• Dietmar Hopp, Milliardär, Mehrheitseigner und Mäzen der TSG Hoffenheim.
  • Foto: imago images/Michael Weber

Milliardär Hopp: Hoffenheim-Boss fordert „Umdenken“ im Profifußball

Für viele Fußball-Fans ist er ein rotes Tuch und Inbegriff des Kapitalismus in ihrem Lieblingssport, für andere ein Förderer und auch Wohltäter, der sein Geld nicht nur für sich behält. An Milliardär Dietmar Hopp scheiden sich die Geister. Jetzt macht sich der immer wieder in Stadien angefeindete Mehrheitseigner der TSG 1899 Hoffenheim für Veränderungen im Profifußball in der Corona-Krise stark.

Für Hopp ist klar, dass es während der Pandemie und auch danach nicht so weitergehen kann im Profifußball. „Sicher erscheint mir, dass es ein Umdenken geben muss, denn viele Vereine sind in wirtschaftliche Not geraten, durch fehlende Zuschauereinnahmen und sicherlich auch durch Spielerverträge, die nicht mehr der Realität entsprechen“, sagte der 80-Jährige im Hoffenheimer Klubmagazin „Spielfeld“.

Die Gefahr, dass sich Fans vom Fußball distanzieren und es eine Entfremdung gibt, sieht Hopp durchaus. „Natürlich entsteht bei einer so langen Enthaltsamkeit zwangsläufig eine Distanz. Der Fußball ist nicht mehr zentral im Fokus der Menschen. Das Live-Erlebnis fehlt“, sagte der Mitbegründer des Software-Unternehmens SAP. 

Dietmar Hopp: Es muss ein Umdenken im Profifußball geben

Hopp glaubt aber in Bezug auf seinen einen Verein nicht, dass sich Fans und Partner abwenden werden. Man habe „ausgesprochen treue und leidenschaftliche Partner an unserer Seite, die uns auch in schwierigen Zeiten nicht im Stich lassen werden.“

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Hopp ist am Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac, das an einem Corona-Impfstoff arbeitet, beteiligt. Nach dem Börsengang hält er einen Anteil von knapp unter 50 Prozent.

„Zuallererst wünsche ich uns als Gesellschaft einen nachhaltigen Erfolg im Kampf gegen die Corona-Pandemie und allen Menschen natürlich Gesundheit“, sagte er mit Blick auf das neue Jahr. „Zugleich aber auch, dass das große Menschheitsthema, der Kampf gegen den Klimawandel, wieder in den Mittelpunkt rückt.“ (dpa)

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