Beim letzten Treffen von St. Pauli und Nürnberg ging's zwischen Daniel Buballa (l.) und Oliver Sorg hoch her.
  • Beim letzten Treffen von St. Pauli und Nürnberg ging's zwischen Daniel Buballa (l.) und Oliver Sorg hoch her.
  • Foto: Groothuis/Witters/Pool/Witters / Thorsten Baering

Mit einem Sieg gegen Nürnberg: St. Pauli hofft auf Schwung fürs Derby

Sieg, Niederlage, Remis. Alles war drin in den ersten drei Saisonspielen des FC St. Pauli. Dazu jede Menge Tore. Die Partie nach der Länderspielpause ist eine Weichenstellung. Die Kiezkicker wollen mit einem Erfolgserlebnis am Montag gegen Nürnberg den Kurs in Richtung Derby einschlagen und Fahrt aufnehmen.

Für St. Paulis Sportchef An­dreas Bornemann ist es mittlerweile das dritte Duell mit seinem ehemaligen Klub, dem Club. „Es bleibt für mich ein besonderes Spiel, aber ohne große emotionale Ausschläge“, berichtet der 49-Jährige. 

Bornemann beschäftigt sich in den Tagen vor dem vierten Saisonspiel nicht mit seiner Vergangenheit im Frankenland, sondern mit der Gegenwart und Zukunft der Braun-Weißen. Ihn bewegt die Frage, wie weit die neuformierte Mannschaft des Kiezklubs ist und ob sie den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung machen kann. 

Bornemann: St. Pauli wächst zusammen und stabilisiert sich

„Die Mannschaft wächst zusammen“, hat Bornemann, der ein regelmäßiger Gast auf dem Trainingsgelände an der Kollaustraße ist, beobachtet. „Das ist ein Prozess, der noch Zeit brauchen wird. Es geht auch weiterhin um die Stabilisierung des eigenen Spiels.“

Bornemann ist „nicht unzufrieden mit dem Start“

Wie stark die Mannschaft wirklich ist, werde man frühestens nach acht bis zehn Spielen sagen können, so Bornemann. Seine Bilanz nach den ersten drei Spielen und vier Punkten fällt verhalten positiv aus. „Wir sind nicht unzufrieden mit dem Start in die Saison. Es fühlt sich besser an als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr.“

Montag gegen Nürnberg: Ein St. Pauli-Sieg wäre wegweisend

Ein Sieg am Montag ist aus vielerlei Gründen wegweisend. „Vor und nach einer Länderspielpause ist es immer extrem wichtig, dass man sich ein gutes Gefühl holt“, betont Daniel Buballa. Angesichts der Niederlage im letzten Spiel vor der Pause in Sandhausen (0:1) muss demnach ein Sieg her. 

Nicht nur für das Punktekonto und die Tabelle, wie Bornemann betont. „Wir wollen die drei Punkte zu Hause behalten, um mit mehr Ruhe in die nächsten Wochen gehen zu können.“

Nach Nürnberg: Darmstadt und der HSV warten auf St. Pauli

Die haben es in sich. Auf St. Pauli warten zwei schwere Auswärtsspiele in Serie: die Partie in Darmstadt und das Derby beim HSV. Ein Spiel, in das die Kiezkicker möglichst befreit und ohne den aus einer Negativserie resultierenden Ergebnisdruck gehen wollen.

Corona bei Nürnberg: Noch ist eine Spielabsage möglich

Den Wirbel um den Corona-Fall bei den Nürnbergern mit dem positiven Test bei Hanno Behrens versuchen die Kiezkicker in der Vorbereitung auszublenden. Bis nicht die Ergebnisse des turnusmäßigen Corona-Tests am Tag vor dem Spiel vorliegen, ist eine Absage der Partie im Bereich des Möglichen.

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Bornemann erwartet gegen die punktgleichen Clubberer „ein spannendes Spiel, in dem Kleinigkeiten entscheiden werden“. Er hofft auf einen selbstbewussten Auftritt der Braun-Weißen und eine Weiterentwicklung des neuen Spielstils. „Wir müssen unsere Stärken durchbringen und mutig sein.“ Mit Schwung spielen und Schwung mitnehmen.

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