Zusammenhalt zeigen: Der HSV-Kreis nach der Derby-Pleite am Millerntor 
  • Zusammenhalt zeigen: Der HSV-Kreis nach der Derby-Pleite am Millerntor 
  • Foto: WITTERS

Kuschelkurs nach Derby-Pleite: So will sich der HSV aus der Krise kämpfen

Tiefe Tristesse beim HSV im Volkspark. Auch einen Tag nach dem 0:1 beim FC St. Pauli waren der Schmerz und die Enttäuschung noch deutlich zu spüren. Wieder kein Derby-Sieg. Nur noch Platz vier in der Tabelle. Statt mit einem Spiel alles zu ändern und eine Trendwende einzuläuten, wurde mit einem Spiel alles nur noch mal schlimmer.

Die Nacht war kurz, das galt beim HSV nicht nur für Sportdirektor Michael Mutzel, der lediglich eine Stunde nach der Derby-Pleite schlafen konnte. Zu viele Gedanken waren in seinem Kopf. Am Morgen danach wurde auf die klassische Spielanalyse mit den Profis verzichtet. „Das war diesmal nicht angebracht. Dafür war der Kopf nicht frei“, sagte Mutzel. Wie nach den Spielen wurde in der Kabine als Zeichen ein Kreis gebildet. „Es geht jetzt erst mal darum, dass wir zusammenbleiben und zusammenhalten. Das ist das Wichtigste nach einem solchen Treffer.“  

Für den HSV stehen jetzt die Top-Spiele gegen Kiel und in Bochum an

Der HSV will sich aus der Krise kuscheln und nun vor allem auf Geschlossenheit setzen. Reicht das?

Fakt ist, die Wunde mit der erneuten Derby-Pleite kann in dieser Saison nicht mehr geheilt werden. Beim Hauptziel Aufstieg sieht es anders aus. Mit den Top-Spielen gegen Kiel und in Bochum kann der HSV in der kommenden Woche selbst alles wieder in die richtige Bahn lenken. Die aktuelle Form sorgt allerdings nicht wirklich für große Zuversicht.

In der Rückrundentabelle steht der HSV auf Platz 14

Im Derby hat die Mannschaft ordentlich gespielt, gekämpft und alles versucht. Am Ende war der Gegner trotzdem besser und hat nicht unverdient gewonnen. Auch der Blick auf die Rückrundentabelle tut weh. Der HSV steht nach sechs Spielen (ein Sieg) auf Rang 14.

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„Die Ergebnisse sind nicht gut. Aber für das Wort Krise haben wir zu gute Spiele gemacht“, sagt Mutzel, der trotz der jüngsten Rückschläge optimistisch bleibt. „Es sind noch elf Spiele. Da wird noch viel passieren. Wir schauen jetzt erst mal, dass wir gegen Kiel gewinnen.“

Das Ergebnis gibt es am kommenden Montag und damit dann auch wieder ein bisschen die Antwort auf die Dauer-Frage, ob der HSV zum dritten Mal in Folge zum Saisonende wieder alles verspielen wird? Noch haben es die Profis selbst in der Hand. Die entscheidenden Spiele kommen noch. 

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