Nach seinem Sieg beim Heim-GP in den Niederlanden wurde Max Verstappen (r.) von Lewis Hamilton nass gemacht.
  • Nach seinem Sieg beim Heim-GP in den Niederlanden wurde Max Verstappen (r.) von Lewis Hamilton nass gemacht.
  • Foto: WITTERS

Kracht es im Formel-1-Finale zwischen Verstappen und Hamilton?

Die Luft über dem Yas Marina Circuit knistert vor Spannung. Der Titel-Showdown zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton im WM-Finale von Abu Dhabi (Sonntag, 14 Uhr, Sky) elektrisiert nicht nur die Fans, sondern auch die Fahrer. Von denen hoffen zwei auf Verstappens ersten Weltmeister-Titel: Mick Schumacher und Sebastian Vettel wollen, dass der Red-Bull-Heißsporn Hamiltons achten WM-Titel verhindert und so den Rekord von Michael Schumacher rettet.

Am Sonntag wird in der erwarteten Wüstenschlacht so oder so Geschichte geschrieben. Entweder krönt sich Hamilton, der schon die meisten Siege und Pole-Positions (jeweils 103) hat, endgültig zum erfolgreichsten Fahrer der Geschichte. Oder Verstappen wird erster niederländischer Formel-1-Weltmeister.

Formel 1: Hamilton kann in Abu Dhabi Rekord-Weltmeister werden

Bei Punktgleichheit führt Verstappen mit 9:8-Siegen die WM an, was bedeutet, dass Hamilton auf jeden Fall vor ihm ins Ziel kommen muss. Diese Konstellation lässt seit Verstappens Brems-Test in Saudi-Arabien die Spekulationen über ein finales Foul von „Mad Max“ blühen. Rammt er sich zum Titel, wie es Schumi 1994 gegen Damon Hill gemacht und 1997 gegen Jacques Villeneuve erfolglos versucht hat?


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Darauf angesprochen, druckst Mick Schumacher verständlicherweise herum. „Wie das Rennen läuft und wer gewinnt, das bleibt abzuwarten. Ich drücke beiden die Daumen“, sagt der Weltmeister-Sohn, der nach dem Jeddah-Crash seine erste Formel-1-Saison unfallfrei beenden will: „Wenn es Lewis ist, soll es so sein. Aber für mich wird mein Papa immer der Beste sein!“

Formel 1: Hamilton im Training deutlich schneller als Verstappen

Und was sagt Vettel, der sich mit beiden WM-Kandidaten schon schmutzige Duelle geliefert hat? „Beide hätten den Titel verdient, beide hatten eine starke Saison. Aber selbst wenn Lewis gewinnt, ändert das nichts für mich. Michael bleibt der Größte für mich.“ Was rät der Aston-Martin-Star Verstappen für das finale Duell? Vettel grinst: „Nun ja, Lewis hat mich in meinen Ferrari-Jahren besiegt, von daher sollte er lieber nicht auf mich hören.“

Hören sollte „Mad Max“ dafür dringend auf FIA-Rennleiter Michael Masi. Der erinnerte ihn in seinen „Eventnotes“ an Artikel 12.4.5 des Reglements: den Anti-Crash-Paragraphen! Darin sind Strafen definiert, die die Rennkommissare für Fehlverhalten auf der Strecke anwenden dürfen, unter anderem „Sperre für eine oder mehrere Veranstaltungen“ und „Abzug von Punkten in der Meisterschaft“. Heißt: Bei einer mutwillig herbeigeführten Kollision würde Verstappen den Titel nachträglich wieder verlieren. Fazit von Masi: „Max kann Lewis nicht einfach von der Strecke rammen.“

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Im zweiten Freien Training kam Verstappen auch nicht einmal in die Nähe von Hamilton, der die halbe Ewigkeit von 0,641 Sekunden vor seinem Herausforderer lag. „Das war okay“, atmete Hamilton zufrieden auf. Verstappen kündigte aber bereits an: „Ich werde tun, was immer notwendig ist.“ Ein Unfall, versicherte er, gehöre aber nicht dazu.

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