. Man müsse „den Schritt wagen“, ein „unabhängiges Organ“ zu finden, „das überprüft ob man die eigenen Ziele erreicht oder nicht. Ich denke, das ist der einzig glaubwürdige Weg.“

Bis 2030 will die Formel 1 eine ausgeglichene CO2-Bilanz aufweisen. In diesem Zuge wird auch der Elektro-Anteil des Antriebs ab 2026 erhöht, zudem sollen nachhaltige Kraftstoffe eingesetzt werden. Die um ein Vielfaches größere Klimabelastung wird allerdings durch die Logistik rund um die Rennen verursacht.


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Der kürzlich verkündete Kalender für 2023 trägt diesem Fakt keine Rechnung: 24 Rennen sind ein Rekordwert, zudem fliegt der gesamte Tross weiterhin häufig zwischen den Kontinenten hin und her.

„Das Interesse an der Formel 1 steigt, es gibt die Chance, Geld zu verdienen, das ist alles in Ordnung“, sagte Vettel: „Aber die einfachsten Fortschritte könnte man bei den Reisen und den Flügen machen.“

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Die Aufteilung der Rennen in geografische Blöcke – Europa, Asien, der arabische Raum und Amerika – würde den CO2-Ausstoß bereits deutlich reduzieren und wird seit einer Weile diskutiert. Auch für das kommende Jahr aber ohne Ergebnis. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Renn-Ausrichter Wert auf einen bestimmten Platz im Kalender legen und dafür viel Geld bezahlen.(sid/tw)

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