• Im Spiel gegen Union Berlin setzte Gladbach-Stürmer Marcus Thuram ein Zeichen gegen Rassismus.
  • Foto: Moritz Mueller

„Lässt uns fassungslos zurück!“: Online-Hetze: Gladbach sagt Rassisten den Kampf an

Borussia Mönchengladbach hat angekündigt, auf Social Media gegen rassistische und hetzerische Kommentare vorgehen zu wollen. Der Bundesligist erklärte zudem, im Zweifel auch vor rechtlichen Schritten nicht zurückschrecken zu wollen.

Grund für die Ankündigung sind die Reaktionen auf eine Video-Aktion gegen Rassismus, die die Borussen gemeinsam mit dem BVB, Schalke 04 und dem 1. FC Köln veröffentlicht hatte. „Was wir seitdem in den Kommentarspalten erleben, lässt uns fassungslos zurück.“

Gladbach will Rassisten sperren

„Die Bearbeitung der vielen rassistischen, hetzerischen und menschenverachtenden Kommentare dauert bis zur Stunde an!“, teilte der Klub auf seinem Vereinsportal mit. Doch es gab auch positive Reaktionen und so bedankten sich die Borussen bei der Mehrzahl an Fans, die „diesen Menschen mit Vernunft und Fakten entgegen zu treten – das gibt uns Hoffnung.“

Ab sofort will Gladbach durchgreifen: „Diese Rassisten und Hetzer werden wir auf unseren Social-Media-Kanälen zukünftig noch rigoroser sperren. Wir behalten uns vor, jeden Einzelfall nachzuverfolgen, zu prüfen und gegebenenfalls rechtliche Schritte einzuleiten und/oder Hausverbote auszusprechen. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum“, teilte der Verein mit.

Gladbach: Toleranz, Respekt und gegen Rassismus

Die Fohlen beriefen sich abermals auf ihre Werte wie Toleranz und Respekt „und es kann nicht oft genug wiederholt werden: GEGEN RASSISMUS! Wir schämen uns abgrundtief für jeden einzelnen ‚Fan‘ von Borussia Mönchengladbach, der eine andere Auffassung vertritt.“

Vereinsmitglieder, die diesen Werten entgegenstehen, fordert der Klub auf, die Mitgliedschaft zu kündigen. „Wir verzichten auf jeglichen Support dieser Menschen – innerhalb und außerhalb des BORUSSIA-PARK!“, endete die Mitteilung des Vereins.

In den Farben getrennt, im Fußball vereint – No Racism

In der Video-Aktion unter dem Motto „In den Farben getrennt, im Fußball vereint – No Racism“ der vier Vereine am vergangenen Freitag wurden die Botschaften der Spieler Jadon Sancho (Dortmund), Marcus Thuram (Gladbach), Anthony Modeste (Köln) sowie Weston McKennie (Schalke) vom vorherigen Spieltag gezeigt. (mab/dpa)

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